| Genre: | Action-Adventure |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 720p |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 21. Oktober 2011 |
| Vermarkter: | Warner Bros. |
Wertung |
Als 2009 Batman: Arkham Asylum in den Handel kam, verkaufte es sich wie warme Semmeln. Das Spiel erhielt Bestnoten und wurde in den Himmel gelobt. Und auf Grund dieses Erfolges konnte man vorausahnen, dass es eine Fortsetzung geben würde. Doch wie sollte man dieses Spiel noch toppen?
Einen ersten Hinweis gab es am 13. Dezember 2009. Rocksteady veröffentlichte einen Teaser, der ein Arkham Asylum zeigte, das jetzt eine Stadt war. Der Appetizer endete mit den Worten "Arkham has moved". Bloß was bedeutete das? Analysen des kurzen Filmchens brachten Andeutungen zu Tage, dass der eine oder andere bekannte Batman-Feind in dem Nachfolger seinen Auftritt haben würde.
Und je weiter die Zeit fortschritt, desto mehr Infos kamen unter das Volk. Joker und Harley sollten natürlich erneut ein Teil des Spiels sein. Doch die Funktion des Hauptfeindes nahm dieses Mal Hugo Strange ein. Er ist einer der ältesten Gegner des Dunklen Ritters. Seinen ersten Auftritt hatte er in Detective Comics #36, welches im Februar 1940 erschien. Damit debütierte er noch vor so namenhaften Figuren wie beispielsweise Catwoman. Am Ende stand fest, dass der Name der Fortsetzung Arkham City lautete. Und Mark Hamill, die Stimme des Clown-Prince of Crime in allen medialen Darstellungen außerhalb der Realverfilmungen, verkündete, dass dies das letzte Mal sei, wo er den Charakter sprechen würde.
Schon die ersten Minuten machen klar, dass dieses Spiel Arkham Asylum in den Schatten stellt. Ein Jahr verging und Quincy Sharpe, der ehemalige Leiter der Irrenanstalt, ist zum Bürgermeister gewählt worden. Er ließ einen Teil von Gotham abtrennen und dort alle Kriminellen aussetzen. Gleichzeitig errichtete er jedoch ein Terror-Regime und sorgte dafür, dass unliebsame Personen nach Arkham City gebracht wurden. Darunter auch Bruce Wayne, besser bekannt als Batman. Doch gehörte dies zum Plan des dunklen Ritters. Denn er wollte herausfinden, wer in Wahrheit hinter dem Vorhaben des Stadtleiters steckte. Es ist Hugo Strange, der dem Milliardär klar macht, dass er von seinem Alter Ego weiß. Dieser verrückte Psychiater will etwas mit dem Namen "Protokoll 10" aktivieren. Und während der Detektiv in Arkham City nach den Hintergründen forschte, startet Strange einen Countdown, an dessen Ende der Plan aktiv werden soll. Derweil stößt Batman auf die Spur des Jokers. Dieser liegt im Sterben, da das Titan, welches er sich bei den Ereignissen damals injizierte, sein Blut zersetzt. Der Irre schafft es, seinen Erzfeind ebenfalls zu infizieren, so dass jener jetzt auch zusätzlich nach einem Heilmittel suchen muss. Und so steht er unter enormen Zeitdruck.
Bereits die ersten Minuten machen klar, dass die neue Umgebung Arkham Asylum deutlich übertrifft. Vorbei die Zeiten, wo man sich in engen Gängen und abgegrenzten Arealen bewegte. Arkham City setzt nun ebenfalls auf die aus der GTA bekannte „Open World“, wodurch jedes Gebiet zugänglich ist. Man kann sich frei in der Metropole bewegen und so beispielsweise von dem GCPD-Gebäude, über das Museum hin zur Iceberg-Lounge unterwegs sein. Und das ohne, dass es zu Ladezeiten auf Grund eines Umgebungswechsels kommt.
Die Stadt ist bevölkert von Kriminellen aller Art, die sich zu verschiedenen Gangs gruppierten. Einige arbeiten für den Joker, andere für Two-Face und eine dritte Fraktion für den Pinguin. Hubschrauber der für die Sicherheit verantwortlichen Tyger-Einheiten patrouillieren den Luftraum. Und während sich Batman durch die Straßen bewegt, kann er Gespräche belauschen, die jede Menge Atmosphäre erzeugen. Die Insassen beklagen sich über mangelndes Essen, die Pläne ihrer Bosse oder drangsalieren die politischen Gefangenen. Arkham City lebt!
