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Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
| Genre: | Action-Adventure |
| Spieleranzahl: | 1 - 2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 60 Hz |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 16. April 2010 |
| Vermarkter: | Ubisoft |
Wertung |
Nach einer gefühlt ewigen Entwicklungszeit und unzähligen Verschiebungen ist es endlich soweit, Sam Fisher kehrt auf die heimischen Bildschirme zurück und möchte in Splinter Cell: Conviction beweisen dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Abgesehen von ein paar Furchen mehr im Gesicht und dem nicht zu leugnenden grauen Haaransatz, gelingt ihm das auch ausgezeichnet! Sam hat sich bestens gehalten und ist, zum Leidwesen seiner zahllosen Feinde, in hervorragender körperlicher Verfassung. Erwähnenswert ist allerdings dass er seinen Dienst bei Third Echelon längst quittiert hat und nach dem tragischen Unfalltod seiner Tochter Sarah scheinbar spurlos verschwunden ist. Wie so oft kommt es aber wie es muss! Die Vergangenheit, genauer gesagt Third Echelon, holt Fisher ein und macht ihn auf der Sonneninsel Malta ausfindig. Während eines kurzen Gesprächs via „eigens serviertem“ Handy warnt ihn seine ehemalige Kollegin Grim, besser bekannt als Anna Grimsdottir, vor nahenden Auftragskillern und informiert Sam dass viel mehr hinter Sarahs vermeintlichen Tod steckt, als ein tragischer Autounfall.
Allem Anschein nach wurde dieser nämlich nur inszeniert um Sam zu täuschen und einen Komplott gegen die Regierung zu verschleiern, in den auch sein ehemaliger Arbeitgeber, Third Echelon, verwickelt ist. Freund und Feind sind folglich nur schwer zu unterscheiden und nicht selten führt Sams unvermeidlichen Rachefeldzug in eine - nunja, sagen wir „moralischen Grauzone“. So viel zur spannenden Geschichte die sich auch hervorragend als Vorlage für einen Hollywood-Agenten-Thriller eigenen würde und über die gesamte Spielzeit hinweg für beste Unterhaltung sorgt. Erzählt wird das Ganze in einem Mix aus Rückblenden, Ingame Cut-Scenes und den Ausführungen von Fishers ehemaligen Weggefährten. Es fällt allerdings auf dass Sam generell ziemlich gefühlskalt daher kommt, speziell im Bezug auf den Verlust seiner Tochter hätten ein paar Emotionen mehr sicher nicht geschadet!
Was Conviction von den früheren Splinter Cell- Teilen unterscheidet ist abgesehen von Sams fast schon fast kaltblütigen Vorgehen - doch dazu kommen wir später - die Tatsache dass Ubisoft das Gameplay der Reihe um gefühlte 180° gedreht hat. Vorbei sind die Zeiten in denen wir lautlos durch dunkle Levels geschlichen sind und für das Erreichen jedes Kontrollpunkts noch harte Stealth-Arbeit, unzählige Versuche und ultrapräzises Vorgehen notwendig waren. Splinter Cell: Conviction setzt mehr auf den Adrenalin-Kick zwischendurch! Actionfaktor und Spielgeschwindigkeit wurden deutlich erhöht, was bereits von der ersten Spielminute an hervorsticht. Viel öfter kommt es zu offenen Schießereien mit mehreren Gegnern und Sam agiert wesentlich flinker und intuitiver als in den anderen Teilen der Reihe. Auf Knopfdruck hechten wir von Deckung zu Deckung, feuern einige gezielte Salven Richtung Feind und wechseln dann sofort wieder unsere Position. Manche Stellen im Spiel haben schon fast 3D Person Shooter-Charakter und erinnern, trotz merklich trägerer Steuerung, an die Schießereien eines Gears of War. Bei einem Blick aufs umfangreiche Waffenarsenal wird dann endgültig klar dass Mr. Fisher auf Krawall aus ist, Schrotflinten, Maschinengewehre, MP´s, Splittergranaten und diverse Pistolen warten nur auf ihren Einsatz und lassen sich sogar verbessern.
