Genre: Action-Adventure
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: PAL
Auflösung / Hertz: 50 / 60 Hz
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit: 09. July 2012
Vermarkter: Nintendo

Wertung

4.7

Userwertung

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Während der Nintendo DS reichlich mit (meist) guten Pokémon-Spielen bedient wird, sieht es auf Nintendos Heimkonsole nicht so wirklich gut aus. Doch das ändert sich nun mit Pikachus erstem Wii-Abenteuer im Poképark!
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Solltet ihr zu Zeitgenossen zählen die jeden unsere Testartikel genaustens unter die Lupe nehmen, habt ihr bestimmt gemerkt, dass ich seit dem Release von Pokémon Heartgold & Soulsilver Edition nicht abgeneigt bin, einige Taschenmonster zu sammeln und sie dann im zeitintensiven Training zu drillen. Ich habe mich sogar schon mehrfach erwischt, wie ich die gesammelten Tierchen mit meinem kleinen Neffen tauschen war. Jetzt werdet ihr bestimmt lachen und einige Witze reissen, wie ein zweiunddreißigjähriger Mann sich noch hinreißen lässt ein Pokémon-Spiel zu spielen. Aber ich stehe dazu: Ich spiele Pokémon und habe Spaß dabei! Punkt aus!

Somit habe ich mich in der Redaktion freiwillig bereit erklärt, dass neueste Produkt der Pokémon Company unter die Lupe zu nehmen, das mit niemand geringeren als der Leitfigur einer ganzen Generation daher kommt: Nämlich Pikachu himself! Ich war eigentlich guter Dinger als endlich das Testmuster von Poképark Wii: Pikachus grosses Abenteuer bei mir eintrudelte. Was waren meine Erwartungen? Ein Spiel für Core- und Gelegenheitsspieler mit vielleicht einem interessanten Kampfsystem. Am Ende meiner Testphase mit dem Wii-Spiel war ich ein bisschen enttäuscht. Aber erfahrt jetzt mehr in meinem ausführlichen Test.

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Der Austragungsort von Pikachus ersten Wii-Abenteuer ist ein Poképark, der vor vielen Jahren von Menschen bewohnt wurde. Nachdem diese aber gegangen sind, haben sich die Hosentaschenmonster dieses Stück Land wieder unter den Nagel gerissen. Die Idylle war bis dato perfekt. Doch leider wurde das Himmelsprisma, das den Park bisher beschützte, in 14 Teile gesprengt und über das Gelände verstreut. Der Pokémon Mew gibt euch hier zum Anfang direkt ein kurzes Update zur Geschichte und wirft euch vor den Toren des Poképarks ab, mit der Aufgabe alle Prismensplitter zu finden und wieder zu vereinen.

Extrem schnell werdet ihr merken, dass der Poképark in fünf Sektoren eingeteilt wurde, wo Bisaflor, Impoleon und Lohgock das Sagen haben. Aus Angst vor Rivalitäten ist es jedem Hosentaschentierchen untersagt in einen anderen Teil des großen Gebietes zu wandern. Somit steht nicht nur das Suchen der Splitter auf eurem Terminplan, sondern die Streitigkeiten der Zonenmeister zu beenden. Dazwischen seit ihr sozusagen der geduldige Helfer und hört euch das Leid der Parkbewohner an.

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Zu den Rahmenbedingungen des Spiels zählt es auch noch soviel Freundschaften wie möglich mit den 193 Pokémons zu schliessen, die alle weit verstreut sind. Und wie macht man das am besten? Man geht zu ihnen, führt Smalltalk und fordert sie zu Aktivitäten auf. Dann kommen die Minispiele ’’Fangen ’’, ’’Verstecken ’’, ’’Ratespiel ’’, und ’’Turnübungen ’’ zum Einsatz. Es gibt sogar einen Kampfmodus der ein bisschen an ein Beat 'em up á la Street Fighter erinnert. Das geschieht in Echtzeit mit den pokemontypischen Attacken, bis euer Gegenüber aufgibt. Das ist leider genau, wie die anderen vier Minigames alles sehr seicht und stellt überhaupt keine Herausforderung für ältere Spieler da. Als Belohnung, dass ihr eure Gegner ’’spielend’’ besiegt habt, trägt dieser Gegner sich dann in euer Poképark-Album ein und ihr dürft ihn somit als ’’Freund’’ ansprechen. Dort findet ihr nebenbei erwähnt die Statuswerte von Pikachu sowie eine Speicheroption.

