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Wertung |
Wer "Werner" gesehen hat, wird sich noch an Meister Röhrich erinnern. "Eckhard, die Russen kommen!", polterte er aufgeregt los. Nun ja, wenn es um die Story in Vanquish geht, hat Meister Röhrich gar nicht mal so unrecht. Denn die Russen kommen wirklich! Und sie haben ihren großen Satelliten mitgebracht. Eine russische Streitmacht ist es nämlich, die den Satelliten auf San Francisco abfeuert und die Stadt mitsamt allen Einwohnern wie seichte Luftblasen platzen lässt. Schon am Intro sieht man, wieso auf dem Cover des Spiels das große rote 18-USK Zeichen zu sehen ist. Die Russen zwingen die USA zur Kapitulation aber natürlich ist die Weltmacht der Vereinigten Staaten nicht gerade bereit, die Waffen niederzulegen. Stattdessen setzt man eine Spezialeinheit darauf an, den Russen Einhalt zu gebieten, die sich auf einer großen Raumstation vor der Erdkugel befinden. Und so wird der Krieg ins Weltall verlagert. Doch nicht alle amerikanischen Streitkräfte kommen in die feindliche Raumstation, da die Russen nicht dumm sind und die annähernden Amis mit einer großen Armee an Robotern empfangen.Auf der Seite der USA steht auch Sam. Dieser ist Hauptcharakter in Vanquish und gleichzeitig Mitglied der DARPA-Organisation. DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) verfolgt aber nicht nur die Eliminierung der Feinde, sondern auch die Rettung eines Wissenschaftlers, der von den Russen verschleppt wurde. So übernehmt ihr die Rolle von Sam und stürzt euch mit einigen wenigen Überlebenden, die heil die feindliche Raumstation erreicht haben, in ein bombastisches Gefecht.


Aber was macht das Spiel jetzt so bombastisch? Denn eigentlich hört sich Vanquish anfangs nach einem normalen 08/15-Shooter an. Eine "überschaubare" Story, eine Geheimorganisation, stereotypische Charaktere und Third-Person-Gameplay haben wir doch schon zig Mal gesehen und mit mehr oder minder viel Freude gespielt, oder? Nun, auf den ersten Blick kann das stimmen. Aber dieser Eindruck verfliegt, sobald man sich wenige Sekunden im Spielgeschehen befindet. Denn dann wird klar, wie schnell, stylish, bombastisch und grafisch atemberaubend Vanquish eigentlich ist.
Die Schnelligkeit, der Style und das bombastische Gameplay rühren aus dem Fakt, dass Hauptcharakter Sam Träger des ARS-Anzugs ist. Zyniker würden jetzt behaupten, dass er damit wie ein blecherner Power Ranger aussieht, aber sobald Sam zeigt, was er alles mit dem Anzug drauf hat, würde sich niemand mehr trauen, auch nur die Stimme gegen ihn und seinen ARS-Suite zu heben. Dieser Anzug und seine Auswirkungen auf das Gameplay sind es nämlich, die Vanquish aus den Massen unzähliger Third-Person Shooter hervor heben. Einen Großteil des Spiels seid ihr blitzschnell unterwegs, was euren Adrenalinpegel konstant oben hält. Per Knopfdruck slided Sam nämlich auf den Knien oder dem Allerwertesten über den Boden, was nicht nur atemberaubend aussieht, sondern auch eine taktische Komponente mit sich bringt. Beispiel: Ihr sitzt hinter einer Deckung (ja, ein Deckungssystem gibt's auch), springt hervor, slided per Knopfdruck mit einem Affenzah
n zur nächsten Deckung und nehmt mal so nebenbei unzählige Gegner auf's Korn, so dass diese nicht mehr wissen, wo ihnen die Blechbirne steht. Dieser High-Speed bedarf anfangs eventuell einer kurzen Einarbeitungszeit, da man es nicht gewohnt ist, sich so schnell in einem Spiel zu bewegen. Aber sobald man den Griff raus hat (und das passiert eigentlich recht flott), will man das Sliden gar nicht mehr missen.
Die zweite stylishe und taktische Finesse ist der AR-Modus, den ihr ebenfalls per Knopfdruck aktivieren könnt. Hier handelt es sich um einen Bullet-Time Effekt, der bekanntlich die Zeit verlangsamt und euch so alle Ruhe lässt, den Feind präzise unter Beschuss zu nehmen. Natürlich könnt ihr so auch in rasanten Feuergefechten sicher davon kommen, da ihr im AR-Modus den umherfliegenden Salven ausweichen könnt. Auch lassen sich Slide und AR-Modus kombinieren, was euch noch mehr Möglichkeiten eröffnet. Denken wir einfach an mein vorangegangenes Beispiel: Ihr sprintet also aus der Deckung, slided und aktiviert den AR-Modus. Das sieht nicht nur genial aus, nein, es ermöglicht euch auch oben genannten präzisen Beschuss der Gegner. Und diese sind gar nicht mal so dumm. Den Robotern haben die Entwickler eine recht ordentliche KI spendiert, so dass sie in Deckung gehen, euch zu flankieren versuchen oder auch gern mal von hinten attackieren. Sinnvoller Einsatz eurer Fähigkeiten ist also ein Muss, um bei Vanquish nicht das Zeitliche zu segnen. Aber Vorsicht: Ihr könnt nicht immer und unendlich lang im Slide, bzw. AR-Modus verweilen. Am unteren Bildschirmrand wird eine Energieleiste angezeigt, die sich recht flott verringert, wenn ihr die Fähigkeiten ausübt. Leert sich die Leiste komplett, überhitzt euer Anzug und ihr seid anfälliger gegen feindliche Angriffe. Schnell das Weite suchen ist dann angebracht.Aber was wäre ein guter DARPA-Agent samt Anzug ohne seine Waffen? Richtig, nämlich ein Agent, der sich nur auf seine beiden Fäuste verlassen müsste. Das wäre aber nicht klug, da nach einem Nachkampfangriff die Energieleiste sofort zur Neige geht und ihr euren Gegnern ausgeliefert seid, wenn ihr nicht schnell in Deckung geht. Also hat der liebe Sam auch einige Waffen dabei. Obwohl... eigentlich ist es nur eine Waffe, die sich transformiert und im Verwandlungs-, bzw. Umwandlungsvorgang ein wenig an die Laptop-Gun aus Perfect Dark erinnert. Ganze drei Waffensysteme könnt ihr gleichzeitig mit euch tragen und per Knopfdruck ausrüsten. Hier verhält sich Vanquish überraschend konventionell. Von normalen Sturmgewehren, über Shotguns und Sniper Rifles ist alles vertreten, was auch schon woanders genutzt wurde. Eine Waffe, die LFE-Kanone, sticht zwar aus dem Waffenarsenal heraus, aber ich hätte mir mehr Ideenreichtum und Kreativität im Bezug der Waffennutzung gewünscht. Shooter-typisch gibt es natürlich auch Granaten.