Klingt nach viel Bumms oder? Ist es auch! Doch keine Sorgen, im Grunde seines Herzens ist auch Splinter Cell: Convcition ein Splinter Cell-Spiel! So kommt die Schleicherei keineswegs zu kurz und es ist natürlich noch immer möglich einen Großteil der Spielabschnitte in bester Stealth-Manier zu durchqueren. Schatten und Dunkelheit sind nach wie vor Sams beste Freunde, ob wir gut versteckt oder für unsere Feinde sichtbar sind wird allerdings anders dargestellt als in den Vorgängern. Befinden wir uns „in Sicherheit“ verblassen die Farben auf dem Bildschirm und die Umgebung wird scharzweiß, betreten wir aber einen lichtdurchfluteten Bereich, stehen unter einer Lampe oder werden entdeckt färbt sich das Bild sofort wieder ein. Meiner Meinung nach eine komfortable und zugleich optisch ansprechende Lösung die hervorragend zum Stil des Spiels passt.
Ihr seht, Splinter Cell: Conviction macht einiges anders und auch spielerisch hat sich viel getan. Ubisoft stellt uns erstmals vor die Wahl entweder bedacht vorzugehen und die Feinde nacheinander zu dezimieren oder stattdessen ballernd die Aufmerksamkeit ganzer Gegnerhorden zu erregen. Diese Freiheit macht großen Spaß, sorgt für die nötige Abwechslung und lädt zum herumexperimentieren ein. Die meisten Missionsziele können auf mehrere Arten erreicht werden was sich natürlich auch positiv auf den Wiederspielwert auswirkt. Das ist auch bitter nötig, die reine Singleplayer-Spielzeit von Splinter Cell: Conviction liegt je nach Spielweise nämlich gerade einmal bei etwas über sieben Stunden. Doch kommen wir zurück zum Gameplay!
Selbiges strotzt nur so vor Neuerungen die Sams Leben leichter und das seiner Kontrahenten kürzer machen. Als Erstes sei hier das Last Known Position-Feature genannt das uns, sofern Sam entdeckt wurde, anhand eines schemenhaften Umrisses zeigt wo die Feinde seine aktuelle Position vermuten. Natürlich beginnen sie dort mit der Suche oder feuern in Richtung der entsprechenden Stelle. Alles was wir nun noch tun müssen ist die Position wechseln! So ist es beispielsweise möglich Feinde zu umgehen um ihnen in den Rücken zu fallen während sie damit beschäftigt sind Sam an der Last Known Position zu suchen. Das hört sich nicht nur witzig an, es funktioniert auch ausgezeichnet und bringt etwas Taktik ins Spiel. Dazu kommt eine neue Methoden mehrere Gegner auf einmal zu erledigen, das so genannte Mark & Execute. Nach jedem Nahkampf- oder Stealth-Kill bekommen wir die Möglichkeit mehrere Feinde zu markieren und auf Knopfdruck gezielt umzulegen. Wie viele Markierungen wir setzen dürfen hängt dabei von der gewählten Waffe und der Entfernung zu den Gegnern ab. Sind die Marker platziert heißt es nur noch abdrücken und Sam schießt die bösen Jungs in Zeitlupe über den Haufen.
Objekte wie Feuerlöscher, explosive Fässer, Maschinenteile, Lichtquellen oder über den Köpfen der Wachmannschaft montierte Kronleuchter können ebenfalls abgeschossen werden. Das sieht ziemlich cool aus, nimmt dem Spiel aber etwas an Herausforderung! Allgemein ist der Schwierigkeitsgrad nicht übermäßig hoch ausgefallen, selbst auf „realistisch“ lassen sich die Feinde ohne größere Schwierigkeiten erledigen. Natürlich verträgt Sam in diesem Schwierigkeitsgrad kaum mehr als eine gegnerische Kugel, besinnt man sich aber auf die Splinter Cell-Tugenden Schleichen & Lautloses Meucheln ist Conviction fast schon etwas zu leicht geraten. Stealth-Veteranen sind möglicherweise unterfordert, Hobby-Rambos gewinnen auf der anderen Seite aber auch kaum einen Blumentopf! Sam steckt - wie erwähnt - nicht viele Treffer ein und zieht bei offenen Schusswechseln mit mehreren Kontrahenten meist den Kürzeren.