In Sachen Spielweise hat man die freie Wahl: Kümmert man sich erst um die Hauptmission, oder schweift man ab und erledigt diverse Nebenaufträge? Egal wofür man sich entscheidet, man sollte eine gute Portion Sitzfleisch besitzen. Denn bis man das Finale erreicht vergeht einiges an Zeit. In meinem Fall dauerte es bis zu zwölf Stunden, bis ich den Abspann über den Bildschirm flimmern sah. Und selbst danach hatte ich noch mehr als genug Seitenmissionen zu erledigen.
Genau wie bei Arkham Asylum gibt es in Arkham City viel zu entdecken und zu bewältigen. Die Macher ließen es sich nicht nehmen, neben den bereits bekannten Riddler-Aufgaben, zusätzlich zahlreiche andere Nebenmissionen einzubauen. Diese sind, wie das Spiel insgesamt auch, sehr abwechslungsreich geworden. So kann man beispielsweise nach der Frau von Mr. Freeze suchen, einen Attentäter aufspüren, oder Bane helfen über die Stadt verstreute Titan-Behälter zu vernichten.
Dabei ist das Spiel äußerst spannend geworden. Die Hauptgeschichte zum Beispiel überzeugt durch zahlreiche Wendungen, so dass man sich nur schwer vom Pad trennen kann, um auch am normalen Leben teilzunehmen. Man will einfach wissen, wie es mit der Geschichte weitergeht. Und dies zeigt, dass sie aus der Feder eines Kenners und Meisters stammt. Paul Dini, der ebenfalls die Story des Vorgängers schrieb, sorgt erneut für eine geniale Erzählung.
Das Kampfsystem beließen die Entwickler überwiegend unmodifiziert. Nur kleine Details, vor allem bei den Gegnern, änderten sie. Im Nahkampf setzt ihr immer noch auf den Freeflow-Combat, sowie die diversen Kürzel für die zahlreichen Gadgets. Auf Wunsch zeigt euch das Spiel hier an, welche Knöpfe ihr drücken müsst, um einen zum Beispiel eine Schnell-Batclaw abzufeuern. Diese Option lässt sich aber auch ausschalten, falls sie einem auf die Nerven geht. Vorrangig kämpft Batman gegen unbewaffnete, harmlose Gegenspieler. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto abwechslungsreicher werden die Feindtypen. Messerschwingende Gangster oder mit einer Rüstung versehene Gauner erfordern eine bestimmte Strategie, um sie zu besiegen.
Das Highlight ist aber immer noch das Predator-Szenario. Batman muss in einem abgeschlossenen Raum alle Antagonisten ausschalten, und zwar möglichst ohne entdeckt zu werden. Zu sehen, wie diese Gegenspieler in Panik geraten, macht einen Heidenspaß! Dabei entwickelten die Entwickler diese Herausforderungen im Vergleich zum Vorgänger logisch weiter. Die Feinde agieren jetzt wesentlich klüger. Wenn sie entdecken, dass der Detektiv sich hauptsächlich auf Wasserspeiern bewegt, zerschießen sie diese Gargoyles. Sie platzieren Minen, die bei Annäherung explodieren, und tragen Nachtsichtgeräte, mit denen sie den Dunklen Ritter aufspüren können. Oder einer von ihnen trägt einen Störsender, mit dem er die Detektivsicht unbrauchbar macht. Und so ist auch hier strategisches Denken gefragt.
Wie abwechslungsreich Arkham City ist, beschreibt am besten die Anzahl an unterschiedlichen Endbossen, denen ihr im Laufe des Spiels begegnet. Richtiggehend inflationär bedienten sich die Entwickler im reichhaltigen Fundus der Comic-Vergangenheit Batmans. Das hat allerdings zur Folge, dass manche Figuren, wie beispielsweise Two-Face oder der Mad Hatter, nur kurz auftauchen, nur ansatzweise charakterisiert werden und schließlich schnell aus dem Spiel verschwinden. Doch der Kampf gegen diese Gegner lässt es einen verschmerzen. Denn nicht jede Feindbegegnung läuft nach demselben Prinzip ab. Mein Favorit ist der Versuch, Mr. Freeze auszuschalten. Weil hier Köpfchen gefragt ist. Man verfügt zwar über verschiedene Methoden ihm Schaden zuzufügen, nur kann man sie nur je einmal anwenden.
