| Genre: | Action |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 50 / 60 Hz |
| Onlinefunktion: | - |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Eidos |
Wertung |

Genug Stoff also für ein Actionspiel? Defintiv! Ob Fahrzeuge, Boote, Flugzeuge, Jets oder Hubschrauber: Es gibt nichts, mit dem ihr euch nicht fortbewegen könnt. Und das ist auch bitter nötig, denn die beworbenen 1000km² sind tatsächlich vollständig bereisbar, so dass man sich öfter mal dabei erwischt doch lieber mit dem Jet zu fliegen, anstatt das Auto zu nutzen.
Hierbei entdeckt man schier unendliche Möglichkeiten, Orte, Gebäude und Landschaften. Panau bietet einem nämlich alles, was man sich nur vorstellen kann: Wüstenlandschaften, Strände, Berge samt Schnee, Berge ohne Schnee und riesige Dschungelgebiete. Mal steppt der Bär und man findet sich an großen Häfen, riesigen Häusern oder Fabriken wieder und ein anderes mal steht man so verlassen in einer endlos weiten Steppe wie man es sich eigentlich gar nicht vorstellen kann.

Unterwegs, ganz gleich wo auch immer das sein mag, gilt es natürlich soviel Chaos zu verbreiten, wie nur möglich. Das schadet nämlich der Regierung und somit dem neuen Präsidenten, steigert jedoch zugleich euer Ansehen bei den drei herrschenden Gangs. Und schließlich sind sie es, deren Vertrauen man gewinnen will, um Tom Sheldon ausfindig zu machen. Gleichzeitig erhält man dank steigender Sympathiepunkte von den kriminellen Organisationen regelmäßig Aufträge.
Hier werden ganze Basen in Schutt und Asche gelegt sowie einge- oder übernommen. Das Schöne hierbei ist, dass eigentlich alle Mittel recht sind. Sprich, man kann sich anschleichen und versuchen möglichst unentdeckt beim Gegner einzudringen oder aber einfach mit einem Helikopter angebrettert kommen und wild drauf los feuern. Zur Erledigung der Missionen ist jeder Weg recht und bis auf die anfänglichen Tutorials hat man auch totale Handlungsfreiheit.
Das merkt man auch im Spielverlauf und man ertappt sich immer wieder dabei, wie man scheinbar sinnlos durch die Gegend streift und auf Erkundungstour geht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich der eigentlichen Handlung nach den ersten paar Missionen abgeschworen habe und mir einfach nur noch die Insel angeschaut habe, um neue Entdeckungen zu machen. Und davon gibt es reichlich! So verstecken sich teilweise lustige Eastereggs auf Panau Island. Lost Fans finden so im Dschungel eine Luke, während die Kinder unter uns eine Seifenblasenpistole ausfindig machen können. Letztere hat zwar null Effektivität gegen den Feind, dieser findet das aber gar nicht lustig und eröffnet trotz Seifenlauge in Kugelform das Feuer mit Blei. Wer hier mehr wissen möchte, kann sich auf YouTube passende Videos inklusive der Koordinaten aller Eastereggs anschauen und diese dann im Spiel aufsuchen.Überall in Just Cause 2 liegen Munitionskisten herum, besonders vor entsprechenden Missionen. In ihnen befinden sich Waffen aller Art und Sprengstoff. Kleinkaliber können für die linke und die rechte Hand ausgerüstet werden, während größere Maschinengewehre beide Hände zum Ballern benötigen. Weiterhin kann man mit Schwarzmarkthändlern in Kontakt treten, welche einen gegen entsprechende Bezahlung auch mal mit einem Düsenjet versorgen können. Im Laufe des Spiels sind hier immer mehr Angebote vorzufinden.
Der eigentliche Clou, und bereits Ricos Markenzeichen aus dem ersten Teil, ist jedoch sein am Arm befestigter Enterhaken in Verbindung mit seinem Fallschirm. Hiermit sind teilweise Aktionen möglich, die jeglicher Physik oder Schwerkraft trotzen. So ist es zum Beispiel möglich einen Feind direkt mit dem Enterhaken zu beschiessen, um ihn an sich heran- oder irgendwo herunter zu ziehen. Weiterhin lassen sich damit super Helikopter oder Autos kapern, über welche man nach Absolvierung eines kleinen Quick Time Events die Steuerung übernimmt. Richtig lustig wird es aber erst, wenn man mit dem Haken zwei Dinge miteinander verbindet! Ich gebe ein paar kleine Hinweise zu möglichen Verbindungen, deren Ergebnis sich jeder selbst vorstellen kann: Mensch + Auto, Auto + Auto, Auto + Flugzeug/Boot/Helikopter, Mensch + Gasflasche + auf die Flasche schießen.. ich könnte noch zeilenweise über diverse Möglichkeiten schreiben! Ausprobieren lautet hier ganz klar die Devise.Hat man die Steuerung mit dem Haken erstmal intus, so schwer ist das auch nicht, kann man bei ausreichendem Schwung in der Luft den Fallschirm öffnen und so teilweise erstaunlich lange in der Luft bleiben und größere Strecken hinter sich lassen. Hier und da mal wo hochgezogen, um neu Schwung zu holen und ab geht’s. Schon bald wird einem klar, dass es weder auf der Erde noch in der Luft für Rico irgendwelche Grenzen gibt und das ist auch gut so. Just Cause 2 ist unrealistisch, ohne dabei jedoch albern zu wirken.

