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Neo Geo Battle Coliseum
| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1-2 |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 2005 |
| Vermarkter: | SNK |
Wertung |
In letzter Zeit ist bekannermaßen ein erhöhtes Aufkommen von Ports microsoftfremder, leicht gestriger Software für die Xbox Live Arcade festzustellen. Mein heutiger Testkandidat und zugleich jüngster Spross dieser Transferwelle sollte dabei vor allen Dingen PS2-Veteranen bekannt vorkommen, geht es doch um ein Spiel, dass ursprünglich auf Sonys Kühlergrill erschien. Genauer gesagt handelt es sich um SNKs Neo Geo Battle Coliseum, einen Tag-Team Prügler, der die besten Eigenschaften so ziemlich aller berühmten SNK Beat ‘em Ups vereinen soll. Ich bin was solche Fussionen angeht ja immer höchst skeptisch, aber vielleicht werde ich dieses Mal ausnahmsweise in positiver Hinsicht überrascht... Wäre mal eine super Sache..
Sobald man das Spiel gestartet hat, wird man von einem ziemlich nüchternen aber durchaus funktionellen Startbildschirm begrüßt, der die für Prügelspiele üblichen Auswahlmöglichkeiten und Spielmodi bietet. So kann man sich alleine durch einen Story- und einen Survivalmodus schlagen, oder im Trainingsmodus an seinen Fähigkeiten feilen. Außerdem darf der obligatorische Versus-Multiplayer-Modus natürlich nicht fehlen.

Das eigentliche Gameplay stellt im Gegensatz zu der großen Auswahl an Kämpfern leider eher gewöhnliche Prügelkost dar. Die Special-Moves sind meistens durch streetfighter-ähnliche Halb und sonstige Kreise plus diverse Knöpfe auszulösen, sonst gibt es im Westen auch nicht wirklich viel Neues. Erwähnenswert ist lediglich dass der Charakter, mit dem gerade nicht gekämpft wird seine Lebensenergie langsam aber stetig regeneriert. Ein ganz interessantes Feature, aber auch keine wirkliche Weltneuheit.

Wenn ich schon bei dem Punkt Endgegner bin. Irgendwie ist es ja bekanntlich seit geraumer Zeit Mode, die Endgegner als solch übermächtigen Typen zu programmieren, dass es häufig Glück und Zufall brauch um gewinnen zu können. Neo Geo Battle Coliseum geht hier noch ein Stückchen weiter und präsentiert den ersten, so gut wie nicht zu besiegenden Endgegner der Prügelspielgeschichte. Nicht nur, dass es seine Moves praktisch unmöglich machen auch nur in Schlagreichweite zu kommen, der Sack regeneriert auch permanent seine Lebensenergie -und das rasend schnell. Dazu kommen noch die extreme Durchschlagskraft seiner Angriffe und eine übelst aggressiv machende Lockerheit mit der man jedesmal über den Jordan expediert wird. Ihr seht schon, alles in allem eine extrem nervige Angelegenheit.
Zum Glück hatten die Entwickler aber dieses mal wenigstens etwas Mitleid mit uns. Falls man wieder einmal das Zeitliche gesegnet hat, kann man netterweise diverse Hilfen in Anspruch nehmen. So kann die Lebensenergie des Gegners auf ein Viertel reduziert, sich selbst drei Power-Leisten für die extrem durchschlagskräftigen „Super-Deadly-Moves“ verschafft oder den CPU Level herunterschraubt werden. Die einzige Option, die bei dem Endgegner überhaupt Wirkung zeigt ist natürlich die Sache mit der Lebensreduktion und selbst damit ist es es wirklich schwer zu gewinnen, falls man keinen Kämpfer mit extrem starker Fernkampfwirkung dabei hat. Hier hätte eine etwas fairere Konzeption des Endgegners für erheblich mehr Spielspaß gesorgt.


Der einzige Grund, warum das Spiel trotz allen dieser Schwächen eine Daseinsberechtigung besitzt, ist der durchaus spaßige Multiplayer-Modus. Hier kommt es bei ähnlich starken Gegner zu wirklich spannenden Gefechten, die auch für eine gewisse Langzeitmotivation sorgen.
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