| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1 - 2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | - |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Nintendo |
Wertung |
Der fernöstliche Schnetzelspaß geht in die nächste Runde - die Mannen beim japanischen Softwarehaus KOEI gönnen den feudalen Kämpfern des alten China ausnahmsweise eine Ruhepause und schicken stattdessen ihre japanischen Kollegen in die Schlacht. Und nach dem doch recht mäßigen Samurai Warriors: Katana kann sich der zweite Wii-Auftritt der Samurai sehen lassen!
In Japan ist das Spiel unter dem Namen “Sengoku Musou 3” bereits ein großer Renner und ist nicht nur als Bundle zum Classic Controller Pro bzw. der Nintendo Wii Konsole erhältlich, sondern auch in einer für Sammler interessanten “Treasure Box” mit einigen Goodies. Inhalt: Ein schwarzer Classic Controller samt Sengoku Musou 3 Logo, eine Soundtrack CD, ein Booklet mit Grafiken und eine kleine Spielzeugfigur.
Derlei Schmankerl bleiben uns hier im Westen verwehrt, woran die überschaubare Fangemeinde sicherlich schuld sein dürfte. Zwar haben sich sowohl die Dynasty Warriors als auch die Samurai Warriors hierzulande in den letzten Jahren eine feste Fangemeinde aufgebaut, aber zum großen Durchbruch reichte es bisher noch nicht. Ob es das jemals wird? Doch wir schweifen vom Thema ab...

