| Genre: | Action-Adventure |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 14. May 2010 |
| Vermarkter: | Microsoft Game Studios |
Wertung |
Als Erfolgsautor steht Alan Wake unter großem Druck! Seit zwei Jahren bringt er kein Wort mehr zu Papier und leidet unter einer akuten Schreibblockade. Da hilft nur eins, raus aus dem Großstadtdschungel New York City´s, rein in die Natur und einfach die Seele baumeln lassen. Doch statt Inspiration und Entspannung findet Alan im abgeschiedenen Örtchen Bright Falls nur seinen lebendig gewordenen Albtraum. Dabei beginnt der Urlaub in der nordamerikanischen Idylle noch ganz harmlos. Nach der Ankunft in Bright Falls und einem ersten Beschnuppern mit einigen Einheimischen machen sich Alan und seine Frau Alice auf den Weg in ein romantisches Häuschen am See. Doch schon kurze Zeit später hängt der Haussegen gründlich schief! Während Alan einen ruhigen Entspannungsaufenthalt fernab von Stress und Arbeit geplant hat, rechnet Alice fest damit dass ihr Göttergatte endlich genug Inspiration findet um einen neuen Bestseller zu verfassen. Zu allem Überfluss redet Alice auch noch von einem örtlichen Seelen-Doktor der sich auf Künstler mit Schaffenskrise spezialisiert hat. Alan ist davon natürlich alles andere als begeistert und stürmt nach einem kurzen Streit wütend hinaus.
Doch dann… Schreie in der Dunkelheit – Alice! Natürlich rennt Alan sofort zurück zum Haus, doch es ist zu spät. Seine Herzensdame ist verschwunden, die Veranda-Tür steht weit offen und das Wasser des tiefschwarzen Sees ist aufgewühlt. Furchtlos stürzt sich Alan in die Fluten… Einen Kamera-Schnitt später finden wir uns plötzlich - sieben Tage danach - in der Rolle von Mr. Wake am Lenkrad eines verunglückten Wagens wieder, der äußerst ungünstig am Rand einer klaffenden Schlucht „geparkt“ ist. Benommen klettern wir aus dem Wrack und versuchen erst einmal unsere Gedanken zu sammeln. Nach einigen Schritten fällt uns ein Schriftstück ins Auge, das die Verwirrung endgültig perfekt macht.Bei dem Manuskript handelt es sich nämlich um nichts Geringeres als eine Seite aus Alans neuem Buch. Dumm nur, dass wir uns absolut nicht daran erinnern können überhaupt mit einem neuen Werk begonnen zu haben. Was zur Hölle ist hier eigentlich los - und vor allem, wo ist Alice?! Diese Fragen beschäftigen uns über die gesamte Spielzeit hinweg. Um die Antworten darauf zu finden machen wir uns auf die Suche nach Alice und der Herkunft der mysteriösen Manuskript-Seiten, die uns immer wieder in die Hände fallen. Selbige erzählen übrigens nicht irgendeine Geschichte, sie erzählen die Geschichte von Alan Wake…
Soviel zur Einleitung der spannenden, in Episodenform erzählten Story, die auch ohne größere Abwandlungen aus der Feder von Mystery-Altmeister Stephen King stammen könnte. Wie in einer Fernseh-Serie bekommen wir nach jeder der insgesamt sechs Episoden einen kurzen Rückblick spendiert, der die wichtigsten Ereignisse der letzten Folge zusammenfasst. Diese kurzen Filmchen sind nicht nur schön anzusehen, sondern helfen auch dabei der durchdachten, größtenteils in Echtzeit erzählten Geschichte zu folgen. Selbige wird in einer Mischung aus filmreif inszenierten Cut-Scenes, Flash-Backs und dem Inhalt der einzelnen Seiten aus Alans Buch präsentiert. Bright Falls ist alles andere als die verschlafene Kleinstadt, die sie tagsüber vorgibt zu sein und schnell wird klar dass hier irgendetwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Einige der Bewohner des kleinen Örtchens verhalten sich, selbst für so ländliche Gegenden, äußerst merkwürdig und wenn erst einmal die Nacht hereinbricht ist mit der Bevölkerung schon gar nicht gut Kirschen essen.Viele Menschen scheinen von einer dämonischen Finsternis besessen zu sein, welche ihre Körper in ein unheimliches Dunkel hüllt und als mordhungrige Marionetten einsetzt. Auf die ersten albtraumhaften Begegnungen im Wald folgt die kaum überraschende Erkenntnis dass die Polizei Alan ohnehin nicht glaubt. Dem unter Schlafmangel leidenden Schriftsteller bleibt also nichts anderes übrig als eigene Nachforschungen anzustellen, sich selbst auf die Suche nach seiner Frau zu machen und die bizarren Vorkommnisse in Bright Falls zu untersuchen.
