| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 50 Hz |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 11. Dezember 1997 |
| Vermarkter: | SEGA |
Wertung |
Das Beste kommt immer zum Schluss! Das trifft zwar nicht immer, aber doch oft zu. Wenn man Shining Force 3 in Verbindung mit der Lebensdauer des Sega Saturn betrachtet, ist diese Behauptung zumindest hier richtig. Denn das Spiel war als eines der letzten in Europa veröffentlichten Saturn-Spiele nicht nur ein würdiger Abschluss der Saturn-Rollenspielära, sondern auch eines der besten Strategierollenspiele dieser Generation!
Eine der größten Besonderheiten des Titels ist leider gleichzeitig auch die einzige richtig große Schwäche. Das Spiel wurde in drei Teilen, hier ‘‘Scenarios‘‘ genannt, ausgeliefert. Jeder dieser Teile stellt ein eigenständiges Spiel samt anderen Helden dar. Das heißt man kann jeden Teil einzeln komplett von vorn bis hinten durchspielen. Wer die Spiele aber der Reihe nach spielt, darf sich auf einige Überraschungen gefasst machen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Das Ganze funktioniert simpel. Nach dem Meistern des ersten Teils erscheint über euerer Savefile die Markierung COMPLETE. Wenn ihr dann auf der zweiten CD ein neues Spiel startet, habt ihr die Wahl: entweder ein normales Spiel starten oder den Spielverlauf auf einem COMPLETE-Spielstand basieren lassen? Wenn ihr könnt, solltet ihr euch für letzteres entscheiden. Wenn ihr dies tut, solltet ihr euch nicht wundern, dass die Schatztruhen, die ihr im Erstling bereits geöffnet habt, hier leer sind. Ihr besucht nämlich manche Städte wieder und die sehen dann eben so aus, wie ihr sie verlassen habt. Aber nicht nur das, sondern auch diverse Ereignisse werden so in Gang gesetzt. Wenn ihr im ersten Teil einen Jungen etwa nicht gerettet habt, wird er hier nicht erscheinen und euch helfen. Im Trilogie-Abschluss habt ihr dann die Kontrolle über alle Charaktere, die ihr im Laufe aller drei Spiele gesammelt habt – natürlich mit den gleichen Statistiken und Items wie ihr sie in Teil 1 und 2 verlassen habt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Was soll daran jetzt schlecht sein? Eigentlich nichts bis auf die Tatsache, dass nur Scenario 1 jemals das Licht der schönen westlichen Welt erblickt hat. Nur dieser Teil ist jemals auf Englisch erschienen. Tragisch ist das eben weil die Story zusammen gehört. Und trotzdem möchte ich allen Rollenspielern die komplette Trilogie ans Herz legen. Von der japanischen Story werden wohl die wenigsten Deutschen etwas mitbekommen, allerdings sei erwähnt, dass es eine sehr gute englische Übersetzung im Internet gibt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Spielen kann das aber wirklich jeder, da die Bedienung mit einfachen Symbolen kinderleicht gehalten ist. Egal ob ihr in der Stadt unterwegs seid, Geschäfte macht oder euch auf dem Schlachtfeld befindet. Die Bedienung klappt immer prächtig. Ums zusammenzufassen: die komplette Story werden die meisten wohl nur mit einer Übersetzung aus dem Internet verstehen. Durchspielen kann es aber wirklich jeder, der sich ein bisschen mit dem Titel beschäftigt - und das dank super Komplettlösung auch mit allen versteckten Charakteren und Items. Da alle Teile vom Ablauf, der Grafik und dergleichen identisch sind, gilt dieser Test für alle drei Scenarios, egal auf welcher Sprache.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Die Story beginnt in der schwimmenden Stadt Saraband. Die Stadt ist schon seit vielen Jahren ein neutraler Handelshafen. Allerdings befinden sich auf dem Grundstück die verfeindeten Fraktionen Imperium und Republik. Als eines Tages dann aber endlich eine Friedenskonferenz stattfinden soll, scheint alles wunderbar. Hier fängt das Spiel an. Ihr übernehmt die Rolle von Synbios, einem Soldat der Republik. Euch werden im Laufe der Story viele Mitstreiter beitreten, die dann immer schön an eurer Seite sind. Kurz vor der Konferenz wird dann der imperiale Kaiser von der mysteriösen Bulzome-Sekte entführt und der langersehnte Frieden verschwindet in ungreifbare Nähe. Das Imperium schiebt die Schuld natürlich auf die Republikaner. Und so macht sich Prinz Medion vom Imperium auf die Suche nach Synbios, der inzwischen aus der Stadt geflohen ist.