Genre: Action-Adventure
Spieleranzahl: 1 - 2
Regionalcode: PAL
Auflösung / Hertz: 50 / 60 Hz
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit: 10. Oktober 2008
Vermarkter: -

Wertung

7.9

Userwertung

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Nach Indiana-Jones und Star Wars ist Batman nun die dritte wichtige Film Franchise, der die Jungs von Traveller's Tales sich annehmen und ins Lego Universum pressen. Doch anders als bei den beiden Vorgängern fällt der Gedanke der Umsetzung nicht ganz leicht, was vor allem an der eher düsteren und morbiden Atmosphäre der Comicvorlage liegt. Wie wollen die Macher so etwas mit dem Slapstick Humor und der bunten Lego Grafik verbinden, die die Reihe bisher auszeichnet? Und welche Filme/Serien/Comics haben sie überhaupt für ihre Umsetzung gewählt? Finden wir es heraus.
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Um direkt zur Beantwortung der beiden einleitenden Fragen zu kommen, sei gesagt, dass die Macher keinen existierenden Film oder Comic aus dem Batman-Universum als Grundlage für ihr Spiel genommen haben. Diesmal setzen sie voll und ganz auf eine eigens entwickelte Story. Das stellt in all ihrer Konsequenz natürlich erst einmal eine ziemlich enttäuschende Entscheidung dar, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, eine nachvollziehbare und vor allem eine ohne Alternative. Denn wie schon geschrieben hätte eine direkte Umsetzung kaum funktioniert. Stehen die düster gehaltenen Filme und Comics doch im direkten Gegensatz zu den mit Slapstick und bunten Legosteinen vollgestopften Spielen. Dies bedeutet aber leider auch, dass man keine bekannten und lieb gewonnenen Szenen mehr nachspielen kann und somit auf den damit verbundenen Wiedererkunnungswert und Atmosphärebonus verzichten muss, von denen die Vorgänger in einem nicht geringen Maße noch profitiert haben.

Lego-Batman-2.jpgEin ernstzunehmender und ärgerlicher Verlust, nicht nur für den Spieler, sondern auch für das Spiel. Das Ganze wäre dabei vom Grunde noch nicht einmal so tragisch, hätten die Macher ihre neu gewonnene Freiheit genutzt und eine halbwegs ernstzunehmende und passende Ersatzstory auf die Beine gestellt. Aber leider waren sie alles, nur nicht kreativ und so beruhen alle folgende Ereignisse auf dem einfachen Umstand, dass die gesamte Schurkenriege von Gotham gemeinsam aus dem Arkham Asylum geflohen ist und es sich daraufhin nicht nehmen lässt, Chaos in der Stadt zu verbreiten. Spannend und einfallsreich, oder wollt ihr etwas anderes behaupten? Ansonsten besteht die Story mitsamt ihrer Vielzahl von Sequenzen meist einfach nur aus sinnlos zusammengeschusterten Slapstick-Szenen, die alleine durch das Auftreten der bekannten Figuren an die Vorlage erinnert. Wobei das jetzt nicht bedeuten soll, dass es überhaupt nicht funktioniert, denn der typische Humor kommt immer noch durch und genauso die sympathische Darstellung des Ganzen, aber vollends zufriedenstellend ist das nicht.

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Beim eigentlichen Gameplay hat sich hingegen relativ wenig getan, so wenig, dass ich mir eine neuerliche Erklärung fast sparen könnte. Aber vielleicht gibt es ja da draußen noch jemanden, der noch keinen der Lego-Titel gespielt hat und genau für den mache ich mir jetzt die Mühe und werde in gebührlicher Ausführlichkeit noch einmal darauf eingehen. Wobei ich mit einigen nackten Zahlen beginnen möchte: So bietet uns das Spiel insgesamt 30 Level, die sich jeweils zu fairen Anteilen auf sechs Kapitel verteilen. Der geneigte Kenner der Reihe wird jetzt wohl aufhorchen, sechs Kapitel, nicht wie bisher drei? Ja, ihr habt richtig gelesen, diesmal gibt es doppelt so viele, wobei das durch den einfachen Umstand erklärbar ist, dass es diesmal nicht nur eine Heldenkampagne gibt, sondern auch eine für die Schurken bereit steht.

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Aber egal auf welche Spuren man sich begibt, man sieht sich immer mit einer unumstößlichen Tatsache konfrontiert, nämlich dass man immer zu zweit unterwegs ist. Egal ob sich ein menschlicher Mitspieler am Spiel beteiligt oder nicht. Im Zweifelsfall übernimmt nämlich einfach die KI die zweite Figur. Aber keine Angst, man ist selbiger zum Glück nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert. So kann man jederzeit per Knopfdruck die aktuell kontrollierbare Figur wechseln und somit dem Zugriff der seelenlosen KI entziehen. Oder sagen wir lieber, man "muss", denn jede der Figuren hat neben schlagen, springen, laufen und bauen noch mindestens eine weitere Spezialfähigkeit, die ihn von der Mehrzahl der anderen Figuren unterscheidet und deren sinnvoller Einsatz alleine dem Spieler obliegt.