Die ineinander übergreifenden Episoden folgen zwar einem strikt linearen Muster, dank Echtzeit-Erzählstruktur, kaum vorhandenen Ladepausen und der oftmals beeindruckenden Weitsicht in den ständig wechselnden Umgebungen fühlt es sich aber fast an, als würden wir uns frei durch Bright Falls und Umgebung bewegen. Dadurch kaschiert Remedy geschickt die Tatsache dass wir im Grunde genommen doch nur stur durch die einzelnen Levels gelotst werden. Es gibt lediglich eine Richtung, alternative Wege oder Entscheidungen sucht man vergebens! Weiter schlimm ist das aber nicht, Alan Wake lebt von seiner dichten Atmosphäre und die würde in einer „offeneren“ Welt einfach zu kurz kommen. Die meisten der Spielabschnitte sind ohnehin recht weitläufig ausgefallen und man fühlt sich zu keinem Zeitpunkt eingeengt oder in ein zu schmales Level-Korsett geschnürt.Das Missionsdesign besteht im Grunde genommen nur darin bestimmte Orte oder Gegenstände zu finden / untersuchen und gegen Besessene zu kämpfen. Hört sich nicht sonderlich innovativ an oder? Ist es eigentlich auch nicht! Die Faszination rührt in erster Linie von der packenden Geschichte und den schlichtweg wunderschönen, sehr abwechslungsreichen Schauplätzen her. So besuchen wir unter anderem ein Holzwerk tief in den Wäldern, einen Nationalpark, eine verlassene Minen-Kolonie, eine abgelegene Radio-Sendestation, eine weitläufige Farm, ein Kraftwerk samt Staudamm, einen Schrottplatz und natürlich Bright Falls selbst.
Dazu gesellen sich ein Kurzausflug in einen typisch amerikanischen Trailerpark, ein nicht ganz freiwilliger Aufenthalt in einem malerisch gelegenen Sanatorium und einige Flashback-Sequenzen aus Alans Vergangenheit. Für Sammelnaturen sind überall in der Spielwelt Kaffe-Thermoskannen und die bereits erwähnten Manuskriptseiten versteckt. Es lohnt sich also definitiv die Umgebung genauer in Augenschein zu nehmen! Auch Vorrats-Kisten mit kostbaren Inhalten wie Blendgranaten, Munition, Batterien, Leuchtfackeln oder Signalpistolen sind über die gesamte Spielwelt verteilt. Wer durch die Levels hetzt und die Umgebung nicht untersucht macht es sich also nur unnötig schwer, Munition ist dann nämlich nicht selten Mangelware und eine unbewaffnete Auseinandersetzung mit den Besessenen endet in 99 % der Fälle mit dem Ingame-Tod. Flucht ist auch nicht immer eine Option, die Angreifer sind verdammt schnell und wenn nicht zufällig eine Lichtquelle in der Nähe ist, wo wir Schutz finden, stehen die Chancen zu entkommen denkbar schlecht. Wie die meisten aktuellen Games setzt auch Alan Wake auf eine regenerative Gesundheitsanzeige, die sich in ruhigen Momenten selbstständig wieder auffüllt. Befinden wir uns zusätzlich im Lichtkegel einer Lampe oder eines Scheinwerfers geht unsere Erholung wesentlich schneller vonstatten. Neben der Health-Anzeige am oberen linken Bildschirmrand befindet sich auch ein kleiner Kompass, der zum nächsten Missionsziel führt.Wie zu erwarten war ist Alan alles andere als eine Kampfmaschine und schon wenige gegnerische Treffer reichen um uns zurück zum letzten, sehr fair verteilten, Checkpoint zu bugsieren. In der Nacht bekommen wir es mit unterschiedlich starken, von der Dunkelheit infizierten Holz- und Minenarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern des Sheriff-Departments, den Angestellten einer psychiatrischen Anstalt und vielen anderen, gefährlichen Bewohnern Bright Falls zu tun. Zwischenzeitlich trachten uns sogar ganze Vogelschwärme und besessene Gegenstände, Maschinen oder Baufahrzeuge - die sogenannten Poltergeister - nach dem Leben.
