| Genre: | Ego-Shooter |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Electronic Arts |
Wertung |
Im Einzelspieler schlüpft man größtenteils in die Rolle sogenannter Tier 1 Operators, Elitesoldaten für besonders heikle Angelegenheiten halt, welche dem National Command Authority unterstehen. Der Feind ist genau so aktuell wie das Spiel selbst: Es gilt die bösen Taliban auszuschalten und in Afghanistan für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Grafisch bekommt man leider nur absoluten Durchschnitt geliefert. Clippingfehler, die Rauch und Nebel einfach verschwinden lassen, sobald man sich diesem nähert oder drinsteht und Gegner, die einfach für einen kurzen Moment verschwinden, sofern sie sich selbst hinter einer Kiste o.ä. befinden. Das kann auf einem höheren Schwierigkeitsgrad dann schon mal richtig unfair werden.
Kaputt geht auch recht wenig in der unmittelbaren Umgebung. Ob Lampen oder sogar einige Fenster - schießt man drauf oder vergeht sich mit dem Messer dran, ertönen zwar entsprechende Sounds, optisch verändert sich allerdings nichts. Und wenn dann doch mal ein großes Tor dank Luftunterstützung beseitigt wird und es auf Grund der großen Explosion Erde regnet, kann man sich ein leichtes Lachen leider nicht verkneifen, so schlecht wie das aussieht. Die Explosionen selbst hat es auch schon mal besser in vielen anderen Titeln gegeben...
Generell gibt es in Medal of Honor relativ wenig Freiheiten, alles läuft nach Plan, um nicht Skript zu schreiben. Sicherlich nichts neues in dem Genre, aber leider sind einige der Aktionen so was von vorhersehbar, dass man regelrecht darauf wartet, dass gleich etwas passiert, sobald man eine bestimmte virtuelle Markierung passiert. Bei einer so schlechten Inszenierung kommt leider keine wirkliche Begeisterung auf. Auch wenn es nun möglich ist aus dem Sprint heraus in die Hocke bzw. auf den Bauch zu gleiten, hinterlässt das Spiel einen leicht hölzernen Eindruck. Die Messer-Attacke war optisch sicherlich lässiger angedacht, als sie es am Ende ist. Es sieht einfach komisch aus und spiegelt im Grunde den gesamten Verlauf des Titels wieder: Nichts Halbes und nichts Ganzes, miese Inszenierung und weit davon entfernt sich so flüssig wie ein Modern Warfare zu spielen. Die KI der eigenen Leute ist leider auch nicht immer perfekt. Gut, das ist sie bei keinem der derzeitigen Shooter auf dem Markt. Und trotzdem: Noch nie habe ich so oft meine eigenen Leute angeschossen! Tür auf, alle rennen rein, mitten in die Schussbahn. Leider sind das keine vereinzelten Aussetzer, das passiert bei jeder(!) Tür.Spaß machen dafür die ganzen kleinen und großen Gimmicks, mit denen man den Taliban auf den Leib rücken darf. Hightech Snipergewehre, Luftunterstützung in allen nur vorstellbaren Formen, Bordgeschütze an Fahrzeugen und in Helikoptern uvm. lassen das Herz eines jeden Hobbyschützen höher schlagen. Erstmals ist es in der Serie möglich gleich drei Waffen mit sich zu führen. Zwei Großkaliber und eine klassische 9mm Pistole. Letztere wird durch schnelles, zweimaliges Drücken der Taste zum Waffen wechseln ausgewählt. Alternativfeuer und Granatwerfer Add-Ons lassen sich über das Digikreuz auswählen, ebenso wie Nachtsichtgeräte.