Die Gegner-KI geht in Ordnung, kann sich aber nicht mehr mit den beinharten Wach-Soldaten früheren Splinter Cell-Titel messen. Hier heißt es eindeutig Masse statt Klasse, während Sam in seinen früheren Abenteuern meist nur verhältnismäßig wenig Feind-Kontakt hatte wimmelt es in Conviction nur so vor Widersachern. Wie gewohnt patrouillieren sie fleißig vor sich hin, bewachen irgendwas oder sind emsig mit der Suche nach Mr. Fisher beschäftigt. Ihre Aufmerksamkeit lässt dabei aber ein bisschen zu wünschen übrig! Vor allem das Gehör der Söldner scheint nicht sonderlich gut ausgeprägt zu sein und Sam kann sich einen Geräuschpegel erlauben der bei seinen vergangenen Aufträgen zweifellos tödlich geendet hätte. Dieser Umstand nagt zwar ein wenig an der Glaubwürdigkeit, beugt aber immerhin Frustmomenten vor, die quasi nicht mehr vorhanden sind. Nichts desto trotz sind die Feinde stets wachsam und reagieren entsprechend empfindlich auf Schüsse, den Tod eines Kollegen oder das Finden eines leblosen Körpers.
Vor allem Letzteres ist ärgerlich da Splinter Cell: Conviction unverständlicherweise keine Möglichkeit mehr bietet die Körper erledigter Gegner zu verstecken und es somit nur eine Frage der Zeit ist bis man ungewollte Aufmerksamkeit erregt. Speziell Spieler die gern „perfekt“ spielen möchten - Splinter Cell-Kenner wissen was ich meine - könnte das unter Umständen abschrecken. Aus Sam selbst ist übrigens ein verdammt harter Knochen geworden was man nicht zuletzt am Umgang mit seinen Kontrahenten erkennt. Speziell die Nahkampfangriffe sind ziemlich erbarmungslos ausgefallen und Aktionen die Feinde einfach nur außer Gefecht setzen, gibt es nicht mehr. Wenn, dann richtig! Sam bricht haufenweise Knochen, setzt zur Sicherheit gerne noch den ein oder anderen Schuss aus der Pistole nach, nimmt seine Kontrahenten als menschlichen Schutzschild, schleudert sie durch Fenster und Türen, wirft sie über Brüstungen hinab oder springt ihnen von oben ins Genick. Die Attacken tun schon beim bloßen Anblick weh und sind, Mr. Fishers fundierten Kraf Maga-Kenntnissen sei Dank, äußerst sehenswert ausgefallen.
Noch eine Spur härter geht es bei den immer wieder auftretenden Verhören zur Sache! Dabei besteht das simple Ziel darin einem Informanten Auskünfte zu entlocken, die Sam für seine Missionen benötigt. Wie zu erwarten war läuft das Frage- und Antwort Spielchen nicht einmal ansatzweise auf die feine englische Art ab… Ihr erinnert euch an eine der ersten Szenen in James Bond: Casino Royale?! Ähnlich prügelt Mr. Fisher seinen „Informanten“ durch eine Toilette und geht dabei recht brutal vor. Der arme Tropf wird im Raum herumgeworfen, sein Kopf macht unliebsame Bekanntschaft mit der Keramik und früher oder später haben wir auch die letzte Info aus ihm herausgequetscht. Was kommt wenn Sam dann keine Verwendung mehr für seine Kontaktpersonen hat könnt ihr euch sicher denken! Im Laufe der Kampagne kommt es zu mehreren Verhören die alle nach dem gleichen Muster ablaufen, als Spieler können wir an diesen „Unterhaltungen“ teilnehmen indem wir entscheiden mit welchem Einrichtungsgegenstand unser Gegenüber gleich Bekanntschaft machen wird. Zu diesem Zweck finden sich in der näheren Umgebung immer Tischkanten, Fenster, Wandschränke oder sogar ein Klavier gegen das die Birne des Informanten gedonnert werden kann um seine grauen Zellen anzuregen.
