Genre: Action-Adventure
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: -
Auflösung / Hertz: -
Onlinefunktion: -
Verfügbarkeit:
Vermarkter: SEGA

Wertung

8.6

Userwertung

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Das wir das noch erleben dürfen. Nach etwas über einem Jahr voller Gerüchten, Hoffnungsträgern und Fehlmeldungen erschien am 2. März 2010 Yakuza 3 endlich auch außerhalb Japans. Mit über 300.000 japanischen Verkäufen am ersten Tag ist das PlayStation 3 exklusive Gangster-Abenteuer der Import-Renner aus dem Land der aufgehenden Sonne. Während asiatische Zocker bereits mit dem vierten Teil beschäftigt sind, nehmen wir nun den europäischen dritten Ableger unter die Lupe.

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Die Geschichte knüpft nahtlos an die der Vorgänger an. Alte Yakuza-Veterane, sowie Neulinge können sich in einem rund 45-minütigen Video die komplette Vorgeschichte angucken, um auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein bzw. um ihr Gedächtnis ein wenig aufzufrischen. Unser Held Kazuma Kiryu hat dem Gangsterleben abgeschworen und führt nun ein Waisenhaus in Okinawa, um sich zusammen mit der mittlerweile elfjährigen Haruka Sawamura um die elternlosen Kinder zu kümmern. Als wenn der Job als Ersatzvater Kazuma nicht bereits auslasten würde, macht ihm Shigeru Nakahama, Oberhaupt der Ryodo Familie, Druck, das Waisenhaus zu räumen. Denn er wiederum soll sein Land der Regierung verkaufen, die dort ihre Ferienanlage bauen möchte. Glücklicherweise steht die Regierung im Geschäft mit dem Tojo-Clan, in der auch Kazuma das Sagen hatte, doch nach einem Attentat auf ihren Anführer steht Kazuma abermals in einer brenzligen Situation. Sein Ziel ist es wieder für Ruhe zwischen den Familien zu sorgen und dabei sein Waisenhaus zu schützen. Diese grobe Zusammenfassung mag zwar etwas wirr klingen, doch ist es dem Autor Hase Seishu wieder gelungen, eine packende und mitreissende Geschichte zusammen mit Produzent Toshihiro Nagoshi zu inszinieren. Die Erzählweise ist typisch japanisch mit unzähligen langen Dialogen und dem entsprechenden Stil, doch davon sollten sich Neulinge nicht abschrecken lassen. Im Verlauf des Spieles wird die Handlung immer spannender und komplexer und wird nicht ganz unbegründet mit Filmklassikern wie „Der Pate“ verglichen. Die Story braucht zwar etwas, um richtig in Schwung zu kommen, wird den Spieler aber dann nicht mehr loslassen.

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Der Spieler bereist natürlich wieder das Tokio Rotlicht-Milieu Kabukicho, sowie das neue sonnige Okinawa, an dessen Meeresstrand das Waisenhaus liegt. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich, wie bei den Vorgängern, auf den zahlreichen Kämpfen in typischer Beat’em Up Manier. Mit leichten und schweren Hieben lassen sich die Straßenpunks und Gangsterbosse auf die Bretter legen. Dabei kann sich Kazuma an allerlei Gegenständen bedienen. Seien es Baseballschläger der bereits gefallenen Kontrahenten, oder auch Stühle, Tische und Reklametafeln. Nahezu alles lässt sich aufheben und auf die Gegner schmettern. In Geschäften sind Waffen sogar käuflich zu erwerben, auch selbstgebastelte Gegenstände lassen sich verwenden. Während des Prügelns füllt sich die sogenannte HEAT-Anzeige. Sobald diese voll ist, kann der Spieler einen meist äußerst brutalen Finish-Move ausführen, um die zahlreichen Widersacher auszuschalten. Zugegeben, richtig ausgefeilt ist das Kampfsystem nicht, doch die teils übertriebene Gewalt passt hier sprichwörtlich wie die Faust aufs Auge und macht immer wieder viel Spaß. Nach jedem Kampf wird der Spieler mit Erfahrungspunkten belohnt, die er in längere Gesundheitsbalken und HEAT-Anzeigen, sowie neuen Spezialattacken investieren kann. Letztere können neuerdings auch per Revelation Challenges erlernt werden, indem Kazuma mit seinem Fotohandy bestimmte Passanten fotografiert, die gerade eine solche Kampftechnik ausführen. Etwas ungewohnt, aber mal eine erfrischende andere Art des Character-Development.

Abseits der Story bietet Yakuza 3 alles, was man sich wünschen kann. Es wird die lebendige Stadt erkundschaftet und dabei unter anderem Golf gespielt, gebowlt, geangelt, die Arcade-Automaten mit Münzen gefüttert, Karaoke gesungen, in Restaurants Sushi verspeist und sich in Bars einen „hinter die Birne“ gekippet. Passanten können angesprochen werden und bieten manchmal kleinere Nebenaufgaben, die als Belohnung mit Geld und Erfahrungspunkten winken. Schnell vergisst man, dass man eigentlich eine Hauptstory zu verfolgen hat, aber dies ist durchaus positiv gemeint. Alleine dafür sind 20 Stunden Spielzeit vonnöten, doch durch die vielen Nebenaktivitäten wird man noch viele weitere Stunden vor der Konsole gefesselt sein. Es lohnt sich also die kleinen Gassen zu erforschen, denn überall sind kleine Minispiele versteckt.

