Genre: Puzzle
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: PAL
Auflösung / Hertz: -
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit: 10. Februar 2012
Vermarkter: Deep Silver

Wertung

8.3

Userwertung

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8.6 4 Stimmen

Es ist tiefste Nacht. Du liegst in deinem Bett und wälzt dich im Schlaf umher. Du träumst, von Schafen und von Blöcken? Eindeutig Symptome von zu viel „Catherine“!

Catherine_11Es ist aber auch verflixt mit diesen Frauen. ;) Kaum hat man eine etwas engere Beziehung, reden sie schon vom Heiraten und von Nachwuchs. Sie nehmen Einfluss auf dein Leben und wollen, dass du deine nächtlichen Saufgelage mit deinen Kumpels einstellst. Doch andererseits liebst du sie wirklich und könntest dir eine Ehe mit ihr durchaus vorstellen. Was also tun?

In diesem Dilemma steckt Vincent Brooks, ein 32-jähriger Büroarbeiter, dessen Beziehung zu seiner Freundin Katherine McBride vor einem Wendepunkt steht. Sie möchte, dass er sie heiratet, doch er fühlt sich noch nicht bereit dazu. Und während er zögert, quälen ihn merkwürdige Alpträume. Er befindet sich auf einmal in einem Turm, hat Schafshörner auf dem Kopf, und muss, um zu überleben, diesen erklimmen. Als er den ersten Abschnitt schafft, wacht er schweißgebadet auf und entdeckt neben sich eine wunderschöne, nackte, blonde Frau, die er am Abend zuvor in seiner Stammkneipe kennenlernte. Sie nennt sich Catherine und beginnt die kommenden Tage ihn zu verführen. Was folgt sind acht Nächte des Grauens, in denen er nicht nur um sein Fortleben kämpfen muss, sondern ebenso einen Entschluss treffen muss, für welche Dame er sich am Ende entscheidet. Soweit die Story von Catherine.

Das Spiel erschien vor über einem Jahr in Japan und sorgte dort für Furore. Der neuste Titel der Software-Schmiede Atlus (Persona 3, Persona 4) präsentierte sich erneut als eine Mischung aus diversen Genres und stellte den Gamer vor schwerwiegenden Problemen. Für wen sollte er sich entscheiden? Wie sollte er sich verhalten?

Catherine_2Fragen, die im wahrsten Sinne des Wortes die Welt bewegen. Denn einerseits ist Catherine ein Puzzle-Spiel, aber andererseits auch eine Art Social-Sim. Je nachdem, wie du als Gamer dich entscheidest und den Mitmenschen gegenüber verhälst, kannst du nämlich eines von neun unterschiedlichen Enden freispielen. Was man dafür tun soll, dazu später mehr.

Das eigentliche Ziel lautet, die Nacht zu überleben. Denn immer dann, wenn der Protagonist Vincent zu Bett geht, findet er sich in einem Alptraum wieder. Er muss einen Turm erklimmen, der aus vielen Blöcken besteht. Jeder Angsttraum setzt sich aus drei Abschnitten zusammen, die voneinander getrennt sind. Jetzt ist der Weg von unten nach oben nicht geradlinig, sondern durch die Quader versperrt. Doch das gute ist, man kann sie bewegen und sich so selber seinen Weg bauen. Allerdings klingt dies einfacher, als es getan ist. Erstens steht dir nur begrenzt Platz zur Verfügung. Zweitens gibt es auch noch verschiedene Blöcke, die dich beispielsweise, wenn du zu lange auf ihnen verweilst, in handliche Streifen zerschnetzeln oder sich nur von einer Seite ergreifen lassen. Und drittens sitzt dir ein Zeitlimit im Nacken. Verharrst du zu lange an einem Ort, bricht unter dir der Boden weg oder eine Kreatur pinnt dich an einen Klotz.

Doch es gibt diverse Tricks, mit denen du vorwärtskommst. Zum einen gehorchen die Blöcke nicht den Gesetzen der Physik. Solange sie sich mit wenigstens einer Kante berühren, fallen sie nicht herunter, selbst dann, wenn sie im Grunde genommen freischwebend in der Luft sind. Zum anderen finden sich unterschiedliche Hilfsmittel im Level. Du kannst einen zusätzlichen Stein erzeugen oder andere umwandeln. Des Weiteren sind Checkpoints und Kissen, die weitere Chancen bedeuten, überall verteilt. Auch ist Vincent ein wahrer Klettermaxe, der sich selbst an den kleinsten Ritzen festklammert und entlang hangelt. Und dennoch wirst du wiederholt aus tiefstem Herzen das Spiel verfluchen.

