Wrestling-Fans aufgepasst! Wieder einmal ist es soweit und THQ präsentiert uns einen neuen Ableger der beliebten SmackDown-Reihe. Wie sich das Fighting-Spektakel WWE SmackDown vs. RAW in diesem Jahr schlägt lest ihr wie gewohnt in unserem Review...
Es ist wie mit den jährlichen Sportspiel-Updates der Konkurrenten von
EA. Jährlich wird eine neue Version auf den Markt geworfen, die sich mit kleinen Ergänzungen vom Vorjahresprodukt abhebt und trotzdem für Millionenumsätze sorgen soll . Selbiges ist in den letzten Jahren auch mit
THQs Cashcow
Smackdown vs. Raw geschehen. Jährlich kamen neue Editor-Modi hinzu die das eigentliche Wrestling Geschehen durch ihren Umfang schon fast in die Ecke drückte. Doch dieses Jahr haben die Japaner von
Yukes Pacific dem ganzen Spektakel die Krone aufgesetzt, doch dazu später mehr.
Geschichte erlebenHerz des Ringer-Spektakels ist auch dieses Jahr wieder der
Road to Wrestlemania-Modus. Dieses Jahr lag der Fokus dabei besonders auf Abwechslung, so dass der Spieler dieses Jahr auch mit einem selber editierten Superstar auf die Matte darf. Zudem steht mit
Mickey James erstmals eine Diva im Fokus des Road to Wrestlemania-Events. In gewohnter Weise verfolgt ihr die Storyline eures WWE Superstars bis zum Titelkampf bei Wrestlemania XXV. Auch dieses Jahr gibt es Storywendungen und jede Menge freischaltbare Goodies, insofern ihr bestimmte Bedingungen im Match erfüllt. So winken Legenden wie
Ted DiBiase und
Dusty Rhodes für Spieler, die die nicht immer ganz leichten Voraussetzungen erfüllen. Auch an Multiplayer-Unterhaltung hat man bei
THQ gedacht, so treten in der
Battle of the Brands 2 Spieler im Coop den Weg zu Wrestlemania XXV an.
Geschichte schreibenDass
Smackdown vs. RAW seit jeher durch einen gigantischen
Editor-Modus punkten kann, dürfte den meisten bereits bewusst sein. Auch dieses Jahr wurden die Editoren um ein weiteres Schwergewicht erweitert, den Story-Editor. So hat der Spieler dieses Jahr die Möglichkeit den Superstars eigene Storys auf den Leib zu schreiben, oder eine Storyline für seinen selber editierten Wrestler zu erstellen. Wer also schon immer mal Gastregisseur bei GZSZ werden wollte, kann nun seine eigene Wrestling-Seifenoper komponieren. Von spannenden Fehden bis zu Betrug, Mindgames und sonstigen verrückten Anekdoten lässt sich so alles integrieren, was das Spielerherz begehrt. Texte können frei eingegeben werden und entsprechend getimt werden. Eine USB-Tastatur ist aber hierbei dringend zu empfehlen.
Die Quantität machtsWie immer wurde auch dieses Jahr in allen Bereichen noch eine Schippe drauf gelegt und die Wrestling-Oper stetig erweitert, fast wie der Bundestag also. So fanden dieses Jahr wieder ein paar Neuzugänge den Weg in die Roster, Fans der 90er Jahre werden sich über die Rückkehr von
Goldust freuen, wenn dieser auch dieses Jahr zu Fallobst degradiert wurde. Des weiteren können ab der 2010er Ausgabe auch die Superstars selbst editiert werden, so ist es möglich dem
Undertaker eine pinke Robe zu verpassen oder
Batista in Ganzkörper-Gummisuits zu stecken. Auch der Neuling des letzten Jahres, der
Create-a-Finisher-Modus hat eine Ergänzung erhalten. So wurde auf Bitten der Fans die Möglichkeit ergänzt Finisher vom Top Rope zu ermöglichen, was Fans von High-Flyern in Freudentränen ausbrechen lässt. Auch die Matchvarianten erfuhren eine Ergänzung, so ist erstmals das
Mixed Match wählbar, welches eigentlich nichts anderes ist, als ein Tag Team Match mit je einem Superstar und einer Diva pro Team. Attackiert ein Superstar eine Diva ist das Match vorbei, aber wie heißt es so schön auch dieses Jahr: „Die Masse machts“.
Die Qualität machtsDoch auch nicht nur am Umfang wurde erwartungsgemäß geschraubt, sondern auch am
Gamedesign wurde wieder einmal Feintuning betrieben, welches sich aber äußerst positiv auswirkt. So sind jegliche Konter und Reversals nun nur noch über eine Schultertaste zugänglich. In den Vorgängern gab es für Reversals von Schlägen und Griffen je einen unterschiedlichen Knopf, was aber wegen des enorm hohen Spieltempos meist zum reinsten Glücksspiel verkam. Auch wurde das Anzeigensystem etwas geändert. So gibt es nun keine Statusanzeigen mehr fest auf dem Bildschirm, sondern befinden sich die Statusanzeigen nun unter den jeweiligen Wrestlern. Des weiteren wurden alle Submission-Griffe nun auf die RB-Taste verfrachtet, was ein breiteres Ground-Manöver Repertoire ermöglicht. Auch der Online-Spielkomfort hat zugelegt, so läuft das Spiel dieses Jahr online noch spürbar flüssiger.
Sports-Entertainment meets Little Big PlanetDie jedoch spaßigste und beste Neuigkeit an der 2010er Ausgabe von
Smackdown vs. RAW ist der
User-Created-Content. Erstmalig haben User die Möglichkeit jeglichen von ihnen designten Inhalt, seien es Storylines oder Wrestler, hochzuladen und diese mit der Community zu teilen. So bekommen kreative User auch ordentlich Anerkennung wenn ihre Storylines oder Wrestler von anderen Spielern mit 5 von 5 Sternen ausgezeichnet werden, denn
Smackdown vs. RAW bietet hier wie der geistige Vater
LittleBigPlanet die Möglichkeit jeglichen Inhalt zu bewerten. Ist also die letzte Road to Wrestlemania beendet und jegliche Online-Schlacht geschlagen, kann der Spieler auch zukünftig auf einen nahezu unendlichen Vorrat an Storys und Wrestlern zugreifen. Bereits wenige Tage nach Release ist das Angebot schon stattlich und der Redakteur hatte bereits die Auswahl aus ca. 20 verschiedenen Ric-Flair-Varianten zum Download. Wer ebenfalls schon immer mal mit
Batman den World Heavyweight Champion Titel tragen wollte, hat nun ebenfalls Gelegenheit dazu.
Technisch konservativSo voller Lob man auch ist, auch die 2010er Ausgabe von
Smackdown vs. RAW hat ihre Schwächen. Denn die verwendete
Grafik Engine ist schon etliche Jahre alt und stößt nach wie vor an ihre Grenzen, was in Clipping-Problemen, hässlichen Zuschauern und ruckhaften Animationen resultiert. Die Präsentation an sich ist zwar hervorragend und stimmig, man merkt halt nur, dass die Engine schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Hier sollte Jukes fürs nächste Jahr ansetzen und mal ein Jahr keine neuen Editoren einbauen, sondern einfach mal eine neue Engine einsetzen, damit der Glanz und die Brillanz des Games auch mal optisch Referenzklasse wird.
Akustisch gibt es nicht viel zu sagen. Für Stimmung sorgen original Entrance-Musiken, von den Superstars eingesprochene Dialoge und die gesamte Riege der Smackdown, RAW und ECW Kommentatoren-Riege.
Positiv
Negativ