Herr werden wir der Gegnerschar mit einem übersichtlichen Arsenal an Meinungsverstärkern. Bright Falls ist ein Mekka für Jäger, weshalb es kaum verwunderlich erscheint dass wir des Öfteren auf Revolver, Schrotflinten und Jagdgewehre stoßen die wir natürlich ebenso gern verwenden wie Leuchtpistolen, Blendgranaten oder eine handliche Pumpgun. Die wichtigste „Waffe“ im Spiel ist aber eindeutig die Taschenlampe, die auch als etwas größere Stablampe und später sogar als handlicher Halogen-Strahler verfügbar ist. Während es bei besessenen Maschinen oder Gegenständen meist genügt mit ordentlich Licht draufzuhalten um die Finsternis zu vertreiben, machen es uns die „menschlichen“ Feinde nicht ganz so einfach. Erst nachdem wir ihre dunkle Schutzhülle durch ausreichende Bestrahlung via Taschenlampe oder Scheinwerfer entfernt haben, lohnt sich der eigentliche Angriff.Nur dann werden sie nämlich verwundbar und können mittels einer- oder meist mehrerer Ladungen Blei ins Jenseits befördert werden. Anstelle von Blut-Effekten gibt es dabei ansehnlichen Funkenflug - zweitweise sogar in Slow Motion - zu betrachten, was auch die USK 16-Freigabe von Alan Wake erklärt. Kommt uns ein Besessener zu Nahe haben wir eigentlich nur die Möglichkeit auf Knopfdruck ein - ebenfalls in Zeitlupe zelebriertes - Ausweichmanöver zu starten oder schleunigst eine Leuchtfackel / Blendgranate auf den Boden zu pfeffern.
Nahkampfangriffe gibt es leider nicht, was ich persönlich des Öfteren schmerzlich vermisst habe! Ein Hieb mit der Taschenlampe oder dem Gewehrschaft wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt gewesen, zumal das „auf Abstand“-Halten der oft in Rudeln auftretenden Feinde, vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden, gar nicht so leicht fällt. Um den Besessenen die Finsternis schneller auszutreiben empfiehlt sich die Sekundärfunktion unserer Taschenlampe! Wird der linke Trigger gedrückt verstärkt sich der Strahl für kurze Zeit und verursacht wesentlich mehr Schaden. Ähnlich wie die Health-Energie lädt sich auch diese Funktion selbstständig wieder auf. Allerdings ist oftmals nicht genug Zeit um zu warten bis die Taschenlampe wieder Saft hat, weshalb es sinnvoll ist in kritischen Situationen einfach schnell die Batterien zu wechseln und den treuen Begleiter somit komplett neu aufzuladen.Gesteuert wird die Taschenlampe mit dem rechten Stick, das Selbe gilt auch für die aktuell ausgerüstete Waffe. Ein Zielkreuz gibt es nicht, Alan schießt immer an die Stelle, die der Lichtkegel gerade erhellt. Das Ganze wirkt wie eine etwas vereinfachte Form des Zielsystems der letzten Resident Evil-Spiele und funktioniert tadellos. Da unsere Gegner nicht schießen sondern stattdessen mit Äxten, Messern, Schraubenschlüsseln, Schaufeln oder Metall-Rohren auf uns los gehen haben wir meist genug Zeit um die bösen Buben ins Visier zu nehmen.