Samurai Warriors 3 lautet also der neueste Wurf aus japanischen Entwicklerlabors von “Omega Force” und lässt euch wie gehabt in die Rolle eines feudalen Kämpfern im alten Japan der Sengoku-Periode schlüpfen. Ohne Historikern zu nahe treten zu wollen, lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass sich das japanische Shogunat in einer Krise befand und sich im Land mehr oder minder offen Clans um die Führung bekriegten. Wenn schon kein Ass in japanischer Geschichte, so kommt uns Nintendo Fan aber zumindest als eingefleischte Videospieler der eine oder andere Name der wählbaren Charaktere bekannt vor. Nehmen wir beispielsweise nur Nobunaga Oda aus Nobunaga’s Ambition.
Mit ihm oder einem der zahlreichen anderen Generäle zieht ihr in epische Schlachten. Sowohl eure Seite als auch die Seite des Gegners verfügt dabei über eine unendlich scheinende Zahl Kanonenfutter einfacher Soldaten, nebst einigen namenlosen Offizieren und natürlich Generälen. Wirklich wichtig sind dabei eigentlich nur letztere, denn neben einem Namen haben diese auch eine eigenständige Geschichte, die in wunderschönen Zwischensequenzen zwischen den Schlachten erzählt wird. Wer also wirklich gerne alles in Samurai Warriors 3 sehen möchte, der wird nicht drumherum kommen, es auch mit jedem Krieger durchzuspielen - eine Mammutaufgabe, die euch sicherlich an die 80 - 100 Stunden Spielzeit kosten dürfte.
Doch zurück zur Schlacht: Bevor ihr euch ins Getümmel stürzt, erhaltet ihr eine kurze Einführung in die Rahmenbedingungen. Dazu gehört ein grober Schlachtplan als auch die Bedingungen für Sieg und Niederlage. In den meisten Fällen gilt es einfach den Feind niederzustrecken, aber teilweise müssen auch z. B. Einheiten eskortiert werden. Stirbt dann die zu schützende Einheit, ist die Niederlage beschlossen und ihr dürft euch noch einmal von Beginn daran versuchen. Zusätzlich erwarten euch zudem immer auch kleine Nebenaufgaben, wie etwa einen bestimmten feindlichen Offizier zu erledigen oder innerhalb eines Zeitlimits ein feindliches Lager einzunehmen.
Und wie gelingt euch dies? Indem ihr mit eurem Daumen die Buttons auf der Wiimote zerhämmert, wie Kritiker der Reihe vielleicht sagen würden. Doch es gehört schon etwas mehr dazu, um bei Samurai Warriors 3 wirklich erfolgreich zu sein. Und bei einem Jump’n’Run regt sich schließlich auch niemand auf, dass man “nur springen” müsse.
Wie erwähnt führt euer historischer Held auf Knopfdruck eine Attacke abhängig von seiner Bewaffnung aus. Dazu gibt es noch die sogenannten “Charge Attacks”, die eine Art Spezialattacke sind sowie natürlich die Musou Angriffe, die wie eh und je einen voll aufgeladenen Musou-Balken erfordern und das nahe Umfeld meist effektvoll verwüsten. Außerdem könnt ihr auch blocken, euch wegrollen, springen und ein Pferd herbeirufen bzw. sogar reiten und auch vom Sattel des Pferdes aus kämpfen.
Der wahre Samurai Warriors Kenner unterscheidet sich vom ahnungslosen Anfänger aber durch seinen Einsatz von Kombo-Attacken, um - mit perfektem Timing - möglichst grausamen Schaden unter dem feindlichen Kanonenfutter zu verursachen. Äh, klingt nicht spannend? Ist es aber! Ehrlich. Und zwar weil man mit jedem Charakter nach und nach so eigene Kampftaktiken entwickelt. Vor dem tippen dieser wohlformulierten Zeilen spielte dieser Autor beispielsweise gerade mit Hattori Hanzo, bewaffnet mit einem Kusarigama (‘ne Art Sichel an einer Kette). Statt nur stupide den Button für den normalen Angriff zu bearbeiten bis mein Musou-Balken völlig aufgefüllt ist, lässt sich nach der dritten normalen Attacke wunderbar eine Charge-Attack einstreuen, was in der Kombination alles in der nahen Umgebung in Schutt und Asche legt.
Und da fängt Samurai Warriors 3 dann an so richtig Spaß zu bereiten. Denn je mehr Gegner ihr erledigt desto mehr Erfahrungspunkte erhaltet ihr und levelt auf diese Weise eure Fähigkeiten weiter auf. Im Resultat erhaltet ihr z. B. einen größeren Lebensbalken. Außerdem erhaltet ihr von besiegten Feindoffizieren oder herumstehenden Kisten immer wieder spezielle Items, die im Kampfgetümmel tunlichst nicht übersehen werden sollten. Zum einen befindet sich darunter nämlich immer wieder lebensspendende Nahrung, als auch kurzzeitige Power-ups. Oder eben neue Ausrüstungsgegenstände, die ihr dann nach der Schlacht anlegen dürft.
Dabei dürft ihr Rüstung jetzt auch verbessern (was zu besseren Eigenschaften führt) und ein Waffen-Upgrade-System ähnlich Dynasty Warriors 6 (PS3) nutzen, um eure Waffen noch stärker zu machen. Auch ein Aspekt, der immer wieder motiviert. Neu ist außerdem die Möglichkeit sich für eine Vorauswahl an Items entscheiden zu können. Wahlweise mit Ausrichtung auf Heilung, Verteidigung oder als Mischung von beiden. Einen Hinweis ist sicherlich auch die Abstinenz jeglicher Bewegungskontrolle wert - hier gibt es kein Rumgehampel mit der Wiimote. Stattdessen habt ihr die Wahl aus vier verschiedenen Steuerungsvarianten: Wii Remote und Nunchuck, GameCube Controller, Classic Controlller und Classic Controller Pro. Vielleicht ist es diesem Vertrauen auf althergebrachte Steuerungsmethoden zu verdanken, dass sich die Action gut steuern lässt und insbesondere Kennern der Serie schon von Anbeginn leicht von der Hand gehen wird. Gerade der Classic Controller erscheint geradezu prädestiniert für dieses Spiel zu sein.
Und wer will, der darf den Spaß sogar kooperativ zu Zweit auf einer Seite spielen, was Samurai Warriors in meinen Augen erst so richtig interessant macht. Gemeinsam in die Schlacht zu ziehen und sich untereinander abzustimmen (“Sichere du das Tor im Westen - ich gehe rechtsherum!”) um dann siegreich aus der Schlacht hervorzugehen, bildet einfach einen besonderen Reiz. Zumal ein menschlicher Mitspieler doch wesentlich effektiver als die CPU-Kameraden kämpfen, die nur allzu schnell ins Gras beißen oder nach Unterstützung plärren...
Man merkt, dieser Autor war insbesondere von den kooperativ mit seinem Kumpel geschlagenen Schlachten verdammt angetan. Eher gruselig ist hingegen die Präsentation, zumindest wenn man mal einen Blick über den Tellerrand auf andere Systeme wagt. Samurai Warriors Kenner wissen ja bereits, dass “ihre” Serie hier noch nie getrumpft hat. So sieht dann auch die Wii-Version wie eine der alten PS2 Fassungen aus. Während die Hauptcharaktere allesamt noch hübsch anzusehen sind, enttäuscht gerade die öde Umgebung. Und warum fehlt der 60 Hz Modus? Wenigstens erscheinen feindliche Truppen nicht mehr urplötzlich aus dem Nichts, wie dies noch bei den Vorgängern der Fall war. Und wer sich trösten mag - die PS3 und Xbox360 Versionen sehen auch kaum besser aus...