Die Verhöre dienen als Übergänge zwischen den einzelnen Missionen und werden geschickt dazu genutzt um eventuelle Ladezeiten zu kaschieren. Auch das Missionsbriefing, Ingame-Informationen oder Flashback-Videos werden auf eine neuartige Weise vermittelt. Anstatt ein schnödes Menü aufzurufen in dem Missionsziele und Vorgehensweisen aufgelistet sind werden uns alle relevanten Informationen direkt auf den Bildschirm, genauer gesagt an Wände, Decke oder Boden des jeweiligen Spielabschnitts projeziert. In den ersten Spielminuten wirkt das zwar noch ungewohnt, nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber daran und weiß dieses Feature sogar zu schätzen. Einen Großteil der Anzeigen hätte man sich allerdings auch sparen können, bei Texten wie „Rohr hochklettern“ fühlt man sich als Spieler dann doch ein wenig zu sehr an die Hand genommen. So ist zwar zu jedem Zeitpunkt unmissverständlich klar was zu tun ist, eigener Verstand oder Kombinationsgabe sind allerdings kaum noch gefragt!
Eins muss man Splinter Cell: Conviction aber definitiv zu Gute halten, es wird niemals langweilig und obwohl Infiltration und Informationsbeschaffung immer noch an vorderster Stelle stehen treten in keinem der abwechslungsreichen Aufträge Ermüdungs-Erscheinungen auf. Das Missionsdesign ist vielfältig ausgefallen und führt uns von Malta bis tief ins Herz der amerikanischen Regierung, nach Washington. Sogar ein kurzer Ausflug in den Golfkrieg - ohne zu viel verraten zu wollen - und eine spektakuläre Verfolgungsjagd sind mit von der Partie. Die Zeiten in denen wir mutterseelenallein durch dunkle Industriekomplexe huschten sind endgültig vorbei, des Öfteren finden wir uns - auch tagsüber - im zivilen Leben und inmitten größerer Menschenansammlungen wieder. Seien es das Nachtleben Maltas oder der Besuch eines Jahrmarkts und einiger Touristen-Attraktionen in Washington - Mr. Fisher hat vielfältige Interessen entwickelt!
In den einzelnen Spielabschnitten bekommen wir es nicht nur mit Söldnern und Terroristen, sondern auch mit gut ausgebildeten Agenten und Sicherheitskräften zu tun. Damit wir den bösen Jungs auch immer einen Schritt voraus sind verfügen wir natürlich über einige Spy-Gadgets. Dank Spiegel oder Schwanenhalskamera ist der bequeme Blick in den Nebenraum kein Problem, EMP-Granaten sorgen dafür störende Lichtquellen im Umkreis auszuschalten und die Wachmannschaft zu verwirren und mit der Sonar-Brille, die das bekannte Nachtsichtgerät ersetzt, können wir Feinde nun sogar durch Wände erkennen. Für einen besseren Überblick sorgen zu guter Letzt noch Haftkameras mit integrierter Sprengladung und Lock-Funktion die neugierige Gegner auf Knopfdruck in die Luft jagen.Als Belohnung für Stealthkills, gezielte Headshots und andere stylishe Aktionen hagelt es Punkte die in Waffenupgrades investiert werden dürfen. Um unsere Kanonen mit mehr Munition zu versorgen, durchschlagskräftiger und präziser zu machen oder mit weiteren Execute-Markern aufzurüsten eignen sich aber auch die ins Spiel integrierten P.E.C-Herausforderungen. Schaffen wir es beispielsweise einen Abschnitt zu durchqueren ohne entdeckt zu werden oder gar ohne jemanden zu töten gibt es dafür ebenfalls eine satte Ladung Punkte. Abseits der Solo-Kampagne bekommen wir eine eigene Koop-Kampagne und einen umfangreichen Multiplayer-Modus spendiert die sowohl offline im vertikalen Splitscreen, als auch online und auf Wunsch sogar solo spielbar sind. Die Koop-Kampagne verfolgt eine eigene Storyline, ist als Prequel zu den Ereignissen in Splinter Cell: Conviction ausgelegt und lässt uns in die Rolle der beiden Agenten Archer und Kestrel schlüpfen. Der Auftrag besteht darin vier gestohlene russische EMP-Sprengköpfe wiederzubeschaffen bevor Selbige in die falschen Hände fallen und die Welt ins Unheil stürzen. Während Archer als Third Echelon-Agent die amerikanische Hälfte des Teams vertritt ist Kestrel für die russische Schwester-Organisation Voron tätig. Um die insgesamt vier gefährlichen Missionen tief im Herzen Russlands erfolgreich abzuschließen heißt es zusammenarbeiten, Archer und Kestrel ergänzen sich ausgezeichnet und sind im Team nahezu unschlagbar.
