| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | - |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | - |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | SEGA |
Wertung |

Der Spieler übernimmt die Rolle des Agenten Michael Thornton, das neueste Mitglied der Geheimorganisation Alpha Protocol. Sein erster Auftrag führt ihn nach Saudi-Arabien, wo er den Terroristen Al-Samaad stellen soll. Dieser soll im Besitz von Raketen sein, deren Kraft er an einem US-Flugzeug demonstrierte. Davon kriegt die Regierung natürlich Wind und zwingt den Terroristen mit Hilfe von Thornton die Waffen rauszurücken, doch die wurden, laut Al-Samaad, schon längst weiter verkauft. Kurz darauf wird das Terroristenversteck Zielpunkt eines Raketenangriffs, den Thornton überlebt, doch wie er feststellen musste, steht er plötzlich selber ganz oben auf der Terroristen Most-Wanted-Liste der CIA und FBI. Obsidian Entertainment geht in Sachen Story-Telling einen besonderen Weg. Der Spieler entscheidet während den Gesprächen selbst, wie Michael Thornton sich verhalten soll. Er kann allen Personen gegenüber aggressiv, neutral oder freundlich wirken und verändert somit die Geschichte und das Verhältnis zum Gegenüber. Lieber den Gegner ausschalten, damit er keine weiteren Menschenleben mehr kostet, oder am Leben lassen, um mehr Infos aus ihm heraus zu quetschen? Bei jeder dieser Entscheidungen hat man richtig das Gefühl, die Story zu beeinflussen, was die sowieso schon sehr spannende Geschichte von Alpha Protocol noch intensiver gestaltet.

Spielerisch versucht Alpha Protocol einen Spagat zwischen Stealth-Action und Rollenspiel. So lässt sich gleich zu Anfang ein Charakter mit verschiedenen Hintergründen, wie Söldner, Techniker oder Agent, und Fähigkeiten erstellen. Die Fähigkeiten reichen dabei vom Umgang mit verschiedenen Waffen bis zu Tarnung, Kampfsport und Technikverständnis. Der Spieler entscheidet somit, wie gespielt wird. Rambo-Anhänger greifen zu dicken Kalibern und einem erhöhten Energiebalken, Stealth-Fans zur besseren Tarnung, sowie das Scharfschützengewehr. Bei jeder Aktion im Spiel erhält Thornton Erfahrungspunkte, mit denen er eine Stufe aufsteigen kann, was wieder rum mehr Fähigkeitspunkte zum Verteilen bringt. Je nachdem, wie viele Punkte in eine bestimmte Fähigkeit investiert wurden, lassen sich sogar verschiedene Spezialattacken und andere nützliche Gimmicks freischalten, wie Dauerfeuer für die Pistole oder die Fähigkeit den Blickwinkel der Gegner zu sehen. Zugegeben, der Rollenspielanteil von Alpha Protocol ist eher flachbrüstig, sollte aber für ein Stealth-Action Spiel ausreichend sein.