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Die Story ist einfach unglaublich komplex und mehr als der typische ‘‘Prinzessin wurde entführt‘‘ Abklatsch. Vielmehr hat das ganze politische Hintergründe. Ebenfalls genial ist die Tatsache, dass man erst im zweiten Scenario in der Rolle von Medion erfährt, wie genau ein bestimmtes Ereignis passiert ist. Die Storys sind in den beiden ersten Teilen nämlich identisch, nur aus einem anderen Blickwinkel und im Abschlussteil verbünden sich alle Gruppen. Es ist also nicht nur die unberechenbare Handlung, die übrigens auch viele unerwartete Wendungen aufweisen kann, sondern auch die exzellente Erzählweise, mit der Shining Force 3 Punkten kann.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Den Kennern der Serie wird der Einstieg leicht fallen: Das Spiel ist im Prinzip wie die alten 16-Bit Brüder aufgebaut. In der Stadt gilt es mit den Einwohnern zu plaudern, um so an mal mehr, mal weniger nützliche Hinweise zu kommen. Diese braucht ihr dann, um kleinere Rätsel zu lösen oder die nächste storyrelevante Person aufzuspüren. Shops dürfen in einem waschechten Rollenspiel natürlich auch nicht fehlen. Hier könnt ihr natürlich einkaufen aber auch unnütze Dinge gegen Bares loswerden.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Auch hier gilt: alles klappt superleicht und intuitiv mit der symbolbasierten Bedienung. Ein Zeichen fürs Reden, eins um die Zauberliste aufzurufen und im Kampf gibt es dann entsprechende Felder für Angreifen, Blocken, etc. Veteranen wird alles vertraut vorkommen. Wenn ihr in der Stadt dann alles erledigt habt, geht’s weiter aufs nächste Schlachtfeld. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Shining Force III trotz des beachtlichen Umfangs linear aufgebaut ist. D.h. ihr könnt euch auf der Weltkarte nur sehr begrenzt bewegen. Um genau zu sein immer nur der unmittelbare Bereich um das aktuelle Geschehen. Sidequests gibt es leider ebenfalls nicht.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Zurück zu den Kämpfen: Shining Force 3 bietet wie seine Vorgänger ein rundenbasiertes Kampfsystem. Nachdem man seine Mitstreiter für den Kampf (es können maximal 12 an einer Schlacht teilnehmen) gewählt hat, geht’s auch schon los. Auf den abwechslungsreich gestalteten Kampffeldern gilt es in der Regel die feindlichen Streitkräfte auszuschalten, in einigen Kämpfen gibt es jedoch Besonderheiten. Da kann es dann zum Beispiel sein, dass ein fahrender Zug über den Bildschirm rast. Hier muss man dann rechtzeitig einen Hebel betätigen, um den Zug zum Stoppen zu bringen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Aber wie laufen die Kämpfe denn genau ab? Das Schlachtfeld ist in Planquadrate eingeteilt. Ab dann gilt, dass die Figur mit der höchsten Beweglichkeit den nächsten Zug macht. Die Geschwindigkeit des Charakters und die Art des Bodens (ein Reiter ist z.B. im Gebirge nicht so schnell) beeinflussen dann, wie viele Planquadrate die Figur weiterziehen kann. Nachdem man dann auf der gewünschten Position ist, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt in die Defensive gehen, Items benutzen, Zauber wirken oder Gegner angreifen, falls welche in Reichweite sind. Je nachdem was ihr für Waffen ausgewählt habt, muss das Ziel entweder direkt neben euch stehen oder kann auch über 2 Felder oder Diagonal attackiert werden. Dann wird in den grafisch pompösen Kampfbildschirm geschaltet. Hier könnt ihr die für damalige Verhältnisse detaillierten Charaktere und feinen Animationen begutachten. Nach der Kampfanimation geht’s zurück aufs Planquadratschlachtfeld.