Während einer die Gegner ablenkt kann ihnen der andere in den Rücken fallen und auch bei brenzligen Situationen wie etwa dem Befreien des Partners aus einem todbringenden Würgegriff oder dem Wiederbeleben mittels Defibrillator ist Teamwork angesagt! Der Koop-Modus ist eine hervorragende Ergänzung zur Solo-Kampagne und macht im Duo einfach ordentlich Laune! Eine gemeinsame Taktik auszutüfteln, Gegner in die Irre zu führen und das Mark & Execute-Feature kollektiv einzusetzen sorgen für gut vier weitere Stunden beste Unterhaltung. Zusätzlich wurden auch noch einige Nebenmissionen integriert die auf sechs abwechslungsreichen und recht weitläufigen Karten spielbar sind. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Missionstypen, die entweder allein oder mit einem Partner in Angriff genommen werden dürfen.Im Modus Jäger geht es darum alle Wachleute im jeweiligen Abschnitt auszuschalten, wie das von Statten geht bleibt dem Spieler natürlich selbst überlassen. Infiltration gestaltet sich ähnlich, allerdings darf man in diesem Modus „bei der Arbeit“ nicht entdeckt werden. Im Letzten Gefecht werden die auf der Karte platzierten EMP-Bomben so lang wie möglich gegen immer wieder anrollende Feindwellen verteidigt und das Duell lässt uns gegen den eigenen Partner zu Felde ziehen. Letzterer Spielmodus ist natürlich nur zu zweit möglich, Ziel ist es den Kontrahenten zu orten und auszuschalten! Damit das Ganze nicht zu einfach wird tummeln sich natürlich auch KI-Gegner auf der Karte die mit etwas Geschick auch gegen den Feind eingesetzt werden können. Für die Nebenmissionen können sowohl Outfits als auch Waffen, Zeitlimit und Schwierigkeitsgrad bestimmt werden was diese Spielmodi nicht weniger interessant macht als die Koop-Story oder die eigentliche Solo-Kampagne. Kommen wir zur Technik! Das erste Splinter Cell für die Xbox setzte damals noch grafische Maßstäbe, Conviction sorgt heute - über sieben Jahre später - zwar nicht mehr für einen vergleichbaren Wow-Effekt, sieht aber dennoch Klasse aus! Sams flüssige Animationen gehören mit zum Besten was die aktuelle Konsolen-Generation hergibt und das Design der Spielwelt ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.
Jeder der elf Solo-Abschnitte ist individuell gestaltet, sorgt dank diverser Skript-Sequenzen für die ein oder andere Überraschung und bietet viel optische Abwechslung. Seien es eine schwer bewachte Villa auf Malta, ein Militärflugplatz, eine irakische Wüstenstadt, das Third Echelon Hauptquartier, der erwähnte Vergnügungsmarkt oder einige bekannte Wahrzeichen Washingtons. Auch wirken die meisten Bereiche weit weniger steril als in früheren Splinter Cell-Teilen. Hübsch animierte Passanten schlendern durch die Straßen, sitzen in Cafe´s, unterhalten sich und reagieren panisch wenn plötzlich eine Waffe gezückt wird – sehr schön! Auch die Effekte und optischen Spielereien wie die erwähnten Wand-Projektionen oder der Farb-Wechsel beim Übergang von Licht in Schatten passen stilistisch sehr gut zum Spiel und verpassen Splinter Cell: Conviction einen ziemlich modernen Look. An Mimik und Gestik der Spiel-Charaktere gibt es, abgesehen von der nicht optimalen Lippensynchronität in der deutschen Version, ebenfalls nichts auszusetzen.Einige schwächelnde Texturen - vor allem im Splitscreen, leichtes Tearing und sporadische Fehler in der Kollissionsabfrage lassen sich zwar kaum leugnen, im Hinblick auf die bombastische Inszenierung sind das aber nur Peanuts die nicht weiter ins Gewicht fallen. Ubisofts Soundabteilung hat nicht minder gute Arbeit geleistet und präsentiert uns knackige Waffensounds und treibende Beats die in ruhigeren Momenten von gemächlicheren Klängen abgelöst werden. Die Klangkulisse an öffentlichen Plätzen ist genauso gelungen wie die professionelle Sprachausgabe und die hiesige Synchronisation steht dem zusätzlich enthaltenen englischen Original-Ton in nichts nach. Lediglich die Sprüche einiger KI-Kameraden wiederholen sich mit der Zeit einen Tick zu häufig. Was Präsentation und Atmosphäre angeht kann Splinter Cell: Conviction dennoch auf ganzer Linie überzeugen! Sams brachiale Manöver und das kaltblütige Vorgehen des ehemaligen Top-Agenten mögen zwar nicht jedermanns Sache sein, das rote USK18-Logo prangt aber ja auch nicht umsonst auf dem Spiele-Cover.