Genre-typisch wird hierbei möglichst lautlos unter anderem terroristische Verstecke infiltriert um bestimmte Missionsziele zu erfüllen. Diese sind zwar relativ abwechslungsreich, doch geht es im Grunde nur um das Eine: Unbemerkt an den gegnerischen Linien vorbei zu kommen. Das funktioniert leider keineswegs so gut wie in den Genre-Größen Metal Gear Solid und Splinter Cell. Zum einen sind deutlich weniger Aktionen vorhanden. So muss sich der Spieler auf simples schleichen und in Deckung gehen beschränken, wobei letzteres nicht immer klappt, wie man es möchte. Auch die Gegner-KI hat deutliche Aussetzer. Scheinbar hat man es nur mit nervösen Amateuren zu tun, denn sobald der Spieler in Sicht ist, rennen sie entweder planlos umher oder direkt auf den Spieler zu. Manche bemerken Thornton auch erst gar nicht, wenn er nur wenige Meter vor ihnen steht, andere entdecken ihn aus zehn Meter Entfernung versteckt hinter einer Mauer. Da hilft, wie in den meisten Fällen, nur noch das Auspacken der Waffen. Doch auch hier wird man einige male fluchen und mit dem Kopf schütteln, denn egal, wie gut man zielt: Kopfschuss ist nicht gleich Kopfschuss. Der Rollenspielaspekt kommt hier zum Tragen, denn wenn man nicht genug Fähigkeitspunkte in die jeweilige Waffe gesetzt hat, lässt euch der imaginäre zwölfseitige Rollenspielwürfen den Schuss einfach verfehlen, obwohl man nicht genauer hätte zielen können. So etwas nervt ungemein und macht schlicht weg keinen Spaß. Die Minigames stechen dabei in Form von Schlösser knacken, Computer hacken und Alarmsystem deaktivieren richtig positiv heraus und machen auch nach einigen Durchgängen noch Laune. Auch die unhandliche Steuerung macht Alpha Protocol einen Strich durch die Rechnung. Für Spezialfähigkeiten gibt es nur einen Hotkey, so dass des öfteren in das Menü gewechselt werden muss. Auch das wechseln der verschiedenen Munitionsarten und Heilpaketen gestaltet sich komplizierter als es sein müsste.

Zwischen den Missionen befindet sich Thornton in seinem vorübergehenden Zuhause. Hier lassen sich Informationen zum nächsten Einsatz einsehen, Emails lesen, um einen tieferen Einblick in die Story zu bekommen, sowie auf dem Online-Schwarzmarkt neue Ausrüstung kaufen. Das Angebot reicht von besseren Waffen und Utensilien, wie Laservisiere und größere Magazine, bis hin zu neuen Schutzwesten. Der Spieler kann sich somit stetig verbessern und die Waffen nach seinem Vorgehen anpassen. Mehr Feuerkraft, dafür weniger Präzision oder lieber anders herum? Wieder geht es also um die Frage, ob Stealth oder Action bevorzugt wird. Ähnliches gilt für die Rüstung. Auch hier gibt es Schutzwesten, die mehr Treffer aushalten, dafür aber auffällig und laut sind. Ein besonderes Gimmick sind verschiedene Gadgets, wie ein Ablenkungsmanöver, um an weniger Feinden vorbei zu schleichen, oder eine Übersichtskarte. Mit dem passenden Kleingeld kann man sich das Spiel somit leichter machen. Geld gibt es nach jeder Mission und lässt sich auch währenddessen finden, sowie auch verschiedene Utensilien und Modifikationen. Auch lassen sich besondere Boni freispielen, je nachdem, wie man sich verhält. Lautloses töten von Gegnern wird beispielsweise mit 20% mehr Tarnung belohnt. Das Einsatzbriefing gibt es direkt am großen Plasma-Fernsehen, auf dem man sich direkt mit dem dazugehörigen Kontakt unterhält.

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19.04.2011 12:54:38 von DinoHeli:
Ich weiß zumindest noch, dass man einmal vergebene Skillpoints nicht mehr ändern konnte. Ich hatte einen Charakter, der sich auf eine Waffe + Gesundheit + Nahkampf spezialisiert hatte. Die restlichen Skillpoints hab ich immer nach Lust und Laune hier und dort verteilt. Kam damit locker durch's...
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19.04.2011 07:02:50 von Pandemonium:
Ich hab's erst vor einem dreiviertel Jahr gespielt und schon keine Ahnung mehr, wie das mit dem Skillen funktioniert hat Ich weis nur noch, dass es mir Spass gemacht hat ...
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18.04.2011 21:18:17 von aldi404:
Vor allem ob man die Skillpunkte wieder neu verteilen kann oder ob man mit seinen Entscheidungen leben muss egal wie verskillt man ist....
Positiv
Negativ