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Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a Darklord
| Genre: | Strategie |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 50 Hz |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Square Enix |
Wertung |
Du bist der Spross des dunklen Herrschers. Da dein werter Herr Papa in einem Kristall eingeschlossen ist, hast du freie Hand zu tun und zu lassen, was du willst. Und was liegt da näher, als mal eben kurz der Welt den Krieg zu erklären!

Mit den Crystal Chronicles ist es Square-Enix gelungen, ein recht erfolgreiches Spinoff in der berühmten Final Fantasy Reihe zu etablieren. Diese Serie kann mittlerweile auf sechs Spiele zurückblicken, die alle für die Konsolen von Nintendo erschienen sind. Zwei davon sind als WiiWare Titel erschienen: Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a King und der Nachfolger Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a Darklord, der Gegenstand dieser Rezension ist. Jener Titel hat dabei bis auf den gemeinsamen Namen sowie ein paar Cameo-Auftritten aus dem Vorgänger bekannten Figuren, mit jenem nichts gemeinsam. Er steht vollkommen für sich.

Bei My Life as a Darklord handelt es sich um ein Strategiespiel, genauer ein Tower-Defense-Spiel. Dein Ziel ist es, deinen Turm gegen eine Heerschar von Helden zu verteidigen. Diese dürfen nicht an den dunklen Kristall kommen, der auf der Spitze deines Gebäudes steht. Schaffen sie dies, hast du verloren und kannst wieder von vorne anfangen. Nun stehst du deinen Feinden nicht vollkommen hilflos gegenüber. Auch wenn du nicht direkt eingreifen kannst, ist es dir möglich das Geschehen indirekt zu beeinflussen. Du kannst beispielsweise Etagen bauen, die entweder offensiv, defensiv oder unterstützend wirken können. Der magische Spiegel zum Beispiel verringert einen Teil des Schadens, den deine Gegner an deinen Monstern anrichten können. Diese Kreaturen kannst du deinen Gegnern entgegenstellen, wobei es hier Unterschiede gibt. Goblins sind Nahkämpfer, während Skorpione eher aus der Entfernung angreifen. Diese unterschiedlichen Ausrichtungen gilt es zu beachten, denn wie es sich bei einem Strategiespiel gehört, haben sie Stärken und Schwächen.
Magier zum Beispiel sind gegenüber Fernkämpfern im Nachteil, während diese bei Nahkämpfern recht schnell ins Gras beißen können. Hier kann es hilfreich sein, wenn du deine Krieger rechtzeitig im Level steigerst. Doch um diese Möglichkeit überhaupt erst freizuschalten, musst du Karma investieren. Dies erhältst du nach jedem Level, egal ob du verloren oder gewonnen hast. Eine endgültige Niederlage gibt es übrigens nicht. Mit dieser gewonnen Energie hast du allerdings auch die Möglichkeit, die Anzahl an Etagen, die dein Turm haben kann, zu steigern. Was du letzten Endes wählst, ist deine Entscheidung. Mehr Etagen bedeuten für deine Gegner eine längere Strecke, die sie zurücklegen müssen, während mehr Steigerungsmöglichkeiten bedeuten, dass du ihnen stärkere Kämpfer deinerseits entgegenstellen kannst.

Jede neue Etage, jedes neue Monster und jeder Stufenanstieg kostet negative Energie. Von dieser hast du nur eine begrenzte Menge zu Verfügung, das heißt du musst dir ziemlich gut überlegen, was du als nächstes tun willst. Ist sie nämlich erstmal aufgebraucht, kannst du nämlich nichts mehr tun, außer abzuwarten. Immerhin, für jeden besiegten Gegner erhältst du neue negative Energie, je höherstufiger der erledigte Opponent war, desto mehr. Im Übrigen halten sich diese nicht für immer auf einer Etage auf. Nach einer bestimmten Zeit brechen sie den Kampf auf der einen ab und klettern in die nächste. Ebenso braucht es auch Zeit, bis sich die jeweiligen Angriffe neu aufladen. Bei Nähkämpfern geht dies schneller, als bei Fernangreifern.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist sehr schwankend. Es gibt manche Level, die in einem Rutsch zu lösen sind und andere, wo man mehrere Anläufe braucht um weiterzukommen. Dann nämlich muss man überlegen und herumexperimentieren, bis man den richtigen Ansatz gefunden hat. Aber manchmal wird es auch sehr knapp und du kannst den Gegner erst auf der letzten Etage erledigen. Trotzdem bleibt es immer sehr fair und die Motivation weiterzuspielen immer hoch. Mit ungefähr 40 Leveln ist es auch sehr umfangreich. Es braucht einiges an Zeit, bis du endgültig durch bist. Es ist kein simples Spiel für zwischendurch!

Wie es bei den WiiWare Spielen von Square-Enix inzwischen leider üblich ist, gibt es auch jede Menge Download-Contents. Dabei kann man sich neue Kostüme, Monster, Etagen etc. kaufen, die einem das Spiel sicherlich leichter machen. Es ist auch ohne diese Zusätze zu schaffen, nur ist dies dann eine ziemliche Herausforderung. Leider muss man für die ganzen herunterladbaren Sachen einiges investieren. Will man alles haben, hat man am Ende schon mal um die 50€ investiert. Dies ist recht happig, wenn man bedenkt, dass das Spiel an sich bereits 10€ kostet.

Wer bei „Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a Darklord“ eine ähnlich opulente Grafik wie „My Life as a King“ erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Die Darstellung ist zweckmäßig und in einer Art Mischung aus 2D und 3D gehalten. Jede Etage, auf die man gerade blickt, wird herangezoomt, so dass man das Kampfgeschehen von Nahem beobachten kann. Außerdem behält man jederzeit den Überblick, was die Vorkommnisse im gesamten Turm angeht. Selten gibt es Effekte, die in den Raum hineingehen. Hier haben die Macher wirklich gute Arbeit geleistet. Bei der Musik muss man leider sagen, dass sie sich immer wiederholt. Immerhin handelt es sich hierbei nicht um nervtötende Musik, sondern um zweckmäßige, bei der diese Endlosschleife nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Die Geräusche kommen klar rüber.
Götz meint:
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