Genre: Adventure
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: -
Auflösung / Hertz: -
Onlinefunktion: -
Verfügbarkeit:
Vermarkter: -

Wertung

9.2

Userwertung

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Kennt Ihr das nicht auch? Die Lust etwas zu zocken ist riesig, doch man hat sich an den Einheitsbrei der aktuellen Hits satt gesehen. Schon wieder ein Weltkriegs-Shooter? Nein, danke. Nach stupiden Ballereien habe ich schon lange kein Verlangen mehr. Genauso können mir sexy Hack’n’Slay Göttinnen gestohlen bleiben, bei Filmlizenzgurken fange ich erst gar nicht an. Das Zockerherz schreit nach etwas Außergewöhnlichen, um etwas frischen Wind in unser aller Lieblingshobby zu bringen. Die Entwickler von Quantic Dreams hätten da etwas, was Ihr euch mal anschauen solltet... Die Rede ist natürlich vom heiß erwarteten interaktiven Thriller Heavy Rain. Ob der Titel hält, was er verspricht, haben wir für Euch herausgefunden!
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Die Story dreht sich um einen mysteriösen Serien Killer, auch Origami-Killer genannt, dessen Mordserie an der amerikanischen Ost-Küste für Unruhe sorgt. Mehrere Jungs werden nacheinander entführt und wenige Tage später ertrunken im Regenwasser wieder gefunden. Handzeichen des Killers ist eine Orchidee, sowie ein Origami in der Hand des Opfers. Die Geschichte wird dabei aus vier Blickwinkeln erzählt. Madison Paige ist eine Fotografin, die tiefer in die Sache reinrutscht als ihr lieb ist. Ethan Mars ist der verzweifelte Vater, dessen Kind aktuell entführt, allerdings noch nicht gefunden wurde. Mit mehreren, teilweise sadistischen Aufgaben wird Ethan konfrontiert, um vom Killer Hinweise über den Aufenthaltsort seines Kindes zu erhalten. An der Front stehen Scott Shelby, ein Privatdetektiv und Norman Jayden, ein FBI-Profiler. Bei der Erzählung der Geschichte wird sich strikt an die Machart des Film Noir gehalten und wird demnach sehr packend und mitreißend erzählt. Das Besondere dabei ist, dass die Story sich verändert, je nachdem, wie sich der Spieler verhält. Jede Aktion zieht Konsequenzen nach sich. Es ist sogar möglich, dass einer oder mehrere der spielbaren Charaktere sterben, was das Spiel nicht mit einem „Game Over“ Bildschirm honoriert, sondern die Geschichte anders weiterlaufen lässt. Laut einem früheren Entwickler-Interview können alle Charaktere am Ende überleben, aber ob das das beste Ende sei, sei dahingestellt...

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Die Story läuft in Kapitelform ab, in der jeweils ein Charakter zur selben Zeit spielbar ist. Unabhängig voneinander gehen sie dem Fall auf die Spur. Dabei spielen die Kapitel nicht immer zeitlich nacheinander, sondern auch mal zeitgleich oder erzählen eine Vorgeschichte. Erst im Laufe der Zeit wird dem Spieler klar, was genau und vor allem warum das alles geschieht. Das Gameplay wechselt sich dabei stets ab. Zum Einen gibt es ruhige Kapitel, in denen ihr Leute verhört, sowie Tatorte nach Hinweisen untersucht. Dabei helfen euch verschiedene Hilfsmittel Anhaltspunkte zu finden. Die Steuerung wird dabei vermutlich einigen zu schaffen machen, denn der Charakter bewegt sich mit Druck auf die R2-Taste. Dadurch lassen sich die Tatort-Untersuchungen sehr ungenau steuern. Bei solch einer Art von Spiel ist dies allerdings kein Manko, denn früher oder später gewöhnt man sich daran. Sämtliche weitere Controller-Eingaben werden direkt auf dem Bildschirm angezeigt. Zum Beispiel steht unserer Charakter vor einer Tür und ein kleiner weißer Pfeil zeigt zur Tür hin Dieser Pfeil wird mit dem rechten Stick nach gefahren und somit die Tür geöffnet. In den Gesprächen kommen die anderen Buttons zum Einsatz, mit denen verschiedene Themen ausgewählt werden, über die man sich unterhalten möchte.

Etwas hektischer und emotional ergreifender geht es in den Action-Szenen zu sich. Hier hat der Spieler auch viel mehr Möglichkeiten vorzugehen. Wollen wir unseren Widersacher mit Gesprächen beruhigen? Legen wir es auf einen Kampf an? Diese gehen übrigens mit vielen Quick-Time-Events vonstatten. Dabei wird fast jeder Knopf des Controllers benötigt. Auch hier ist es nicht schlimm, wenn man mal eine Aktion nicht erwischt. Der Kampf geht trotzdem weiter, nur eben anders. Der Schwierigkeitsgrad ist entscheidend dafür, wie viel gedrückt werden muss. Während es auf „Leicht“ schon reicht nur einen Knopf zu drücken, werden auf „Schwer“ schon mal drei schnelle Aktionen hintereinander verlangt. Ich persönlich bevorzuge den schweren Schwierigkeitsgrad, da hier die Kämpfe einem wesentlich intensiver vorkommen und man richtig mitgerissen wird. Wer sich während des Spiels noch umentscheiden will, kann das jederzeit machen.