Wer das Spiel regulär im Handel kauft, erlangt Zugang zum Catwoman-DLC. Gothams charmanteste Diebin steht mit vier eigenen Missionen parat. Diese Kapitel finden parallel zur Haupthandlung statt und können separat angewählt werden, falls man sie nochmal zocken will. Ansonsten sind diese Spielabschnitte nämlich in die Hauptgeschichte eingestreut, wo sie gewisse Szenen deutlich erweitern. Die Ganovin erspielt erfreulich anders als Batman, auch wenn sie über ein extrem tiefes Dekolleté verfügt und insgesamt sehr sexy dargestellt wird.
Hat man das Spiel mit allen Haupt- und Nebenmissionen durch, erwarten einen noch besondere Herausforderungen. Diverse Karten, die man freispielt, testen den Freeflow- und den Predator-Meister in einem. Der jeweilige Highscore kann hochgeladen werden. Des Weiteren schaltet das erste Mal durchspielen den Spielmodus "Plus" frei, der über einen höheren Schwierigkeitsgrad verfügt.
Grafisch überzeugt Arkham City ohne Zweifel immens. Das Design der verschiedenen Figuren und die große Stadt sorgen dafür, dass man gelegentlich mit offenem Mund da sitzt. Aber auch das Aussehen der Gebäude von innen sieht wunderbar aus. So läuft man in dem Museum von Gotham durch eine besondere Ausstellung, die der Pinguin selber zusammenstellte. Zu sehen sind alle, die ihn unterschätzen. Leider schafften die Entwickler es nicht geschafft, graphische Nachlader und Clipping-Fehler zu eliminieren. Wenn beispielsweise zwei bewaffnete Gangster ihre Waffen sich gegenseitig mittendurch ihre Körper halten können, wirkt dies unschön.
Auch musikalisch überzeugt das Spiel auf der ganzen Linie. Der Soundtrack ist orchestral phänomenal. Immer wieder bleibt man in ruhigen Momenten stehen, nur um der grandiosen Musik zuzuhören. Und die deutschen Synchrosprecher agieren souverän. Nicht nur liefern sie eine tolle Leistung ab, sie reichern ihre Dialoge mit einen schönem, trockenen Humor an. So verbessert zu Beginn der Geschichte Bruce Wayne die Reporterin Vicki Vale, dass er Milliardär sei und nicht Millionär. Letztere seien out. Trotzdem wünsche ich mir, dass es bald eine Möglichkeit gibt, die Original Sprachausgabe auszuwählen. Denn Mark Hamills finale Joker-Arbeit sollte man sich doch anhören können.
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24.05.2012 16:21:20 von Mistercinema:
Warner Bros. Interactive Entertainment und DC Entertainment veröffentlichen heute im Vorfeld der im September für Xbox 360®, Games for Windows und PlayStation®3 erscheinenden Batman: Arkham City Game of the Year Edition einen neuen „Behind the Scenes-Trailer“ mit den englischen...
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24.05.2012 01:06:50 von 108 Sterne:
Aber ist doch eigentlich wurshct, wie mühselig das ist. Ist ja nicht fürs Beenden ds Spiels notwendig. Solange es nur ein Bonus ist darf der auch schwierig erreichbar sein.
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23.05.2012 21:30:38 von Tronpheus:
In Assassins Creed 1 hatte ich die Fahnen schneller. Es ist finde ich noch mühseliger die Trophäen zu sammeln. Demnach wirst du wahrscheinlich gar nicht erst anfangen....
Rocksteady Games haben ein perfektes Spiel genommen und es nochmal verbessert. Arkham City übertrifft seinen Vorgänger Arkham Asylum in jeder Hinsicht. Der Titel wurde größer, umfangreicher und intensiver. Schon allein die Atmosphäre sorgt dafür, dass man so rasch nicht aufhört mit dem Zocken. Das Game ist enorm abwechslungsreich, nicht nur von den Aufgaben her, sondern ebenso von den diversen Figuren, die auftauchen. Klar, man hätte es sich gewünscht, dass einige Gegner mehr zur Geltung kommen. Doch lässt sich dies angesichts der packenden Story verschmerzen. Grafisch ist der Titel phänomenal, auch wenn es immer noch Nachlader und Clipping-Fehler gibt. Dafür ist die Musik umso besser gelungen. Keine Zweifel also, Batman: Arkham City ist ein Must-Have und für mich jetzt schon ein Kandidat für das Spiel des Jahres!
Positiv
Negativ