Doch auch hier ist Vorsicht geboten, nicht selten fliegen uns Wurfmesser und Beile um die Ohren und auch von der Dunkelheit besessene Gegenstände wie Bänke, Tonnen, Container oder gar ganze Zug-Waggons schleudern wie von Geisterhand geworfen durch die Luft. Schnelles Ausweichen ist hier das Maß aller Dinge! Manchmal lassen sich die auf uns zusausenden Objekte sogar für eigene Zwecke gebrauchen und können mit etwas Geschick in Richtung eines im Weg stehendes Gegner-Grüppchens oder eines vermeintlich fest verschlossenen Tors gesteuert werden. Manche Durchgänge sind ebenfalls von der Dunkelheit versperrt und dürfen erst betreten werden, nachdem wir die Hindernisse mit Licht aus dem Weg geräumt haben. Reicht der Schein unserer eigenen Taschenlampe nicht aus finden sich in der Nähe oft Generatoren die mittels Quick Time Event gestartet werden und beispielsweise einen kraftvollen Such-Scheinwerfer oder Decken-Strahler mit Energie versorgen. Um höher gelegene Punkte zu erreichen muss auch mal eine Leiter hinaufgeklettert oder über Plattformen gesprungen werden, falls nötig kann Alan auch Kräne oder Lasten-Aufzüge bedienen.Dazu kommen dann noch die typischen „Diese Tür ist verschlossen – Finde den Schlüssel“ oder „Der Strom ist ausgefallen – Finde die Ursache“-Aufgaben. Diese kleineren Ingame-Denkspiele sind zwar nicht sonderlich knifflig, lockern aber das Gameplay auf und wurden gut in den Spielverlauf integriert. Oberstes Spielziel ist es natürlich Alice zu finden und dem Mysterium Bright Falls auf den Grund zu gehen! Die meiste Zeit sind wir zwar solo unterwegs, bisweilen erhalten wir aber auch tatkräftige Unterstützung von unserem leicht trotteligen Agenten/PR-Manager Barry, der extra nach Bright Falls gekommen ist um auf Alan „aufzupassen“. Barrys Witzeleien mögen zwar nicht unbedingt zur tragischen Geschichte um Alans verschwundene Frau passen, sind dafür aber recht amüsant ausgefallen.
Im späteren Spielverlauf stellt sich auch noch der taffe weibliche Dorf-Sheriff auf unsere Seite und ist - im Gegensatz zu unserem überängstlichen Agenten Barry - sogar eine echte Hilfe im Kampf gegen die Besessenen. Dabei agieren unsere Spielabschnitts-Kollegen erfreulich selbstständig und auch am KI-Verhalten der Gegner gibt es nichts auszusetzen. Für beste Unterhaltung sorgen Highlights wie der Kampf gegen einen monströsen Mähdrescher, eine atemlose Hetzjagd durch den Wald oder die Verteidigung einer nordisch angehauchten Rock-Bühne gegen dutzende Angreifer. Auch das Durchstreifen des Städtchens Bright Falls während eines Stromausfalls, das Überqueren eines gigantischen Staudamms und der gegnergespickte Weg zum - leider etwas enttäuschenden - Finale sind durchaus erwähnenswert.Zugegeben, einen Großteil der Spielzeit von Alan Wake rennen wir mit Taschenlampe und Waffe im Anschlag durch den finsteren Wald, weichen Bärenfallen aus und erledigen Besessene. Als krassen Gegensatz zu diesen Albtraum-Nächte erleben wir Bright Falls aber auch tagsüber, wo alles heile Welt zu sein scheint. Vögel zwitschern, die Sonne scheint, der örtliche Radiomoderator philosophiert über das Leben und die Bewohner des Städtchens bereiten sich in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Hirsch-Fest vor. Diese Sequenzen strahlen eine merkwürdige Ruhe aus, die sich nur schwer beschreiben lässt.