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25.06.2011 19:27:24 von knacht:
Habe es gestern auch angefangen und wie die meisten bin ich extrem positiv überrascht. Die alten 3 fand ich zwar schon immer nett, kann mich aber für das Stealth Genre überhaupt nicht begeistern.
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16.02.2011 19:07:52 von Fauthog:
Schade, dass nichts aus dem Ursprünglichen Splinter Cell: Conviction geworden ist. Nach der ersten Ankündigung und dann den ersten Bilder habe ich mich riesig auf den Titel gefreut und wurde einer meiner Must-Haves. Nachdem aber bekannt geworden ist, dass sich das grundlegende Gameplay ändern...
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16.02.2011 18:47:01 von bucho:
Ich zocke es gerade und bin auch absolut begeistert! Der neue Sam gefällt und frischt den neuen Teil durch einige Elemente auf. Vor allem der Coop-Mode gefällt mir außerordentlich gut Kurz: mich begeistert das neue Splinter Cell und der letzte Teil,den ich gezockt hatte,war immerhin Pandora...
Ganz ehrlich, ich mag den neuen Sam! Klar, ich fand auch den alten Sam Klasse, aber dieser erstaunlich frisch wirkende Badass-Fisher ist dann doch noch etwas mehr meine Kragenweite. Conviction macht vieles anders, angefangen beim wesentlich erhöhten Action-Faktor und der enorm gesteigerten Spielgeschwindigkeit über haufenweise neue Gameplay-Features bis hin zur Entfernung vom Hardcore-Geschleiche der Vorgänger. Dynamischere Schießereien, mehr Gegner und die Entscheidung ob wir leise und bedacht agieren oder stattdessen lieber mit brachialer Waffengewalt vorgehen bleibt größtenteils den eigenen Vorlieben überlassen.
Splinter Cell: Conviction vermittelt schon fast den Eindruck eines interaktiven Agententhrillers, Steuerung und Gameplay weisen viele Automatismen auf die extrem stylishe Aktionen auf den Bildschirm zaubern, andererseits aber auch dafür sorgen dass man sich als erfahrener Spieler schnell unterfordert fühlt. Und das ist auch das größte Problem des Titels! Zu oft werden wir an die Hand genommen, zu einfach ist es die Gegner-KI hinters Licht zu führen und entscheidet man sich - als geübter Splinter Cell-Veteran - für den Weg des geringsten Widerstands, also das Schleichen, wird Conviction selbst auf „realistisch“ fast schon zum Spaziergang. Dafür bekommen wir eine abwechslungsreiche, wenn auch etwas kurz geratene Solo-Kampagne, einen tollen Koop-Multiplayer-Modus, einen coolen Helden und viel fürs Auge spendiert.
Wer volljährig ist, auf kurzweiliges Action-Kino steht und den Mut hat es mit dem neuen „Aufs Maul“-Sam zu versuchen wird keineswegs enttäuscht. Reine Stealth-Fans sind bei Kollege Solid Snake oder dem „alten Sam“ aber deutlich besser aufgehoben!
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