Andrej meint:
| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1 - 2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 1994 |
| Vermarkter: | Sony |
Wertung |

Für das damals noch junge Entwicklerstudio Traveller’s Tales sollte die Kooperation zwischen Disney und Sony (fungierte damals noch als Publisher für einige SNES-Games) einen wichtigen Punkt markieren, denn bis dato fielen die Entwickler aus England nicht gerade mit positiven Arbeiten auf. Bram Stoker’s Dracula (basierend auf dem Film von 1992) war sowohl in der Mega Drive- als auch Super Nintendo-Version Lizenzschrott erster Güte, was verständlicherweise wenig Absatz brachte. Zum 65 jährigen Geburtstag von Mickey Mouse wollte Disney ihrem eigenen Charakter ein Denkmal in der Videospielindustrie setzen und suchten händeringend nach einem Entwicklerstudio, das der Arbeit gewachsen ist. Traveller’s Tales hat somit den Zuschlag bekommen und konnte schon nach gut sechs Monaten Entwicklungszeit ein fertiges Produkt vorweisen. Die Idee hinter Mickey Mania ist etwas ganz besonderes, weil der Spieler klassischen Mickey Maus Cartoon von 1928 bis 1990 (natürlich grafisch angepasst) erneut durchleben darf, mit dem 65 jährigen Protagonisten der später auf sein jüngeres Ich treffen wird.

Je weiter ihr euch durch das Level bewegt, umso mehr werdet ihr merken, dass Mickey dem ganzen alten Design seinen Stempel aufzwingt, indem er Hintergründe oder Objekte Farben verleiht. Der erste Bosskampf ist auch gleich eine gute Anregung für euer Gehirn. Mittels eines Krans werden Bomben auf euch geworfen, denen ihr natürlich ausweichen müsst. Gelegentlich fällt eine Sprungfeder zu Boden, die ihr dann richtig platzieren müsst um die vier Zahnräder (zwei an jeder Seite) zu zerstören. Somit ist dann das erste Level erledigt und weiter geht es ins Jahr 1933, worin ihr Pluto aus den Händen eines wahnsinnigen Professors befreien müsst. Das ist leider kein leichtes Unterfangen, weil grandios animierte Skelette und eine knallharte Lorenfahrt knabbern an euren Nerven. Ab hier wird schnell klar das Mickey Mania im Kern ein hartes Spiel ist. Ganz besonders unfair ist die Fahrstuhlsequenz. Hier seit ihr auf engsten Raum und müsst den Knochenteilen der Skelette ausweichen. Das ist leider leichter gesagt als getan, weil wie vorhin schon geschrieben der Raum zum manövrieren stark eingeschränkt ist.


Das endet leider auch wieder auf dasselbe Prinzip von Trial & Error. Sehr schade. Das der Titel zu jeder Zeit technisch eine Granate ist beweist auch der 3D-Abschnitt, wo ihr mit Mickey dem tobenden Elch entkommen müsst, während Hindernisse wie Steinformationen oder Wassergräben euch verlangsamen. Doch bleiben wir eben noch kurz bei der Grafik, weil diese zu dem Besten gehört, was auf einer 16Bit-Konsole zu haben ist. Die Fülle der Animationen des Protagonisten sowie Feinde oder Endgegner sind wirklich verblüffend. Die nervigen Ladezeiten werden so gekonnt wegkaschiert, indem Mickey wütend auf seine Uhr schaut. Technisch ausgereifter ist noch die Mega-CD-Variante sowie das 1996-Remake für Sony’s Playstation. Diese punkten durch noch bessere Grafik, neue Spielabschnitte und einem Soundtrack in CD-Qualität. Doch ist es bemerkenswert wie viel technischer Inhalt in der Super Nintendo-Cardridge schlummert. Sogar einige 3D-Spielereien versüßen die Sprungpassagen. Hier kann ich nur sagen: ’’16Bit at its best!’’
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Trotz seines kindlichen Looks ist das Game, dank seines hohen Schwierigkeitsgrades, für Hardcoregamer bestimmt, die schon einschlägige Erfahrungen gemacht haben mit Mega Man und Konsorten. Aber jetzt werdet ihr euch Fragen, wieso das Spiel heute ein Klassiker ist. Das liegt zum größten Teil an der technischen Aufmachung und die Nähe zu den Zeichentrickfolgen aus über 60 Jahren Mickey Maus-Geschichte. In meinen Augen ein Pflichttitel für Mickey Mouse-Fans!
Positiv
Negativ