Es kann also durchaus vorkommen dass einmal ein paar Minuten gar nichts passiert! Wir wandern lediglich umher, genießen die Aussicht auf den funkelnden See, unterhalten uns mit verschiedenen Charakteren, holen uns im Besucherzentrum des lokalen Nationalparks Infos über die Geschichte von Bright Falls oder tuckern mit dem Auto romantische Bergstraßen entlang. Ihr habt richtig gehört! Um längere Strecken zu überbrücken stehen von Zeit zu Zeit Autos bereit, die uns nicht nur schneller machen, sondern dank Scheinwerfern und einigermaßen stabiler Bauweise auch hervorragend dazu geeignet sind bei Nachtfahrten übermütige Besessene umzumähen. Doch Vorsicht, bei zu viel Blechschaden beginnen die Karren zu qualmen und wir müssen zu Fuß weiter. Die Steuerung der Autos ist recht simpel gehalten, störend ist nur die leicht zickige Perspektive bei schnellen Kamera-Richtungswechseln. Mit Ausnahme einer Sequenz gegen Ende des Spiels sind die Fahrzeug-Abschnitte zwar eine nette, gameplaytechnisch aber kaum relevante Dreingabe.
Während viele meiner Kollegen die kurze Spielzeit bemängeln, kann ich diesen Kritikpunkt nur bedingt nachvollziehen. Mein erster Durchlauf hat mich - ohne Hektik - immerhin gute neun Stunden beschäftigt. Für ein Spiel mit derart spannend inszenierter Geschichte geht das doch absolut in Ordnung. Stellt euch vor ihr würdet euch einen neunstündigen Mystery-Thriller im Kino ansehen, irgendwann muss doch auch mal Schluss sein. :-)
Was die Präsentation an geht ist Alan Wake natürlich über jeden Zweifel erhaben. Wie nicht anders zu erwarten war liefert Remedy ein audiovisuelles Meisterwerk ab, das definitiv zu den schönsten Spielen der aktuellen Konsolengeneration gehört. Die Detailverliebtheit die beim Design der Schauplätze und Orte an den Tag gelegt wurde ist beeindruckend. Hat man sich erst einmal an dem tollen Panorama der Natur um das Städtchen herum satt gesehen, stechen unzählige Kleinigkeiten ins Auge die eine vermeintlich lebendige Spielwelt erzeugen. Seien es die äußerst plastisch wirkenden Holzstämme im Wald oder auf den Ladeflächen umher stehender Trucks, die sich im Wind wiegenden Bäume und Gräser, die fast schon real anmutenden Gegenstände und Einrichtungen von Tankstelle, Diner und Trailer-Park oder die romantischen Hütten im örtlichen Nationalpark. Natürlich stilecht mit ausgestopften Tieren oder Hirsch-Geweihen an den Wänden und einem Mammut-Skelett im Foyer des Besucherzentrums. Die optische Abwechslung ist enorm und hinterlässt trotz meist nur recht kurzer Besuche im jeweiligen Gebiet einen hervorragenden Eindruck. Licht- Schatten- und Partikel-Effekte sind ebenfalls vom Feinsten und der fließende Wechsel zwischen Tag und Nacht sorgt in Verbindung mit der oft kilometerweiten Sicht nicht selten für ungläubiges Staunen.
Da es aber bekanntermaßen kein Spiel ohne Makel gibt sollte auch erwähnt werden dass die Animationen von Alan, speziell beim klettern oder springen, etwas steif geraten sind und die Cut Scenes nicht immer ganz lippensynchron über den HD-Schirm flimmern. Bei schnellen Kamerawechseln kommt es zudem des Öfteren zum unschönen Tearing-Effekt. Unverständlicherweise scheint es in der „Jagdhochburg“ Bright Falls, mit Ausnahme eines Hundes, dem Pappmache-Hirsch auf einem Festwagen und haufenweise Krähen, auch keinerlei tierisches Leben zu geben. Dafür überzeugen die menschlichen Charaktere sowohl mit Persönlichkeit als auch durch ihre Mimik und Gestik.
