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Onimusha 3

PC Windows
Zwei Jahre nachdem Samanosuke's vorerst letztes Abenteuer in Japan für die PlayStation 2 erschien, wurde Onimusha 3 nun von Ubisoft auf den PC gebracht. Ob der Titel auch auf dem PC für hohen Spielspass sorgt, erfahrt ihr im folgenden Review.
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Samanosuke wie wir ihn in bester Erinnerung haben.


Als der französische Polizist Jaques (aka Jean Reno) an diesem Morgen im Jahre 2004 zu Dienstbeginn in seinem Pariser Bezirk antritt, ahnt er nicht was ihm heute alles wiederfahren wird. Der Alptraum beginnt mit einem Funkspruch seines Kollegen und besten Freundes Phillip, der Jaques um Hilfe ruft, da am Arc de Triomphe einige seltsame Dinge geschehen. Jaques schwingt sich auf sein Motorrad, rast zu besagter Stelle und traut seinen Augen kaum - eine gewaltige Genma Armee fällt über Paris her, überall Schreie und Blut. Was um Himmels Willen ist hier los?

500 Jahre früher - das feudale Japan: Mitsuhide Akechi, Samanosuke's Onkel, führt seine Armee zu einem abgelegenen Unterschlupf des Bösewichts Nobunga. Als Samanosuke jenem Verbrecher im Kampf gegenüber steht, passiert auch hier etwas unglaubliches - ein mysteriöses Portal öffnet sich und "verschluckt" Samanosuke bevor er Nobunga angreifen kann.

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Jaques und Samanosuke treffen im Paris der Gegenwart aufeinander... leider bleibt ihnen keine Zeit für erklärende Gespräche.


Zurück im Paris der Gegenwart: Phillip wurde von einem Genma Soldaten schwer verletzt und Jaques, der mit dieser völlig bizarren Situation vollkommen überfordert ist, versucht die ekelerregenden Monster mit seinem Revolver in die Flucht zu schlagen. Als ihm bewusst wird, dass sie keine Chance haben gegen die Horden von Gegnern, taucht auf einmal ein japanischer Samurai aus einer Seitengasse auf - Samanosuke ist

Erwartungsgemäß tauchen Jaques und Phillip in Japan wieder auf, Mitte des 16. Jahrhunderts. Nachdem Jaques feststellen muss, dass sein Kollege die schweren Verletzungen nicht überlebt hat, trifft er in Japan erneut auf Samanosuke... falls ihr euch jetzt fragt, wie das möglich ist, da Samanosuke doch in Paris Anno 2004 fest sitzt - der Samanosuke, den Jaques im Japan des 16. Jahrhunderts trifft, ist der für diese Zeit "aktuelle" Samanosuke, der soeben die Geschehnisse aus Onimusha 1 hinter sich gebracht hat. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in ein Abenteuer der etwas anderen Art, während der andere Samanosuke in Paris nach Antworten sucht...

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Jaques beginnt sein Abenteuer mit einer ordinären Peitsche.


Wie ihr unmissverständlich gemerkt haben solltet, ist die Story von Onimusha 3 recht aussergewöhnlich. Im Gegensatz zu den Vorgängern wirkt der Onimusha 3-Plot sehr wirr. Doch wer der Handlung aufmerksam folgt, der wird im Nachhinein begeistert sein. Durch die Idee der beiden Charaktere in verschiedenen Zeiten, werden im späteren Verlauf des Spiels nämlich auch spielerische Elemente möglich, die anders nicht zu realisieren wären. Dazu aber später mehr.

Das Gameplay von Onimusha 3 bedient sich weitesgehend an dem der Vorgänger - mit eurem Charakter streift ihr durch diverse Areale und metzelt eure Gegner zu Boden. Die dahingeschiedenen Bösewichte hinterlassen ihre Seelen, die ihr anhand eures speziellen Handschuhs (Jaques kriegt natürlich auch einen verpasst) so schnell wie möglich einsaugen solltet, um so neue Lebens- sowie Magieenergie für euch zu gewinnen. Sowohl Samanosuke als auch Jaques verfügen über recht viele Kampfbewegungen, mit denen ihr euren Gegnern das Fürchten lehrt. Dazu kommen natürlich die obligatorischen Waffen - während Samanosuke mit einem simplen Katana und Jaques mit einer Peitsche (á la Castlevania) ihr Abenteuer beginnen, findet ihr im Verlauf des Spiels riesige Schwerter, schwere Aexte und gefährliche Stäbe, mit denen die beiden extrem ansehnliche Moves und Combos auf den Bildschirm zaubern. Eine weitere "Seelenart", die ihr von euren erledigten Gegnern einsaugt, dient zudem als Mittel um eure Waffen zu verbessern. Mit jedem neuen Level das eure Waffe erlangt, kommen neue Magie Attacken hinzu. Ausserdem könnt ihr manche Zugänge zu neuen Arealen nur öffnen, wenn eure Waffe auf einem bestimmten Level ist.

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Mit diesem Kampfstab lassen sich die oftmals bildschirmfüllenden Gegner schon viel besser angehen.