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Natürlich kann nicht jede Klasse jede Waffe führen. So erklärt es sich eigentlich von selbst, dass bei Magier+Großaxt nichts Gutes dabei raus kommt. Die verschiedenen Klassen unterscheiden sich natürlich in den Statistiken, außerdem kann jeder Charakter individuelle Fähigkeiten aufweisen. Diese gilt es möglichst zu eurem Vorteil einzusetzen um als Sieger das Schlachtfeld zu verlassen. Auch wenn sich das jetzt alles sehr anspruchsvoll anhört, kann ich versichern, dass der Anspruch niedriger ist als bei Konkurrenten wie Fire Emblem und somit auch Einsteiger Chancen haben. Doch auch Profis werden mit dem Titel ihre helle Freude haben, wenn es gilt knifflige Nebenmissionsziele zu lösen (z.B. das Beschützen von NPCs). Erfahrungspunkte gibt es hier nicht nach dem Kampf, sondern immer wenn ein Charakter angreift. Ihr müsst euch also sorgfältig um das ganze Team kümmern. Nach einem Kampf wird die Story dann in Form von Dialogen weitergesponnen. Dann geht’s weiter in die nächste Stadt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Allzu viele Neuerungen seit den MegaDrive-Spektakeln dürft ihr nicht erwarten. Zunächst einmal ist das ganze Spiel in 3D gehalten. Ihr könnt die Kamera jederzeit flüssig um 360° um euch drehen. Charaktere werden auf der Oberweltkarte, in Kämpfen und in Städten zwar nur als Sprites dargestellt, es sieht aber einfach passend aus. Es gibt auch einen guten Kontrast zwischen fröhlichen und düsteren Momenten (sowohl grafisch als auch klanglich gut umgesetzt). In den Kämpfen dürft ihr nun Spezialattacken ausführen, die allerdings erst nach und nach erlernt werden müssen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Außerdem scheint sich Sega das Freundschaftssystem aus Fire Emblem geliehen zu haben. Hier werden eure Werte gesteigert, wenn ihr neben einem Kameraden steht. Kamerad wird man, wenn 2 Charaktere zum Beispiel den gleichen Gegner angreifen. Es ist also nicht allzu viel passiert seit den alten Teilen aber Shining Force 3 perfektioniert das alte System schlichtweg. Und dann wäre da noch die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen. Abschließend möchte ich noch sagen: wer nur den ersten, also den englischen Teil kauft, wird gut 50 Stunden glücklich. Wer sich aber auf die gesamte Trilogie einlässt (es lohnt sich!!!), bekommt ein Strategie-RPG geboten, wie ihr es noch nie erlebt habt. Versprochen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Das Ganze funktioniert simpel. Nach dem Meistern des ersten Teils erscheint über euerer Savefile die Markierung COMPLETE. Wenn ihr dann auf der zweiten CD ein neues Spiel startet, habt ihr die Wahl: entweder ein normales Spiel starten oder den Spielverlauf auf einem COMPLETE-Spielstand basieren lassen? Wenn ihr könnt, solltet ihr euch für letzteres entscheiden. Wenn ihr dies tut, solltet ihr euch nicht wundern, dass die Schatztruhen, die ihr im Erstling bereits geöffnet habt, hier leer sind. Ihr besucht nämlich manche Städte wieder und die sehen dann eben so aus, wie ihr sie verlassen habt. Aber nicht nur das, sondern auch diverse Ereignisse werden so in Gang gesetzt. Wenn ihr im ersten Teil einen Jungen etwa nicht gerettet habt, wird er hier nicht erscheinen und euch helfen. Im Trilogie-Abschluss habt ihr dann die Kontrolle über alle Charaktere, die ihr im Laufe aller drei Spiele gesammelt habt – natürlich mit den gleichen Statistiken und Items wie ihr sie in Teil 1 und 2 verlassen habt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Was soll daran jetzt schlecht sein? Eigentlich nichts bis auf die Tatsache, dass nur Scenario 1 jemals das Licht der schönen westlichen Welt erblickt hat. Nur dieser Teil ist jemals auf Englisch erschienen. Tragisch ist das eben weil die Story zusammen gehört. Und trotzdem möchte ich allen Rollenspielern die komplette Trilogie ans Herz legen. Von der japanischen Story werden wohl die wenigsten