Wo Vanquish wieder positiv hervorsticht, ist beim Upgraden der Knarren. Hier ist man einen coolen Weg gegangen. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten, wie ihr eure Waffen pimpen könnt. Entweder sammelt ihr seltene grüne Symbole auf, oder ihr entscheidet euch für eine Lieblingswaffe und legt diese erst einmal zurück. So verbraucht ihr keine wertvolle Munition, sondern sammelt sie eher von zerfetzten Feinden auf. Und wenn das passiert; ihr also Munition sammelt, obwohl euer Vorrat voll ist, steigt eure Waffe in Sachen Munitionskapazität und Stärke. Sehr cool gemacht! Habt ihr den Dreh erst einmal raus, fegt ihr nur noch so durch die fünf Akte, die das Spiel zu bieten hat. Das klingt zwar nach wenig Umfang, aber die Akte sind in verschiedene und abwechslungsreiche Missionen unterteilt, die euch je nach Akt auch mehr als ein Stündchen unterhalten können. So spielt man also gute 6-7 Stunden an Vanquish. Und nach der Story ist auch schon Schluss, denn das Spiel hat leider keinen Multiplayer zu bieten. Einzig die Highscore Jagd in den einzelnen Missionen kann dann noch motivieren. Und im Zusammenhang mit dem genialen Gameplay tut sie es auch!
Kommen wir zur Präsentation. Mich persönlich hat der Titel stylistisch an P.N.03 erinnert, dass seinerzeit für den Gamecube erschien und ebenfalls von Shinji Mikami designt wurde. Die futuristischen Umgebungen weisen wirklich Parallelen auf, sind bei Vanquish aber auf einem deutlich höheren Level. Wirklich atemberaubend ist auch die Engine, die alles wunderbar flüssig auf den Bildschirm zaubert. Und das ist schon eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, was alles gleichzeitig passiert. Tausende kleinster Partikeleffekte schwirren umher, wenn riesige Roboter explodieren, weitere Gegner aber gleichzeitig unendliche Feuersalven abfeuern und man selbst die genialen Fähigkeiten es ARS-Suits nutzt. Hut ab, Platinum Games! Aber auch Charakter- und Gegnerdesign können überzeugen. Vor allem Sam, Burns und die anderen menschlichen Charaktere wirken sehr lebendig, was die Mimik und die Animationen angeht. Zwar kommen bei den kleinen Gegnern nur einige wenige Gegnertypen daher, aber dafür überzeugen die grandios inszenierten Bosskämpfe umso mehr. Hier haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben, die sich gelohnt hat. Vanquish ist stilistisch und grafisch ein Action-Feuerwerk, das man auf jeden Fall gesehen haben muss. Ebenso gelungen ist auch
der Sound. Fans haben die Qual der Wahl, was die Sprache angeht. Englisch, Deutsch, Japanisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, für jeden ist was dabei. Das gilt zudem für Texte, wie auch Sprachausgabe. Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen, kommt aber nicht die englische heran. Sehr gut ist auch die musikalische Untermalung, die sich der Situation anpasst und meist mit starken und schnellen Beats den Puls weit oben behält.Andrej meint:
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30.12.2011 16:07:33 von mitsurugagaga:
Zitat von »Flat Eric« "Score Shooter" in gewisser Weise schon, da dieser gezählt und geleveled werden kann - sehr skilllastig eben, wenn man es so spielen will: Man beachte, wie er eine Granate wirft, in den Zeitlupenmodus geht und diese über...
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30.12.2011 12:23:50 von Eppe:
Das ist denke ich die Version mit dem 3d Cover (Schuber?) Die Version von Zavii mit Statue war leider ziemlich limitiert, und ist trotz Verkaufspreis von ~20E nurnoch sehr teuer zu haben. Soweit ich weis hat sich Zavii um die Produktion gekümmert und wer nicht ohne Vanquish Figur auskommt sollte...
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30.12.2011 12:04:40 von Darkshine:
Zitat von »Eppe« Hat vieleicht noch jemand die Vanquish CE von Zavii World of Video verkauft momentan die Special Edition für 14,99€, ist vermutlich aber nicht mit der CE identisch....
Positiv
Negativ