Derlei Schmankerl bleiben uns hier im Westen verwehrt, woran die überschaubare Fangemeinde sicherlich schuld sein dürfte. Zwar haben sich sowohl die Dynasty Warriors als auch die Samurai Warriors hierzulande in den letzten Jahren eine feste Fangemeinde aufgebaut, aber zum großen Durchbruch reichte es bisher noch nicht. Ob es das jemals wird? Doch wir schweifen vom Thema ab...

Samurai Warriors 3 lautet also der neueste Wurf aus japanischen Entwicklerlabors von “Omega Force” und lässt euch wie gehabt in die Rolle eines feudalen Kämpfern im alten Japan der Sengoku-Periode schlüpfen. Ohne Historikern zu nahe treten zu wollen, lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass sich das japanische Shogunat in einer Krise befand und sich im Land mehr oder minder offen Clans um die Führung bekriegten. Wenn schon kein Ass in japanischer Geschichte, so kommt uns Nintendo Fan aber zumindest als eingefleischte Videospieler der eine oder andere Name der wählbaren Charaktere bekannt vor. Nehmen wir beispielsweise nur Nobunaga Oda aus Nobunaga’s Ambition.
Mit ihm oder einem der zahlreichen anderen Generäle zieht ihr in epische Schlachten. Sowohl eure Seite als auch die Seite des Gegners verfügt dabei über eine unendlich scheinende Zahl Kanonenfutter einfacher Soldaten, nebst einigen namenlosen Offizieren und natürlich Generälen. Wirklich wichtig sind dabei eigentlich nur letztere, denn neben einem Namen haben diese auch eine eigenständige Geschichte, die in wunderschönen Zwischensequenzen zwischen den Schlachten erzählt wird. Wer also wirklich gerne alles in Samurai Warriors 3 sehen möchte, der wird nicht drumherum kommen, es auch mit jedem Krieger durchzuspielen - eine Mammutaufgabe, die euch sicherlich an die 80 - 100 Stunden Spielzeit kosten dürfte.

Doch zurück zur Schlacht: Bevor ihr euch ins Getümmel stürzt, erhaltet ihr eine kurze Einführung in die Rahmenbedingungen. Dazu gehört ein grober Schlachtplan als auch die Bedingungen für Sieg und Niederlage. In den meisten Fällen gilt es einfach den Feind niederzustrecken, aber teilweise müssen auch z. B. Einheiten eskortiert werden. Stirbt dann die zu schützende Einheit, ist die Niederlage beschlossen und ihr dürft euch noch einmal von Beginn daran versuchen. Zusätzlich erwarten euch zudem immer auch kleine Nebenaufgaben, wie etwa einen bestimmten feindlichen Offizier zu erledigen oder innerhalb eines Zeitlimits ein feindliches Lager einzunehmen.
Und wie gelingt euch dies? Indem ihr mit eurem Daumen die Buttons auf der Wiimote zerhämmert, wie Kritiker der Reihe vielleicht sagen würden. Doch es gehört schon etwas mehr dazu, um bei Samurai Warriors 3 wirklich erfolgreich zu sein. Und bei einem Jump’n’Run regt sich schließlich auch niemand auf, dass man “nur springen” müsse.
Wie erwähnt führt euer historischer Held auf Knopfdruck eine Attacke abhängig von seiner Bewaffnung aus. Dazu gibt es noch die sogenannten “Charge Attacks”, die eine Art Spezialattacke sind sowie natürlich die Musou Angriffe, die wie eh und je einen voll aufgeladenen Musou-Balken erfordern und das nahe Umfeld meist effektvoll verwüsten. Außerdem könnt ihr auch blocken, euch wegrollen, springen und ein Pferd herbeirufen bzw. sogar reiten und auch vom Sattel des Pferdes aus kämpfen.