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Arpopos Minispiele. Leider wurde die westliche Fassung von Yakuza 3 beschnitten. Allerdings nicht am Gewaltgrad, sondern an der Masse der Nebenaktivitäten. So wurden die Hostessbars, sowie die dazugehörigen Missionen gestrichen, da SEGA der Meinung war, sie wären für westliche Spieler nicht verständlich. Eigenartig, denn in den Vorgängern waren diese vorhanden und durchaus positiv von der Fangemeinde aufgenommen worden. Schade ist es, das will ich nicht abstreiten, doch auch ohne Hostessbars ist das Spiel seinen Kauf und keinen Aufruhr wert, den die westlichen Yakuza-Fans auslösten. Als kleine Entschädigung liegt der westlichen Version ein Code für DLC-Inhalte bei, sowie der offizielle Soundtrack auf CD.

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Technisch merkt man Yakuza 3 an, dass es schon ein ganzes Jahr auf dem Buckel hat. Die Charaktere sind durchweg gut animiert und gestaltet, doch einige der Umgebungstexturen wirken sehr matschig. Das tut dem Spielgeschehen allerdings keinen Abbruch, denn dank der lebendigen Stadt mit all ihren Passanten, Leuchtreklamen und kleinen Details kommt richtiges Großstadtfeeling auf. Im Vergleich zu amerikanischen, virtuellen Großstädten wie in der GTA- oder Saints Row-Serie ist Okinawa und Kabukicho zwar relativ klein und muss sich mit „unsichtbaren Wegsperren“ rumschlagen, doch das japanische Ambiente weiß absolut zu gefallen und kann nur selten so in einem Videospiel genossen werden. Serientypisch wird der Spieler massenhaft Zwischensequenzen zu Gesicht bekommen, die vor allem durch die glaubhaften Charaktere punkten können. Vor allem deren Mimik ist aller erste Sahne und ist typisch japanisch auch gerne mal etwas übertrieben. Doch genau dies erwartet und liebt man an der Yakuza-Franchise. Genauso klassisch sind allerdings auch die Ingame-Unterhaltungen, denn diese sind ausschließlich ohne Sprachausgabe mit unzähligen Textblöcken verziert. Da das Spiel lediglich englische Untertitel bietet, sind gute Englisch-Kenntnisse vonnöten, um der Story zu folgen. Die Sprachausgabe ist bei dem Original-japanischen geblieben, was dem Spiel nur zu Gute kommt, denn diese trägt bei solch einem Titel nur der Atmosphäre bei. Die Musik ist ansonsten, natürlich abgesehen von den Kämpfen, eher sachte gesetzt und nur bei bestimmten Momenten tritt sie richtig in den Vordergrund. Während der Gefechte gibt es den typisch-japanischen Mix aus Rock und Funk auf die Ohren. 

Tobias meint:

Tobias

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Was war die Warterei für eine Tortur. Ich war kurz davor, mir die japanische Version von Yakuza 3 zu importieren, um sie mit einem Stapel englischer Übersetzungen durchzuspielen. Danke SEGA, das ist jetzt nicht mehr nötig! Auch der dritte Ableger der japanischen Gangster-Geschichte macht richtig viel Spaß und kann durch den typischen Yakuza-Stil begeistern. Die Kämpfe werden, dank der HEAT-Anzeige und deren Finishern, nie langweilig und sich abseits des Hauptplots mit Nebenaktivitäten zu beschäftigen ist ein Muss! Eine Menge Spielzeit ging bei mir in den Arcade-Hallen drauf, doch auch das Golfen konnte mich nicht loslassen. Die Story ist, wie bereits bei den Vorgängern, unheimlich dicht und komplex und wirkt dank den hervorragend animierten Hauptcharaktern sehr lebendig und realistisch. Doch dauert es einige Zeit, bis sie richtig in Schwung kommt. Die ersten fünf Stunden ist man viel mit den Waisenkindern beschäftigt, was oftmals in ständiges von A nach B rennen und langen Gesprächen endet. Die Geschichte lässt sich eben etwas Zeit und stellt jeden einzelnen Charakter ordentlich vor. Neulinge sollten sich übrigens von dem Titel nicht abschrecken lassen, denn ein 45-minütiges Video erzählt die komplette Vorgeschichte der Yakuza-Serie. Wer dem japanischen Stil etwas abgewinnen kann, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen! Jetzt geht das Hoffen aus Teil 4 los...

Positiv

  • Hervorragende Story...
  • Spaßige Kämpfe inkl. Rollenspiel-Elemente
  • Nebenaktivitäten en masse!

Negativ

  • ... die sich manchmal etwas in die Länge zieht
  • Nur englische Untertitel

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Die neuesten Beiträge: insgesamt 630 Beiträge | zum Forum...

  • 30.03.2011 23:08:33 von rotkopf:

    Habs jetzt auch endlich durchgespielt, weil ich Yakuza 4 hier liegen habe. Hatte mir Yakuza 3 direkt zum Release geholt, bin dann aber irgendwie bis vor einigen Tagen beim 8. Kapitel hängengeblieben. Die Story hat aber nochmal gut angezogen, auch mit den Schnitten ist es einfach ein wirklich sehr...

  • 27.03.2011 14:14:45 von Crewmate:

    XD Da spaziere ich durchs Theaterviertel von Kumorocho und höre das Gespräch von ein paar Filmleuten mit und plötzlich steht Kazuma im Kimono in Samurai Kulissen und muss nach Drehbuch Leute verprügeln. Geile Sache, brachte zusätzliche Strategie in die Klopperien wenn ich die Leute der...

  • 20.03.2011 23:24:05 von Crewmate:

    Weil geil ist denn denn die Aktion von Rikiya im Red Bricks Hotel Ich hab aber so das Gefühl, das er das Spiel nicht überlebt......

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