Zwar kann man nicht (fast) jedes Gebäude betreten wie bei GTA4 , aber mehr Bewegungsfreiheit bietet derzeit trotzdem kein anderer Titel. Ebenso das Maß an Zerstörung lässt die Mercenaries Söldner alt aussehen.
Die Steuerung ist schnell erlernt, lediglich beim Fliegen wird man sich zu Beginn etwas schwer tun. Auch das Entern von Vehikeln oder dem dranhängen von außen inklusive Ballereinlagen sorgen Anfangs für leichte Verwirrung. Ein paar Testmanöver später laufen solche Aktionen aber wie von selbst.
Grafisch wird man mit einer super Weitsicht belohnt, die auch bitter nötig ist, um die Größe der Insel einzufangen und dank der es einfach Spaß macht, dem Sonnenuntergang entgegenzufahren oder auch zu fliegen. Für ein Open World Titel in dieser Größenordnung schaut jedenfalls alles wirklich ordentlich aus und Slowdowns kommen, wenn überhaupt, nur relativ selten vor. Cutscenes haben jedoch schon einmal besser ausgesehen, aber gut..

Der Sound überzeugt mich jetzt nicht so sehr, die Explosionen und Schüsse könnten mehr Bums vertragen, dies scheint mir jedoch eine generelle Open World Game Krankheit zu sein.
Ein besonderes Gimmick gegenüber der Xbox 360 und PC Version bringt die PlayStation 3 Variante von Just Cause 2 mit sich. Dank integrierter Capture Funktion lassen sich bis zu 10 Minuten lange Clips aufzeichnen und direkt auf YouTube veröffentlichen. Damit können besonders waghalsige oder auch lustige Stunts aufgezeichnet und direkt online gestellt werden. Auch Lösungswege bei Missionen oder die bereits genannten Eastereggs lassen sich so prima für jedermann anschaulich darstellen.
Alexis meint:
Du magst diesen Artikel?
Dann tu dem Redakteur doch etwas Gutes!
Forum:
Diskutiere mit anderen über diesen ArtikelDie neuesten Beiträge: insgesamt 100 Beiträge | zum Forum...
-
16.01.2012 13:48:03 von wahrheit:
Habe nebenbei ein paar Missionen gespielt. Eine davon habe ich mir auf der Karte ausgesucht und bin per Auto los gefahren. Auf dem Weg dorthin bin ich an einer Armeestation vorbei gekommen und habe da alles Platt gemacht. (Inkl. Offizier) Der Idiot ist mir immer wieder ins Flak reingelaufen. War...
-
13.01.2012 19:48:28 von aldi404:
Jetzt hab ich echt wieder Lust auf das Game bekommen ...
-
13.01.2012 19:44:24 von aldi404:
Ich hab über 40h in das Spiel gesteckt, es sieht sehr gut aus und mit dem Grapplehook und dem Fallschirm macht die Zerstörung gleich doppelt soviel Spaß. Dafür ist die Story ziemlicher Schwachsinn aber Bolo Santosi ist genial, jedes Mal wenn die den Mund aufmacht lieg ich vor Lachen auf dem...
Dank der bewährten Enterhaken/Fallschirm Kombo, der Möglichkeit Fahr- und Flugzeuge zu kapern oder an ihrer Außenseite rumzuballern, fühlt man sich teilweise wie in einem Actionfilm. Mindestens genauso unrealistisch also :-)
Auf Just Cause 2 muss man sich einlassen können. Wer gerne Mission für Mission spielt und generell eher direkt durch Spiele marschieren möchte, wird hier nicht glücklich. Macht man nichts kaputt und gewinnt so die Gunst der Gangstervereine auf der Insel, passiert auch nicht viel und der eigene Fortschritt stagniert. Wer aber Spaß am Ausprobieren hat und gerne lange mit einem Spiel beschäftigt ist, der findet hier seine Freude dran. Ich bin ja der Meinung, dass man hier einen schönen Mix aus GTA und Mercenaries bekommt und wer beide Titel kennt, der weiß, dass das viel Action und Freiheit bedeutet.
Auch wenn der Sound besonders bei den Explosionen und Schüssen hätte besser sein können, will ich hier nicht zu viel meckern. Das Spiel macht Spaß und ist auch mal für zwischendurch geeignet - sei es nur eine kleine Mission oder aber eine Erkundungstour. Bitte kaufen.
Positiv
Negativ