So toll die Atmosphäre dank interessanter Figuren und Schauplätze auch rüber kommt, richtig gruslig ist Alan Wake dann irgendwie doch nicht! Die sporadisch eingestreuten und wohl dosierten Schockmomente sind nicht sonderlich furchteinflößend geraten und speziell der Wald - der große dunkle böse Wald sieht zwar Klasse aus, kommt aber irgendwie ziemlich zahm daher. An der Vertonung und Synchronisation gibt es hingegen nicht viel auszusetzen, Musik-Untermalung und Soundeffekte klingen ausgezeichnet und auch die professionellen deutschen Sprecher leisten gute Arbeit. Im Vergleich zur ebenfalls auf der Disc enthaltenen, englischen Original-Synchronisation ist die Dialog-Abmischung der deutschen Version allerdings einen Tick zu leise ausgefallen und Alans Original-Stimme passt etwas besser zur Hauptfigur. Die Gespräche mit den unterschiedlichen Charakteren gestalten sich recht unterhaltsam, selbst die ein- oder andere Anspielung auf Werke bekannter Schriftsteller oder Filme gibt es zu hören. Manchmal sogar in Form von Wortwitzen, die zeigen dass Entwickler Remedy durchaus Sinn für Humor hat! ;-) Abseits davon bekommen wir noch informative Radio-Durchsagen und TV-Sendungen präsentiert, die wir uns durch das Einschalten der überall verteilten Geräte zu Gemüte führen dürfen.
Als reines Singleplayer-Erlebnis hat es Alan Wake in der heutigen Zeit natürlich nicht ganz leicht. Die Ambition zum zweiten- oder dritten Mal Durchspielen ist dank starker Story, höheren Schwierigkeitsgraden und Sammelobjekten zwar absolut nicht von der Hand zu weisen, wochenlang beschäftigen wird euch der Titel aber wohl eher nicht. Abhilfe könnten hier möglicherweise die geplanten Download-Episoden schaffen, die Remedy und Microsoft kürzlich offiziell bestätigten.
Zu guter Letzt möchten wir euch dann auch noch kurz unser Alan Wake Gewinnspiel ans Herz legen, bei dem ihr bis zum 14.05.10 einige interessante Preise abstauben könnt. Viel Glück!
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02.02.2012 19:17:34 von Mistercinema:
HELSINKI; FINNLAND (2. Februar 2012):Nachdem sich Remedy die Publishing-Rechte für die PC Version von Alan Wake gesichert hat wird das Beste daraus gemacht – Remedy Entertainment Ltd. ist stolz darauf mitteilen zu können, dass Alan Wake ab 16. Februar 2012 über Steam für den PC verfügbar sein...
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23.05.2011 06:22:42 von Shinobi MG:
Von mir aus hätte Alan Wake ruhig noch mehr Kapitel beinhalten können, ich fand das Spiel zu keiner Zeit langweilig oder gestreckt. Was verbesserungswürdig ist a: das Kampfsystem und b: die Story ( war teilweise etwas konfus ). War einer der wenigen Titel der letzten Jahre die ich innerhalb von...
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22.05.2011 22:18:36 von Rallyefreak:
Ich hab heute endlich mal ein Adventure angefangen, ratet mal welches! Ich bin aber leider heute abend noch nicht bis zur Tankstelle gekommen. Bis jetzt ist es wirklich gut, auch wenn ich das mit der Taschenlampe und dem gleichzeitigen schießen/ausweichen nicht wirklich hinbekomme....
Die insgesamt hervorragende Präsentation sorgt für viel Atmosphäre, übermäßig viel Horror oder Schock-Momente solltet ihr allerdings nicht erwarten. Das Gameplay macht Spaß und überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus dynamischen Kämpfen und kleineren Ingame-Rätseln. Während sich die ruhigen Abschnitte anfangs noch die Waage mit den Actionsequenzen halten, nehmen Letztere in den späteren Episoden stark zu. Doch keine Sorge, zum reinen Shooter mutiert Alan Wake deshalb nicht! ;-)
Die Spielzeit hängt stark von der eigenen Art zu spielen ab, geht mit durchschnittlich acht Stunden aber absolut in Ordnung. Natürlich kann man Alan Wake auch in sechs Stunden schaffen, dazu müsste man aber wirklich durch die Levels hetzen. Was den Langzeitspielspaß angeht… Nunja, ein gewisser Wiederspielwert ist definitiv vorhanden, nach dem zweiten oder spätestens dritten Durchlauf hat man aber alles gesehen.
Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu sagen dass Alan Wake ein absolut gelungener, spielbarer Psycho-Thriller geworden ist, den ihr euch keinesfalls entgehen lassen solltet.
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