Ob ihr es wollt oder nicht, ihr seid immer wieder gezwungen, die weitläufigen Zonen des Parks zu durchstreifen und jeden neuen Gast, der immer dank Einblendung des Spiels vorgestellt wird, in eure Freundesliste aufzunehmen. Dazu kommen viele kleine Gefälligkeiten, die ihr zu erledigen habt und Hindernisse zu überwinden. Weil es meist um simple Aufgaben der Marke ’’Besorge mir 20 Holzstücke’’ oder ’’Kämpfe gegen Pokémon XYZ’’ geht, stellt sich recht schnell eine gewisse Monotonie ein.

Um das Abenteuer weiter voranzutreiben, bleibt euch auch nichts anderes übrig, als Minispiele in den unterschiedlichen Zonen zu meistern, die von Spielleiter beaufsichtigt werden. Hier müsst ihr oft mit gesammelten Beeren Teilnahmegebühren bezahlen um dort in sportlichen Minigames gegen andere Pokémon anzutreten. Diese Aktivitäten outen sich leider immer als Fuchtelbewegungen mit der Wii-Remote, wenn es darum geht, im Sprint- oder Lianenweitsprung der Beste zu sein. Das langweilt nach schon nach dem ersten Versuch.

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Ihr habt es sicherlich schon gelesen oder vielleicht gemerkt: Pokémpark Wii ist vom Spieldesign eher für das jüngere Videospielvolk konzipiert, die gerne mit Pikachu ein paar Abenteuer erleben wollen. Doch für welche Altersklasse ist der Titel bestimmt? Weil ihr oft in viele Gespräche verwickelt werdet, sollte der junge Spieler von Poképark schon lesen können, ist das nicht der Fall ist der Frust schnell vorprogrammiert. Sollten aber Kinder ab einem Alter von neun Jahren (und aufwärts) sich den Titel zu Brust nehmen werden diese durch die seichte Mechanik und das monotone Gameplay in keinster Weise gefordert.

Wäre hier das tolle Kampfsystem der DS-Rollenspiele am Start könnte dies den Titel ein bisschen aufwerten. Aber was wirklich Spaß macht ist das Erkunden der Parkanlagen und das schießen von Fotos. Genau, ihr habt richtig gehört. Nachdem ihr mit Traunfugils am Treffpunkt im Zentrum des Parkes gesprochen habt, bekommt ihr einen Fotoapparat in die Hände gedrückt. Hiermit lassen sich Bilder (in der Ego- sowie Third Person-Ansicht) schießen, die wahlweise auch auf eine SD-Karte gespeichert werden dürfen.

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Ein echtes Gräuel ist die vereinfachte Steuerung. Genau wie in Super Mario 64 bewegt ihr Pikachu durch eine 3D-Umgebung, in der ein Analogstick ein ’’Muss’’ sein sollte. Leider Fehlanzeige. Gespielt wird NES-like mit der Wii-Remote, wobei das Steuerkreuz den kleinen Helden bewegt. Das tut dem Daumen wahrlich nicht gut. Auch die Kamera ist ein kleines Problem für sich. Hier gibt es nur eine Zentrierung mittel Druck des B-Knopfes.

Und glaubt ihr das die Minispiele wie bei Mario-Party mit anderen Mitspielern möglich sind? Ein großes Nein! Sogar auf der Rückseite der Verpackung warnt Nintendo davor, dass es überhaupt keine Multiplayer-Funktionen gibt. Vertanes Potenzial auf ganzer Linie! An der Grafik werden Pokémon-Fans aber sehr schnell Gefallen finden, denn diese ist zwar detailarm, aber dafür kunterbunt und passend zu Design.

Dominic meint:

Dominic

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Ich glaube es ist mir noch nie passiert, dass ich während der Testphase von einem Videospiel eingeschlafen bin. Ok, ich bin nicht wirklich die Zielgruppe von Poképark Wii: Pikachus grosses Abenteuer, aber welche Kinder sind das überhaupt? Diejenigen die der geschriebenen deutschen Sprache mächtig sind wollen mehr Substanz, die anderen können dem Spiel nicht folgen, weil sie noch keine Lesekenntnisse haben. Somit gibt es ein Problem: Wer soll es spielen? Ich für meinen Teil bleibe bei Pokémon Heartgold & Soulsilver und warte auf ein richtiges Pokémon-Abenteuer für Nintendos Wii.

Positiv

  • Mix aus Adventure und Minigames
  • 193 Pokémon
  • Fotomodus

Negativ

  • Keine Analogsteuerung
  • Kein Mehrspielermodus
  • Seichtes Gameplay
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