Wenn einem mal die Munition ausgeht, kann man bei seinen Mitstreitern schnorren, vorausgesetzt man hat die richtige Waffe in der Hand. Deckt man sich mit feindlichen Schießeisen ein, gibt es nichts von den Kollegen und hat man noch genug Magazine übrig, bekommt man ebenfalls Korb.
Nach fünf bis sechs Stunden ist das maue Spektakel auch schon vorbei und man sieht das Ende. Für Shooter der heutigen Generation nicht weiter verwunderlich, aber es gibt ja noch den Multiplayer, welcher gleich einmal vorgestellt wird.
Dem Multiplayer merkt man sofort an, dass er von DICE kommt und mit der Kampagne im Einzelspieler eigentlich so gar nichts gemein hat. Bad Company Spielern fällt sofort die Ähnlichkeit zu "ihrem" Titel auf. Im Grunde ist er von der Engine her sogar identisch. Das Kriechen auf dem Boden, welches im Singleplayer noch möglich war, ist hier online nicht mehr machbar - genau wie in Battlefield eben.

Nüchtern betrachtet erhält man im Onlinemodus von Medal of Honor ein Battlfield: Bad Company 2 mit Modern Warfare 2 Setting. Das mag zu Beginn sicherlich interessant klingen und auch ich als regelmäßiger Battlefield Spieler fand den Gedanken interessant, jedoch geht die Rechnung nicht so ganz auf. Es will einfach nicht gelingen die Dynamik von Modern Warfare in die Frostbite Engine von Battlefield zu drücken und damit bei Medal of Honor zu überzeugen.
Freunde des Genres sind sich einig wenn es heißt, dass mal Call of Duty und Battlefield im Onlinemodus nicht vergleichen kann, da es einfach ein komplett anderes Gameplay ist. Was soll dann also dabei rauskommen, wenn man beides mischt? Richtig, das aktuelle Medal of Honor. Kleinere Maps und die üblichen Onlineshooter Modi, einem Waffen- und Ranglistensystem, sowie diverser netter Kleinigkeiten, was die Kommunikation angeht: Man kann mit nur einer Einstellung alle Leute bis auf die eigenen Freunde stumm schalten.

Das Ranglistensystem motiviert hier natürlich, auch mal andere Klassen zu spielen und so mehr Medaillen und Kniften freizuspielen. Trotz der Kritik darf also jeder gerne mal einen Blick riskieren, der mit Battlefield nicht warm geworden ist und dem Call of Duty zu hektisch erscheint. Irgendwie findet man hier eine Mixtur aus beidem.
PlayStation 3 Besitzer dürfen sich übrigens über eine aufpolierte Version des 2002er Medal of Honor: Frontline freuen, welches mit auf die Blu-ray Disc gepackt wurde.
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25.02.2012 17:41:56 von Symer:
sonen mist. hab vor kurzem mit nem kumpel das game gedaddelt. in der XMB erschien dann neben dem titel, der auf disc im laufwerk war, das logo von frontline. BÄM! kurz angeklickt und schon runtergeladen. toll, ungewollt den titel gekauft. dabei hab ich extra soviel geld auf dem konto gelassen, das...
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07.07.2011 21:46:38 von Darkshine:
Ist es überhaupt zur AT Fassung kompatibel?
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07.07.2011 16:15:08 von Atomspion:
Zur Zeit gibt es das "Hot Zone"-Pack für 400 Points auf dem Marktplatz. Lohnt es sich? Habe gelesen, dass dort nichts, aber auch wirklich nichts, los ist.
Leider hat diese Kombination bei Medal of Honor nicht wirklich funktioniert. Langweilige und wenig mitreißende Inszenierung, selbstmordgefährdete Kameraden, maue Grafik und hölzernde Fortbewegung sind nicht gerade förderlich beim Spielspaß. Immerhin macht es Spaß die vom Militär gestellten Gimmicks und Fahrzeuge entsprechend und mit großem Bumms zu nutzen!
Der Multiplayer kränkelt zwar auch an diversen Kleinigkeiten, ist jedoch einzig und allein der Grund, weshalb man sich das Spiel zulegen sollte! Die Aufstiegschancen in den drei vorhandenen Klassen sind motivierend und lassen einen das Gamepad nicht mehr so schnell aus der Hand legen. Ein gesunder Mix aus Battlefield und Call of Duty. Hier sollte jeder für sich entscheiden, ob er damit etwas anfangen kann.
Der große erhoffte Wurf ist es jedenfalls nicht geworden, dafür ist das Gesamtpaket nicht gut genug, das muss man leider so klar schreiben.
Positiv
Negativ