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Wobei Batman und Robin hierbei als Helden- und Hauptfiguren von ihrem Sonderstatus in einem nicht geringem Umfang profitieren. So verfügen beide nicht nur zusätzlich über einen Enterhaken und einen Batarang, mit denen sie zu ansonsten unerreichbare Gegenden gelangen und Gegenstände zerstören können, sondern darüber hinaus noch über jeweils vier Spezialanzüge. Jeder dieser Anzüge erhöht ihre Möglichkeiten um je eine weitere Fähigkeit. So kann Batman mit dem entsprechenden Anzug durch die Lüfte gleiten, Scheiben zerspringen lassen, Bomben legen oder durch glühende Lava laufen. Während Robin auf vorbereiteten Bahnen auch senkrecht laufen, sich unter Wasser fortbewegen, Maschinen bedienen und spezielle Legosteine ansaugen und verwenden kann. Alles immer unter der Voraussetzung, dass der entsprechende Anzug angelegt ist. Aber auch wenn die beiden Helden ohne Frage bevorzugt wurden, können die Schurken sich nicht wirklich beklagen, wurden doch auch sie mit speziellen Fähigkeiten bedacht. So können einige von ihnen mit Gedankenkontrolle anderen Figuren ihren Willen aufzwingen, Doppelsprünge vollführen oder schwere Gegenstände aus dem Weg räumen.

Lego-Batman-5.jpgJeder Level ist auf die zwei jeweils vorgegebenen Figuren abgestimmt und auf den ersten Blick streng linear aufgebaut. Innerhalb dieser stellen weder die zahlreichen Gegner ein ernsthaftes Problem dar, noch die kleineren 'Rätsel', welche sich darin in einer leicht erhöhten Anzahl aufhalten, da selbige ihre Lösung meist schon auf den ersten Blick offenbaren und auch um keine Wiederholung verlegen sind. Aber wahrscheinlich liegt genau in dieser Unkompliziertheit in gewisser Weise der Reiz des Spieles. Gehirn ausschalten und Spaß haben und genau das funktioniert immer noch tadellos, vor allem durch die dankbare und wertvolle Unterstützung der schon angesprochenen ungemein sympathischen Aufmachung. Diesen Eindruck verstärkt auch der Umstand, dass es praktisch unmöglich ist zu sterben, zumindest dauerhaft. Denn wenn tatsächlich die Energie einmal zur Neige gehen sollte, ist die einzige halbwegs dauerhafte Konsequenz der Verlust einiger gesammelter Legosteine.

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Dem ein oder anderen aufmerksamen Leser ist sicherlich die auffällige und einschränkende Formulieren 'auf den ersten Blick' im voran gegangenen Absatz nicht entgangen. Weshalb ich an dieser Stelle auch nicht umhinkomme, auf dessen Bedeutung näher einzugehen. So bieten die Level nämlich ungemein mehr, als sie auf den ersten Blick versprechen. Zumindest wenn man den Ehrgeiz verspürt, alle darin versteckten Gegenstände und Abschnitte zu finden und zu erforschen. So gibt es in jedem Level nicht nur einen roten Power-Stein zum Einsammeln, mit dem sich jeweils ein Extra oder Upgrade freischalten lässt, sondern auch je 10 Lego-Kanister, deren Aufenthaltsort es zu finden und erreichen gilt. Wobei man sich im ersten Durchlauf den Versuch sparen kann und sollte, selbige komplett einsammeln zu wollen, da einem zu diesem Zeitpunkt einfach noch die dafür benötigten Fähigkeiten respektive Figuren fehlen. Selbige schaltet man nämlich erst nach und nach beim Durchqueren der einzelnen Missionen und Kapitel frei.

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Ist man dann irgendwann im späteren Spielverlauf mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet, nutzt man zum erneuten Durchqueren am besten den Freispielmodus, der jeweils nach dem einmaligen Durchspielen eines Levels freigeschaltet wird. Innerhalb diesem kann man nämlich nicht nur die zwei Hauptfiguren frei wählen, sondern bekommt auch einige weitere Figuren mit einem guten Querschnitt der sonstigen Fertigkeiten zur Seite gestellt, so dass einer erfolgreichen Schatzsuche nichts mehr im Wege steht.

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Leider kann ich das vom Ende meines kleinen Tests nicht behaupten, so gibt es noch zwei Dinge, auf die ich vorher noch kurz eingehen will oder sagen wir lieber muss. Zum Einen wäre dass das ungemein uninspirierte und langweilige Kampfsystem, das von einem einzig und allein erwartet, dass man in regelmäßigen Abständen gelangweilt auf den Schlag-Button drückt. Dies war schon immer der größte Schwachpunkt der Reihe und da macht auch der aktuelle Titel leider keine Ausnahme. Das zweite Ärgernis ist das komplette Fehlen eines Onlinepartes, ja ihr habt richtig gelesen, das Spiel unterstützt in keinster Weise Xbox Live. Die einzige Möglichkeit in den Genuss eines Mulitplayer zu kommen, ist ein zweites Pad an der gleichen Konsole, wobei der zweite Spieler zu jedem Zeitpunkt in ein laufendes Spiel einsteigen kann.

Carsten meint:

Carsten

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Nein, mit Batman hat das Ganze bis auf die verwendeten Figuren nicht viel gemeinsam und auch das Kampfsystem ist wie in den vorangegangenen Teilen immer noch ein Witz, genauso der fehlende Online Modus. Trotzdem empfindet man während des Spielens ein nicht zu verachtendes Maß an Spielspaß, was sowohl am abwechslungsreichen und unkompliziertem Gamplay, als auch am ungemein sympathischen Slapstick Humor liegt.

Positiv

  • Genialer und sympathischer Slapstick Humor
  • Einfaches und spaßiges Gameplay
  • Offline Coop-Modus

Negativ

  • Keine ernstzunehmende Story
  • Langweiliges Kampfsystem
  • Kein Online Modus
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