| Genre: | Funsport |
| Spieleranzahl: | 6 |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Electronic Arts |
Wertung |

Nur ein Jahr ist seit dem letzten Skate vergangen, welches nur wenige, aber dafür sinnvolle Neuerungen zum Vorgänger brachte. Erinnern wir uns zurück ins Jahr 2000. Mit Tony Hawk’s Pro Skater 2 servierte uns damals Neversoft das beste Spiel der gefährlichen Funsportart. Ein Jahr darauf erschien Teil 3, auch bekannt als „der Anfang vom Ende“. Man bediente sich am bekannten Erfolgsrezept und erweiterte die Idee lediglich mit mehr Tricks, mehr Parks, mehr Skater, mehr von allem. Doch letztendlich ist es immer dasselbe Spiel geblieben, welches von Jahr zu Jahr neu aufgelegt wurde, bis die Serie mit dem „sensationellen“ RIDE völlig zu Grabe getragen wurde. Begeht EA mit ihrer Skate-Serie den gleichen Fehler?

Wie bei den Vorgängern ist der Spieler mit einem eigens erstellten weiblichen oder männlichen Charakter samt vieler freischaltbarer Kleidung in einer Open-World Großstadt unterwegs. Anders als bei den Vorgängern wiederum ist die Wahl des Schwierigkeitsgrades und der Kamera-Position. Zugegeben, die alte Kamera-Perspektive sah mit ihrem „Skate-Video“-Look sehr cool aus, doch musste man dafür mit der Übersichtlichkeit bezahlen. Praktischer aber weniger spektakulär ist die neue „in-der-Luft-liegende“ Kamera, mit der sich alles überschauen lässt und das Springen auf das Treppengeländer entspannender gestaltet. Die neuen Schwierigkeitsgrade für Anfänger und Profis sorgen dafür, dass Skate-Legenden für jeden Fehler bezahlen müssen und Neulinge nicht bei jedem Steinchen vom Brett stürzen. So dürfte auch der letzte Casual-Gamer ein wenig Spaß mit Skate 3 haben. Gerade die offene Spielwelt macht wieder viel Laune und weckt den Erforscher-Drang des Spielers. Ständig ist man auf der Suche nach neuen Gegenden, um seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Treppen und andere Hindernisse sind dabei wie beim Vorgänger kein Problem mehr, denn der Spieler kann vom Board steigen und mit leider immer noch sehr hakeliger und ungenauer Steuerung zu Fuß gehen. Ein Glück ist Skate 3 kein Jump’n’Run, obwohl es doch ein kleines Merkmal besitzt, nämlich das Verschieben von Gegenständen. Bänke, Gitter und andere Umgebungsobjekte lassen sich durch die Gegend schieben, um noch ausgefeiltere Tricks zu meistern. Doch bei EA’s neuestem Streich geht die Idee sogar noch ein Stück weiter. Die Rede ist natürlich vom brandneuen Park-Editor. In Null-Komma-Nix entsteht aus mehreren Bausätzen euer Traum-Park, welchen ihr selbstverständlich sofort ausprobieren könnt. Kommt euch bekannt vor? Stimmt, beim zweiten Tony Hawk Auslug anno 2000 gab es dieses Feature ebenfalls. Doch was auch vor 10 Jahren funktioniert hat, funktioniert auch hier.

Minimal bis gar nicht verändert hat sich Skate 3 in technischer Hinsicht. Die Serie überzeugte bisher mit einer großen Stadt ohne Ladezeiten inklusive flüssigem Gameplay, doch Grafik-Fetischisten kommen hier keineswegs auf ihre Kosten. Die Texturen sind verwaschen, Details sind Mangelware und manche Örtlichkeiten wirken einfach nur leer und ausgestorben. Klar, wer möchte in einem Skate-Spiel schon viele Passanten in der Gegend herumstehen haben, trotzdem fühlt man sich in der großen Welt ein wenig verlassen. Die Animationen der Skater reichen mal wieder von butterweich und hübsch bis zu hölzern, unnatürlich und bescheuert. Positiv sind die vielen neuen Sturzanimationen mitsamt sichtbarer Verletzungen am Körper des Verunglückten. Beispielsweise klatscht der Skater nicht mehr ungebremst mit dem Gesicht voran auf der Straße auf, wenn man am Bordstein hängen bleibt, sondern springt ab und rennt das Tempo aus. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist genau das, was Skate sein möchte: Realistisch. Das genaue Gegenteil ist die Berührung mit dem meist gefürchteten Gegner fast aller Videospielhelden: Das Wasser. Selbst bei der kleinsten Berührung bricht der Spieler jämmerlich in sich zusammen und man stellt sich die Frage: Wieso kann man bei Skate 3 problemlos von Hochhäusern und Bergen hinunterspringen, aber Wasser ist tabu? Möglicherweise, weil dieses so schlecht designed ist, dass die Entwickler hofften, die Spieler würden einen großen Bogen um jegliche Flüssigkeiten machen. Na dann, Mission erfolgreich!

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03.06.2010 12:08:56 von ViviTribal:
Unser Review ist online! >>> http://www.nexgam.de/playstation/ps3/Skate-3.html...
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16.05.2010 21:08:41 von lu3mm3l:
Zitat von »Freddy Krueger« Stimmt es, dass Skate 3 keinen lokalen Multiplayer besitzt? Fänd ich nämlich doof, sonst müsste ich mir Skate 1 oder 2 kaufen.... Meins ist zwar immer noch nicht da aber von dem was ich gehört habe wurde es wirklich...
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16.05.2010 17:49:56 von Freddy Krueger:
Stimmt es, dass Skate 3 keinen lokalen Multiplayer besitzt? Fänd ich nämlich doof, sonst müsste ich mir Skate 1 oder 2 kaufen.......
Allerdings kann das neue Skate in Sachen Online-Multiplayer begeistern. Endlich können deutsche Spieler gegen die ganze Welt antreten, sich in Teams zusammenschließen und gemeinsam Herausforderungen meistern. Das motiviert, macht richtig Spaß und ist für alte Skate-Veterane leider der einzige wirkliche Kaufgrund für Skate 3. Besitzer des Vorgängers ohne Internetanbindung sollten also lieber vor dem Kauf erstmal in die Videothek schlendern.
Positiv
Negativ