Sowohl Samanosuke als auch Jaques haben eine weitere Begleiterin - das kleine elfenartige Wesen Ako. Jene schwirrt ständig um den Charakter herum, den ihr gerade spielt (sie kann sich wohl einfach so zwischen den Zeiten hin und her bewegen). Im Spiel findet ihr verschiedene Westen für Ako. In Verbindung mit grünen Orb-Steinen, die ihr ebenfalls hin und wieder findet, entpuppen sich diese Westen als Hilfe die ihr nicht mehr missen möchtet. Während eine Weste z. B. eure Lebensenergie langsam wieder auffüllt wenn euer Charakter stehen bleibt, hilft euch eine andere Weste bei der Verteidung aktiv mit. So könnt ihr über das Menu ständig die Bekleidung der kleinen Ako wechseln, damit sie für euch je nach Situation hilfreich ist. Ausserdem sammelt Ako Items ein, die erledigte Gegner hinterlassen haben und kann für euch Schatzkisten öffnen, die euer Charakter ansonsten nicht erreichen könnte.

Neben dem Hauptelement, dem Kampf, kommt die Hirnkost natürlich auch nicht zu kurz. Die aus den Vorgängern bekannten Rätsel aus den blauen Kisten sind wieder mit von der Partie. Während ihr zu Beginn des Spiels über diese sehr leichten Verschieberätsel nur müde lachen könnt, zieht die Komplexität im Verlauf des Spiels deutlich an und ihr werdet den ein oder anderen Versuch brauchen bevor ihr es richtig hin kriegt.

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Es kann nicht immer nur sauber zur Sache gehen...


Desweiteren werden eure grauen Zellen mit den genretypischen Rätseln gefordert, wie z. B. dem Auffinden und korrekten Benutzen von diversen Gegenständen und ähnlichem. Ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel ist es euch ausserdem möglich, mit Hilfe eines Portals Gegenstände zwischen Samanosuke und Jaques hin und her zu schicken, wodurch die Rätsel nochmal komplexer werden.

Neben den Artefakten, die euch den Transfer von Gegenstaenden möglich machen, findet ihr auch regelmässig Save Points. Jene dienen jedoch nicht nur ausschliesslich zum speichern des Spielstandes - über die Save Points könnt ihr auch über das Secret Training zugreifen. Hier werden euch Aufgaben gestellt, die ihr erfolgreich ausführen müsst, um das Training abzuschliessen (z.B. eine Anzahl Gegner mit einem bestimmten Angriff erledigen). So könnt ihr z. B. die im späteren Spielverlauf lebensnotwendige Issen-Konterattacke meistern. Als Belohnung für ein bestandenes Training erhaltet ihr nützliche Items. Über die Save Points könnt ihr ausserdem, wie schon angesprochen, eure Waffen aufleveln.

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Cutscenes mit atemberaubender Grafik erzählen die Geschichte weiter und leiten so auch, wie auf diesem Screenshot, Boss-Fights ein.


Bei der Steuerung ist man ebenfalls beim Bewährten geblieben - via Gamepad könnt ihr sowohl das Digi-Steuerkreuz als auch den linken Analogstick benutzen, um euren Chara zu bewegen. Während die Bewegungen per Analogstick weitaus flüssiger von der Hand gehen und ihr euch so besser in weiten Arealen fortbewegen könnt, hilft das Digi-Steuerkreuz bei den Kampfbewegungen und Combos, da ihr diese so genauer eingeben könnt.

Grafisch begeistert Onimusha 3 fast nahtlos. Wunderbare Umgebungen (uebrigens nicht mehr vorgerendert wie in den Vorgaengern, sondern alles in Echtzeit), sehr detaillierte Charakter Darstellungen und Animationen und flüssiges Geschehen auf dem Bildschirm lassen die Herzen aller Grafikfetischisten höher schlagen. Dazu kommen Cut-Scenes auf höchstem Niveau und absolut atemberaubende CG-Filmchen als Intro und auch an einigen wenigen Stellen im Spiel. Eine manuell justierbare Kamera gibt es leider nicht... die vorgegebene beschert euch aber nahezu immer eine gute Übersicht. Einen Punkt Abzug gibt es aber aufgrund von seltenen Ausrutschern wie leichtem Flimmern an diversen Stellen.

Auch der Sound von Onimusha 3 braucht sich vor Genre Kollegen nicht zu verstecken, im Gegenteil. Dramatische Orchesterstücke, harte Rockklänge und vieles mehr erwarten eure Ohren, gut abgestimmt und somit passend zur jeweiligen spielerischen Situation in der ihr euch befindet. Zu Beginn des Spiels läuft in Frankreich übrigens auch alles in Französisch ab... nachdem Jaques allerdings auf die kleine Elfe Ako trifft, spricht er plötzlich fliessend Japanisch!

Systemanforderungen:
Windows 2000 / XP, 1.0 GHz Prozessor, 256 MB RAM Arbeitsspeicher, 128 MB DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte, DVD-ROM Laufwerk, 2.0 GB Festplattenspeicher, Windows Media Player 9
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