In der Welt von Daniel und mir regiert nur ein Wort: "Dauerfeuer"! Wir lieben es, wenn massenweise neue Wellen von Raumschifftypen auf uns zu gestürmt kommen, die mit ihren Projektilen versuchen, uns Superpiloten von Himmel zu holen. Spiele wie Gradius, R-Type und Ikaruga haben uns stark gemacht und so kann selbst der dickste Endgegner und der festeste Weltraumkreuzer nicht dafür sorgen, dass wir ins Schwitzen kommen. Der Nachteil bei der Sache ist, das wir kontinuierlich auf der Suche nach neuen Ballerfutter sind, was im Jahr 2008 nicht mehr so leicht ist, wie zu seeligen 16Bit-Tagen. Schön, dass wenigstens die Münchner Programmierer von Shin’en ein Herz für uns harte Jungs haben. ^_^
Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden:
Nanostray war die Grafikgranate für Nintendos DS! Hochauflösende Texturen und das hohe Gegneraufkommen spielten regelrecht mit den Grafikmuskeln des DS – beim Anblick solcher Pracht wünschte man sich als DS-Besitzer, dass alle Spiele auf Nintendos Dualbildschirm-Handheld so schön wären. Aber der Casual-Zug, der ganz besonders auf Nintendos Seite zur Zeit im Gange ist, braucht keine Grafikblender und schon gar nicht Games mit hohem Schwierigkeitsgrad. Da fühlt man sich als Kind der achtziger Jahre ein bisschen vernachlässigt, weil man eben mit kackschweren Spielen wie Contra/Probotector groß geworden ist.
Aber um nicht weiter das Thema auszubreiten, hier die Kurzform: 2008 ist der (klassische) Shooterhimmel nicht mehr so rosig. Raiden IV für die Xbox360 ist (bis jetzt) Japan-exklusive und der Xbox Live-Titel R-Type Dimensions ist mehr ein Remake als ein eigenständiges Spiel. Nanostray 2 hat auch lange auf sich warten lassen müssen! Während Amerikaner schon im März 2008 sich im Wi-Fi-Himmel von Nintendo die High Scores um die Ohren jagten, sahen wir Europäer ziemlich dämlich aus. Aber nach gut acht Monaten Wartezeit war die Welt dann aber wieder in Ordnung, denn Nanostray 2 erschien auch bei uns.

Die Story schenken wir uns eben mal und steigen gleich ein, in die Vielfalt, die dieser Titel zu bieten hat. Der Arcademodus ist für die bitterharten Shooterkinder, um ihr Können in Sachen High Score zu beweisen – diese lässt sich jetzt via Nintendo Wi-Fi-Connetion gar online hochladen. Geile Sache! Aber schaltet ihr das Game zum ersten Mal an, werdet ihr bemerken, dass im Arcademodus nur einer von acht Level spielbar ist. Der Rest, also Welten wie Keikan Outpost oder Daitoshi Station, müssen erst im Adventuremodus freigeschaltet werden.
Dieser erzählt klischeehaft eine belanglose Story um einen Virus, welcher auf den Namen ’’Nanostray’’ hört. Als heldenhafter Pilot jagt ihr der Plage der sieben Weltraumplaneten hinterher, wo euch der Scientist Officer Diane Stewart immer hilfreich zur Seite steht. Folgt ihr der Geschichte, müsst ihr einen Planeten nach dem anderen besuchen, um dort einer Horde von Raumschiffen und später einem Endgegner standhalten. Doch der Start eures Abenteuers ist im Weltraum, genauer gesagt im Teppeki Dock. Vor jeder Mission landet ihr im Weapon Selection-Menü, wo ihr eure alternative Waffe auswählt. Diese sind anfangs stark begrenzt, aber durch euer Weiterkommen spielt ihr sechs neue Wummen frei. Äußerst schick ist auch die Möglichkeit, den Schussradius euer Satelliten mittels Stylus zu bestimmen.