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Der ein oder andere wird sich sicher beschweren, dass das Gameplay aus Heavy Rain nicht mehr als eine ca. zehn-stündige Knöpfchen-Gedrückerei und Sucherei sei. Es muss dem Spieler klar sein, dass Heavy Rain ein interaktiver Film ist und auch nicht mehr als das sein will. Es wird keine Stelle geben, an der man sich denkt „Wo geht es denn jetzt weiter?“. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Story, auf das Interagieren mit den Leuten und die verschiedenen Handlungsstränge, die später zu einem Ganzen zusammen laufen. Die vier spielbaren Charaktere bieten eine Tiefe, die man so selten in einem Videospiel sieht. Durch Rückblicke und Gedanken erfährt man mehr über sie bzw. ihre Ängste und Schwächen. Dadurch wird eine emotionale Nähe aufgebaut, die den Spieler nur noch mehr mitfiebern lassen und jede Aktion zu einer schwierigen Entscheidung machen. Das Spiel ist unheimlich gut inszeniert und nimmt den Spieler mit auf eine emotionale Achterbahn, die noch lange nicht mit dem Ausschalten der Konsole beendet ist. Auch ausserhalb des Spiels wird man sich darüber Gedanken machen, wer der Mörder sein könnte. Was wäre geschehen, wenn man sich anders verhalten hätte? Was hat das eine mit dem Anderen zu tun? Wer sich darauf einlässt, bekommt einen packenden und hochkarätigen Thriller in Form eines Spieles geboten.

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Technisch spielt Heavy Rain ganz oben mit. Die Charaktere, die Animationen und vor allem die Mimik sind hervorragend gestaltet. Die 137 Drehtage, an denen das komplette Spiel per Motion Capturing aufgenommen wurde, machen sich richtig bezahlt. Das lässt sich leider nicht immer von der Umgebung sagen. An manchen Texturen erkennt man, wo die Entwickler sparen mussten, doch das sollte niemanden bei solch einem Titel ernsthaft stören. Störender ist das leichte Tearing. Dies waren aber schon die zwei technischen Kontra-Punkte, denn auch akustisch haben sich viele bekannte Synchronsprecher, wie beispielsweise Claudia Urbschat-Mingues (die deutsche Stimme von Angelina Jolie) richtig ins Zeug gelegt. Solch eine gute Sprachausgabe habe ich seit Dragon Age: Origins nicht mehr gehört. Wer doch etwas daran auszusetzen hat, kann auch mit einer englischen Synchro spielen.

Tobias meint:

Tobias

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Wahnsinn, was uns Quantic Dreams mit Heavy Rain serviert. Eine derart packende Story und interessante Charaktere sieht man nur selten in einem Videospiel. Wobei Videospiel eigentlich das falsche Wort ist. Interaktiver Film trifft es deutlich besser, da sich die Gameplay-Elemente theoretisch nur auf Quick-Time-Events und das Untersuchen von verschiedenen Orten beschränken. Doch das wurde so unheimlich gut inszeniert, dass man den Controller einfach nicht mehr weglegen kann. Selbst nach dem Durchspielen wird man sich Gedanken darüber machen, wie die Story verlaufen wäre, wenn man sich an manchen Stellen anders entschieden hätte. Das spornt an, noch mal von vorne oder gezielte Kapitel nochmals durchzuspielen. Erst dann wird dem Spieler auch klar, was manche Aktionen und Situationen zu bedeuten haben. Wer den Film „Sieben“ mochte und endlich mal ein neues Spielerlebnis genießen möchte, kommt um Heavy Rain nicht herum. Ich beneide alle, die dieses Kunstwerk noch vor sich haben.

Positiv

  • Unheimlich dichte Story und interessante Charaktere
  • Hervorragende Technik
  • Unvergleichliches Spielgefühl

Negativ

  • Etwas Tearing
  • Ungenaue Steuerung beim Untersuchen von Orten

Kai meint:

Kai
Den Ausführungen meines Kollegen ist nichts weiter hinzuzufügen, weshalb ich in meinem Fazit auf den Move-Support eingehen möchte, der jüngst via Patch nachgereicht wurde. Statt - vor allem im hohen Schwierigkeitsgrad - endlose, aufgesetzt wirkende Tastenkombinationen ins Joypad zu hämmern, sorgt PlayStation Move für eine natürlichere Form der Interaktion. Während der optionale Navigations-Controller die Laufbewegungen der Figur steuert, lassen sich mit dem Move-Stick kontextsensitive Gesten ausführen. Hierbei haben sich die Entwickler sichtlich bemüht, die Bewegungsabläufe realer abzubilden. Steigt ihr ins Auto, so muss zunächst der Stick im Stil eines Zündschlüssels umgedreht werden, ehe man "den Gang einlegt". Will hingegen eine Tür geöffnet werden, so verlagert man zunächst den Move-Controller nach vorne, hält den Trigger gedrückt, dreht das Handgelenk um den Kauf und zieht den Arm wieder nach hinten. Tadaa! Sesam öffne dich. Auch wenn eure Bewegungen nicht 1:1 ins Spiel übertragen werden, erzeugt der Move-Support ein gewisses "Mittendrin-Gefühl" und verstärkt so die ohnehin schon dichte Atmosphäre. Heavy Rain und PlayStation Move bilden eine gelungene Combo.

Forum:

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Die neuesten Beiträge: insgesamt 781 Beiträge | zum Forum...

  • 24.12.2011 00:24:13 von Crewmate:

    Der Killer ist auch immer der selbe. Zweiter Durchlauf lohnt nur wenn du trophy geil bist. Leicht verdientes Platin....

  • 23.12.2011 23:57:26 von CD-i:

    da kannst du von ausgehen.

  • 23.12.2011 23:20:52 von Enze:

    Spoiler ich hatte das gute ende, mit frau kind und ich im neuen zuhause das der sympathische privat schnüffler der killer war, hat mich gestört. Total erzwungener, überraschender story twist. passte auch gar nicht in den charakter den man vorher gespielt...

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