Catherine_51Denn Catherine ist nicht nur einfach schwer, es ist bockschwer! Selbst auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad wirst du Leben am laufenden Band verlieren. Mal verweilst du einen Sekundenbruchteil zu lange auf einem gefährlichen Stein, ein anderes Mal stürzt du in die Tiefe und stirbst dabei. Das Problem ist, dass die Kamera absolut grottig ausfiel. Solange du dich an der Vorderseite des Turmes befindest, stellt sie kein Thema dar. Doch wenn du an der Seite oder, noch schlimmer, dich hinter den Blöcken befindest, hast du eine Problematik. Der Blickwinkel lässt sich zwar bewegen, doch einen Blick dahinter kann du nicht werfen. Ein anderer Punkt ist die Steuerung, die sehr empfindlich ausfiel. Wenn man nicht aufpasst, bewegt man auf einmal einen Klotz in eine andere Richtung, als man ursprünglich wollte. Auch reagiert sie stellenweise überhaupt nicht. Du hängst an einem Block und willst weiter. Doch egal, wie sehr du den Stick bewegst, es geschieht nichts. Erst, als du die Kamera etwas manövrierst, agiert Vincent. Oder, die Art der Eingaben verändert sich, je nachdem, wie die Figur positioniert ist. Das heißt, das links auf einmal rechts bedeutet und raufklettern an Bedeutung verliert. Und trotzdem: Du kannst von dem Spiel nicht ablassen. Denn so frustrierend diese Passagen auch sein mögen, sie fordern einen ebenso heraus. Schon bald grübelt man darüber, wie man am besten weiterkommt und wagt einen neuen Versuch.

Immerhin kannst du zwischen den einzelnen Abschnitten abspeichern und erhältst von anderen Schafen Tipps und Tricks, wie du vorgehen kannst. Ebenso kannst du mit anderen Leidgenossen Smalltalk machen.

Catherine_54„Reden“ ist ein gutes Stichwort. Denn vor jeder Nacht geht es um das Sozialleben von Vincent. Du erhältst beispielsweise diverse SMS, auf die du antworten kannst oder auch nicht. Je nachdem welche Nachricht du schickst, verändert sich ein Meter entweder zum Guten oder zum Schlechten. Hauptsächlich befindest du dich in der Kneipe „Stray Sheep“. Dort kannst du mit allen Gästen und dem Personal reden. Jede Figur hat ihre eigenen Sorgen und Nöten und je wie du dich verhältst, schütten sie dir dein Herz aus und du kannst ihnen helfen.

Es gibt in der Bar viel zu entdecken. Ein Spielautomat mit dem Namen „Rapunzel“, in dem du eine virtuelle Figur einen Turm erklimmen lässt. Oder eine Jukebox, wo du die Musik wechseln kannst. Zur Auswahl stehen hierbei nicht nur Titel aus „Catherine“, sondern auch aus anderen Atlus-Stücken. Und wer aufs Klo geht, erlebt eine … interessante Überraschung.

Graphisch gesehen spielt Catherine in einer eigenen Liga. Die Übergänge zwischen Zeichentrickzwischensequenzen und Spielgrafik fallen kaum auf. Dabei ist die Darstellung nicht ganz ohne. Das das Game erst „ab 18“ freigegeben ist, hat seinen Grund. Details, wie das Zerschnitzeln von Körpern oder der Anblick eines zerschmetterten Körpers sind heftig. Eine deutsche Synchro gibt es nicht. Stattdessen hört man die englische Sprachausgabe, garniert mit hiesigsprachigen Untertiteln. Doch stört dies ehrlich gesagt nicht.

Götz meint:

Götz

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Als Spieler wird man fluchen. Viele Male verspürt man das Bedürfnis etwas durch die Gegend zu werfen. Nur um nach einer kurzen Pause sich erneut dranzusetzen. Catherine ist schwer, bockschwer sogar. Frustration setzt ein, weil die Kamera und die Steuerung alles andere als gelungen sind. Und trotzdem … Insgesamt ist das Spiel gut geworden. Die Atlus-typische Mischung aus diversen Genres macht Spaß und die Präsentation lässt sich als gelungen bezeichnen. Kein Must-Buy, aber doch einen Blick wert.

Positiv

  • Herausforderndes Spielprinzip
  • Gelungene Präsentation

Negativ

  • Bockschwer
  • Mieserable Kamera
  • Schwammige Steuerung

Forum:

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Die neuesten Beiträge: insgesamt 215 Beiträge | zum Forum...

  • 19.05.2012 05:54:03 von cd32:

    Im USA Store ist das Spiel als Game on Demand um knappe 3000ms Points erschienen. Ist das bei uns auch geplant?

  • 23.02.2012 19:52:04 von rotkopf:

    Zitat von »Crewmate« hatte es aus der Videothek ausgeliehen. Ich komme mit dem Zeitlimit nicht klar. Jepp, ich bräuchte nen Bussihasi-Casualmodus. So hab ich nur ein Let's Play für die Eckpunkte der Geschichte und die Enden verfolgt. Kann ich aber...

  • 23.02.2012 18:57:59 von Crewmate:

    hatte es aus der Videothek ausgeliehen. Ich komme mit dem Zeitlimit nicht klar. Jepp, ich bräuchte nen Bussihasi-Casualmodus. So hab ich nur ein Let's Play für die Eckpunkte der Geschichte und die Enden verfolgt....

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