Deutschen etwas mitbekommen, allerdings sei erwähnt, dass es eine sehr gute englische Übersetzung im Internet gibt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Spielen kann das aber wirklich jeder, da die Bedienung mit einfachen Symbolen kinderleicht gehalten ist. Egal ob ihr in der Stadt unterwegs seid, Geschäfte macht oder euch auf dem Schlachtfeld befindet. Die Bedienung klappt immer prächtig. Ums zusammenzufassen: die komplette Story werden die meisten wohl nur mit einer Übersetzung aus dem Internet verstehen. Durchspielen kann es aber wirklich jeder, der sich ein bisschen mit dem Titel beschäftigt - und das dank super Komplettlösung auch mit allen versteckten Charakteren und Items. Da alle Teile vom Ablauf, der Grafik und dergleichen identisch sind, gilt dieser Test für alle drei Scenarios, egal auf welcher Sprache.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Die Story beginnt in der schwimmenden Stadt Saraband. Die Stadt ist schon seit vielen Jahren ein neutraler Handelshafen. Allerdings befinden sich auf dem Grundstück die verfeindeten Fraktionen Imperium und Republik. Als eines Tages dann aber endlich eine Friedenskonferenz stattfinden soll, scheint alles wunderbar. Hier fängt das Spiel an. Ihr übernehmt die Rolle von Synbios, einem Soldat der Republik. Euch werden im Laufe der Story viele Mitstreiter beitreten, die dann immer schön an eurer Seite sind. Kurz vor der Konferenz wird dann der imperiale Kaiser von der mysteriösen Bulzome-Sekte entführt und der langersehnte Frieden verschwindet in ungreifbare Nähe. Das Imperium schiebt die Schuld natürlich auf die Republikaner. Und so macht sich Prinz Medion vom Imperium auf die Suche nach Synbios, der inzwischen aus der Stadt geflohen ist.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Die Story ist einfach unglaublich komplex und mehr als der typische ‘‘Prinzessin wurde entführt‘‘ Abklatsch. Vielmehr hat das ganze politische Hintergründe. Ebenfalls genial ist die Tatsache, dass man erst im zweiten Scenario in der Rolle von Medion erfährt, wie genau ein bestimmtes Ereignis passiert ist. Die Storys sind in den beiden ersten Teilen nämlich identisch, nur aus einem anderen Blickwinkel und im Abschlussteil verbünden sich alle Gruppen. Es ist also nicht nur die unberechenbare Handlung, die übrigens auch viele unerwartete Wendungen aufweisen kann, sondern auch die exzellente Erzählweise, mit der Shining Force 3 Punkten kann.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Den Kennern der Serie wird der Einstieg leicht fallen: Das Spiel ist im Prinzip wie die alten 16-Bit Brüder aufgebaut. In der Stadt gilt es mit den Einwohnern zu plaudern, um so an mal mehr, mal weniger nützliche Hinweise zu kommen. Diese braucht ihr dann, um kleinere Rätsel zu lösen oder die nächste storyrelevante Person aufzuspüren. Shops dürfen in einem waschechten Rollenspiel natürlich auch nicht fehlen. Hier könnt ihr natürlich einkaufen aber auch unnütze Dinge gegen Bares loswerden.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Auch hier gilt: alles klappt superleicht und intuitiv mit der symbolbasierten Bedienung. Ein Zeichen fürs Reden, eins um die Zauberliste aufzurufen und im Kampf gibt es dann entsprechende Felder für Angreifen, Blocken, etc. Veteranen wird alles vertraut vorkommen. Wenn ihr in der Stadt dann alles erledigt habt, geht’s weiter aufs nächste Schlachtfeld. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Shining Force III trotz des beachtlichen Umfangs linear aufgebaut ist. D.h. ihr könnt euch auf der Weltkarte nur sehr begrenzt bewegen. Um genau zu sein immer nur der unmittelbare Bereich um das aktuelle Geschehen. Sidequests gibt es leider ebenfalls nicht.