Bekannt aus dem Vorgänger ist wieder der Challengemodus mit am Start, wo nur die coolsten und feurigsten Zocker durch Erreichen von Zielen wie ’’Schaffe eine Punktzahl von 35.000 Punkte innerhalb von 30 Sekunden’’ den Simulatormodus freischalten. Der Mehrspielermodus unterstützt sowohl ’’Single-Card Play’’ sowie ’’Multi-Card Play’’, womit ihr gemeinsam mit einem Freund auf Endgegnerjagd gehen könnt. Kommen wir aber jetzt zum Gameplay, das (zum Glück) um einige Feinheiten erweitert wurde. Zuerst sollte ich erwähnen, dass das nervige Touchpad-Minispiel beim Auftaufen eines Endgegners der Vergangenheit angehört. Wahlweise spielt ihr im klassischen Style, was am besten von der Hand geht. Auch eine Stylussteuerung ist auf der Speicherkarte zu finden und hierbei macht es nichts aus, ob ihr Rechts- oder Linkshänder seit – obwohl dieser ’’Bonus’’ mit der Steuerung eine nette Dreingabe ist, merkt man recht schnell, dass dieser auch seine Tücken aufweist.
Denn die Touchpadsteuerung findet natürlich auf dem unteren Bildschirm statt (während die Action in der Standardsteuerung auf dem oberen Bildschirm zu sehen ist), wo ihr mit dem Stift das Schiff lenkt. Durch Bewegungen zieht ihr euren Weltraumflitzer von links nach rechts, was das Schiff und seine Lenkmanöver verlangsamt. Objekte und Feinde werden durch eure eigene Hand verdeckt und schnelle Tode sind vorprogrammiert.
Die Action findet in horizontalen sowie vertikalen Abschnitten statt, wo es leider nur wenig Powerups für eure Standardwumme gibt: Jeweils nur zwei blaue Orbs verleihen euch zwei Satelliten an eure Seite, die mit den Schultertasten verstellbar sind. Ist eine Welle eines bestimmten Gegnertyps erledigt, werdet ihr eine blaue Münze vorfinden, welche die Energieanzeige eurer Sub-Weapon auflädt. Brutzelt ihr dickere Gegner wie einen Frachter oder Mittelgegner, regnet es goldene Münzen, die eurem High Score gut tun.
Um immer eine extrem hohe Punktezahl pro Treffer zu erhalten, solltet ihr versuchen die Nano-Anzeige gefüllt zu lassen – ist diese nämlich leer, geht eine Stange Extrapunkte den Bach runter! Wie am Anfang bereits erwähnt, ist Nanostray 2 ein echtes Grafikbrett. Unterstrichen wird das durch knackscharfe Texturen, weiche Kanten, dicke Explosionen und detaillierte Umgebungen (mit guter Beleuchtung). Die Slowdowns, die noch im Vorgänger vorhanden waren, wurden bei unserem mehrfachen Testflug nirgends gesichtet – somit verdient Nanostray das Prädikat ’’Perfekte (3D-) Grafik auf dem DS’’!
Dominic meint:
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Daniel meint:
Bereits
Iridion II auf dem guten alten
Gameboy Advance SP hat mir seinerzeit sehr großen Spaß bereitet. Umso mehr war ich von
Nanostray - aufgrund der spielerischen Macken (Touchpadmodus) - enttäuscht. Mit Nanostray 2 geht für
Shoot ´em Up-Fans und DS-Besitzer nun endlich ein Traum in Erfüllung - nicht nur dass der Titel der Beste seines Genres (auf Nintendos DualScreen Handheld) ist, nein, auch grafisch zeigen die Jungs von Shin´en was technisch alles aus der Hardware dank guter Programmierung rauszuholen ist. Mein Tipp: Unbedingt die "Naizoh Habitat"-Stage anzocken - lässt Erinnerungen an Konamis
Salamander wach werden. Für den Nachfolger bitte dringend das Extrawaffen-System ausbauen und einen Online-Co-op-Modus integrieren.
Positiv
Negativ