Der wahre Samurai Warriors Kenner unterscheidet sich vom ahnungslosen Anfänger aber durch seinen Einsatz von Kombo-Attacken, um - mit perfektem Timing - möglichst grausamen Schaden unter dem feindlichen Kanonenfutter zu verursachen. Äh, klingt nicht spannend? Ist es aber! Ehrlich. Und zwar weil man mit jedem Charakter nach und nach so eigene Kampftaktiken entwickelt. Vor dem tippen dieser wohlformulierten Zeilen spielte dieser Autor beispielsweise gerade mit Hattori Hanzo, bewaffnet mit einem Kusarigama (‘ne Art Sichel an einer Kette). Statt nur stupide den Button für den normalen Angriff zu bearbeiten bis mein Musou-Balken völlig aufgefüllt ist, lässt sich nach der dritten normalen Attacke wunderbar eine Charge-Attack einstreuen, was in der Kombination alles in der nahen Umgebung in Schutt und Asche legt.
Und da fängt Samurai Warriors 3 dann an so richtig Spaß zu bereiten. Denn je mehr Gegner ihr erledigt desto mehr Erfahrungspunkte erhaltet ihr und levelt auf diese Weise eure Fähigkeiten weiter auf. Im Resultat erhaltet ihr z. B. einen größeren Lebensbalken. Außerdem erhaltet ihr von besiegten Feindoffizieren oder herumstehenden Kisten immer wieder spezielle Items, die im Kampfgetümmel tunlichst nicht übersehen werden sollten. Zum einen befindet sich darunter nämlich immer wieder lebensspendende Nahrung, als auch kurzzeitige Power-ups. Oder eben neue Ausrüstungsgegenstände, die ihr dann nach der Schlacht anlegen dürft.

Dabei dürft ihr Rüstung jetzt auch verbessern (was zu besseren Eigenschaften führt) und ein Waffen-Upgrade-System ähnlich Dynasty Warriors 6 (PS3) nutzen, um eure Waffen noch stärker zu machen. Auch ein Aspekt, der immer wieder motiviert. Neu ist außerdem die Möglichkeit sich für eine Vorauswahl an Items entscheiden zu können. Wahlweise mit Ausrichtung auf Heilung, Verteidigung oder als Mischung von beiden. Einen Hinweis ist sicherlich auch die Abstinenz jeglicher Bewegungskontrolle wert - hier gibt es kein Rumgehampel mit der Wiimote. Stattdessen habt ihr die Wahl aus vier verschiedenen Steuerungsvarianten: Wii Remote und Nunchuck, GameCube Controller, Classic Controlller und Classic Controller Pro. Vielleicht ist es diesem Vertrauen auf althergebrachte Steuerungsmethoden zu verdanken, dass sich die Action gut steuern lässt und insbesondere Kennern der Serie schon von Anbeginn leicht von der Hand gehen wird. Gerade der Classic Controller erscheint geradezu prädestiniert für dieses Spiel zu sein.

Und wer will, der darf den Spaß sogar kooperativ zu Zweit auf einer Seite spielen, was Samurai Warriors in meinen Augen erst so richtig interessant macht. Gemeinsam in die Schlacht zu ziehen und sich untereinander abzustimmen (“Sichere du das Tor im Westen - ich gehe rechtsherum!”) um dann siegreich aus der Schlacht hervorzugehen, bildet einfach einen besonderen Reiz. Zumal ein menschlicher Mitspieler doch wesentlich effektiver als die CPU-Kameraden kämpfen, die nur allzu schnell ins Gras beißen oder nach Unterstützung plärren...
Man merkt, dieser Autor war insbesondere von den kooperativ mit seinem Kumpel geschlagenen Schlachten verdammt angetan. Eher gruselig ist hingegen die Präsentation, zumindest wenn man mal einen Blick über den Tellerrand auf andere Systeme wagt. Samurai Warriors Kenner wissen ja bereits, dass “ihre” Serie hier noch nie getrumpft hat. So sieht dann auch die Wii-Version wie eine der alten PS2 Fassungen aus. Während die Hauptcharaktere allesamt noch hübsch anzusehen sind, enttäuscht gerade die öde Umgebung. Und warum fehlt der 60 Hz Modus? Wenigstens erscheinen feindliche Truppen nicht mehr urplötzlich aus dem Nichts, wie dies noch bei den Vorgängern der Fall war. Und wer sich trösten mag - die PS3 und Xbox360 Versionen sehen auch kaum besser aus...
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