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Zurück zu den Kämpfen: Shining Force 3 bietet wie seine Vorgänger ein rundenbasiertes Kampfsystem. Nachdem man seine Mitstreiter für den Kampf (es können maximal 12 an einer Schlacht teilnehmen) gewählt hat, geht’s auch schon los. Auf den abwechslungsreich gestalteten Kampffeldern gilt es in der Regel die feindlichen Streitkräfte auszuschalten, in einigen Kämpfen gibt es jedoch Besonderheiten. Da kann es dann zum Beispiel sein, dass ein fahrender Zug über den Bildschirm rast. Hier muss man dann rechtzeitig einen Hebel betätigen, um den Zug zum Stoppen zu bringen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Aber wie laufen die Kämpfe denn genau ab? Das Schlachtfeld ist in Planquadrate eingeteilt. Ab dann gilt, dass die Figur mit der höchsten Beweglichkeit den nächsten Zug macht. Die Geschwindigkeit des Charakters und die Art des Bodens (ein Reiter ist z.B. im Gebirge nicht so schnell) beeinflussen dann, wie viele Planquadrate die Figur weiterziehen kann. Nachdem man dann auf der gewünschten Position ist, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt in die Defensive gehen, Items benutzen, Zauber wirken oder Gegner angreifen, falls welche in Reichweite sind. Je nachdem was ihr für Waffen ausgewählt habt, muss das Ziel entweder direkt neben euch stehen oder kann auch über 2 Felder oder Diagonal attackiert werden. Dann wird in den grafisch pompösen Kampfbildschirm geschaltet. Hier könnt ihr die für damalige Verhältnisse detaillierten Charaktere und feinen Animationen begutachten. Nach der Kampfanimation geht’s zurück aufs Planquadratschlachtfeld.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Natürlich kann nicht jede Klasse jede Waffe führen. So erklärt es sich eigentlich von selbst, dass bei Magier+Großaxt nichts Gutes dabei raus kommt. Die verschiedenen Klassen unterscheiden sich natürlich in den Statistiken, außerdem kann jeder Charakter individuelle Fähigkeiten aufweisen. Diese gilt es möglichst zu eurem Vorteil einzusetzen um als Sieger das Schlachtfeld zu verlassen. Auch wenn sich das jetzt alles sehr anspruchsvoll anhört, kann ich versichern, dass der Anspruch niedriger ist als bei Konkurrenten wie Fire Emblem und somit auch Einsteiger Chancen haben. Doch auch Profis werden mit dem Titel ihre helle Freude haben, wenn es gilt knifflige Nebenmissionsziele zu lösen (z.B. das Beschützen von NPCs). Erfahrungspunkte gibt es hier nicht nach dem Kampf, sondern immer wenn ein Charakter angreift. Ihr müsst euch also sorgfältig um das ganze Team kümmern. Nach einem Kampf wird die Story dann in Form von Dialogen weitergesponnen. Dann geht’s weiter in die nächste Stadt.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Allzu viele Neuerungen seit den MegaDrive-Spektakeln dürft ihr nicht erwarten. Zunächst einmal ist das ganze Spiel in 3D gehalten. Ihr könnt die Kamera jederzeit flüssig um 360° um euch drehen. Charaktere werden auf der Oberweltkarte, in Kämpfen und in Städten zwar nur als Sprites dargestellt, es sieht aber einfach passend aus. Es gibt auch einen guten Kontrast zwischen fröhlichen und düsteren Momenten (sowohl grafisch als auch klanglich gut umgesetzt). In den Kämpfen dürft ihr nun Spezialattacken ausführen, die allerdings erst nach und nach erlernt werden müssen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
Außerdem scheint sich Sega das Freundschaftssystem aus Fire Emblem geliehen zu haben. Hier werden eure Werte gesteigert, wenn ihr neben einem Kameraden steht. Kamerad wird man, wenn 2 Charaktere zum Beispiel den gleichen Gegner angreifen. Es ist also nicht allzu viel passiert seit den alten Teilen aber Shining Force 3 perfektioniert das alte System schlichtweg. Und dann wäre da noch die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen. Abschließend möchte ich noch sagen: wer nur den ersten, also den englischen Teil kauft, wird gut 50 Stunden glücklich. Wer sich aber auf die gesamte Trilogie einlässt (es lohnt sich!!!), bekommt ein Strategie-RPG geboten, wie ihr es noch nie erlebt habt. Versprochen.

Shining Force III - Screenshot (SEGA-Saturn)
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