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Mary Kings Riding School - Reitschule
| Genre: | Simulation |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 18. July 2013 |
| Vermarkter: | - |
Wertung |
Letztes Jahr im Oktober habe ich bei Riding Star 3 auf dem Nintendo DS versucht, ein bekannter Athlet zu werden, der Ross und Massen gleichzeitig begeistern kann. Leider wurde aus meiner bahnbrechenden Karriere nichts, da mir Riding Star 3 mit seiner beschränkten Steuerung den Spaß vermieste. Da konnte auch der achtfache deutsche Meister Ludger Beerbaum nichts mehr retten. Jetzt kommt aus der Ecke des englischen Publisher Ghostlight "Mary Kings Riding School" und möchte das Genre der Reitsimulationen auf dem Nintendo DS mit einem Pferdesprung übernehmen. Ihr werdet es nicht glauben, aber der Titel hat wirklich das Zeug dazu. Aber lest selbst…

Vergesst Ludger Beerbaum und sein dummes Gegrinse! Der neue Star am Videospielhimmel ist die Engländerin Mary King, die schon einige Goldmedaillen für ihr Land einheimsen konnte. Sie ist auch die erste Person, die euch begrüßt, sobald ihr das Spiel gestartet und ein Avatar eurer Wahl ausgesucht habt. Immer mit einem lockeren Spruch auf der Zunge bringt euch die siebenundvierzigjährige Athletin alle nötigen Kniffe bei, um schnell ein gefeierter Star beim Gelände- sowie Spring- und Dressurreiten zu sein. In einem ausführlichen Tutorial werden euch die Steuerungsoptionen während der Reitdisziplinen nähergebracht sowie aller Kategorien und Unterstrukturen im Hauptmenü. Wenn das erledigt ist, geht es erstmal einen Klepper zu kaufen.
Drei stehen anfangs zur Auswahl, wobei eher das Aussehen als das Können die Entscheidung beeinflussen. Solltet ihr später bei den Turnieren mit Gold, Silber oder Bronzepokalen vom Platz gehen klingelt auch die heimische Kasse. Das Geld könnt ihr dazu verwenden im Pferdeladen Sattel, Zaumzeug, Hufzubehör oder Mähnenstile zu kaufen. Auf der Weide neben eurem Anwesen tummeln sich neue Ackergäule, die leider nicht für ein Sack Kartoffeln den Besitzer wechseln. Also wollt ihr ein besseres Pferd, seid ihr gezwungen zu sparen und alle Turniere als Bester abzuschneiden.

Aber einfach Wettbewerbe gewinnen, Kläpper auszustaffieren und sich selbst beneiden bringt euch nicht zum Weltmeistertitel im Pferdesport. Schon im Tutorial erklärt euch Mary King, dass ihr euch um euer Pferd kümmern müsst, um eine Beziehung mit dem Tier aufzubauen. Dazu nehmt ihr die Pferdebürste (die mit dem Stylus gesteuert wird) und streichelt euren Gaul, bis alle Herzen am Bildschirmrand voll sind. Die Idee ist im Prinzip nicht schlecht, nur hätten hier die Designer mehr aus diesem Minispiel machen können.
Die Turniere (unterteilt in Gelände, Spring und Dressurreiten) finden in sechs Ländern statt. Egal welche Disziplin ihr gerade bestreitet, der Stylus ist euer perfektes Eingabegerät - insbesondere beim Gelände- und Springreiten! Am oberen Bildschirm seht ihr euren Reiter samt Pferd aus der Third-Person-Perspektive, während der Touchscreen den Reiter mit Zügel von oben zeigt. Den Stylus legt ihr auf die Zügel (wo normalerweise auch der Reiter die Hände hat) und schiebt das Pferd dann in die Richtung, wohin sich der Kläpper bewegen soll. Das verläuft recht intuitiv und schon nach einem Probelauf ist die Steuerung komplett verinnerlicht.

Kommen Hindernisse oder Hürden auf euch zu, tippt ihr zwei Mal mit dem Stylus auf den unteren Bildschirm um einen Sprung auszuführen. Das Dressurreiten läuft über ein kleines Minispiel, bei dem ihr zur gegebenen Zeit bestimmte Symbole auf dem unteren Screen anklicken müsst, um die Bewegung des Pferdes zu kontrollieren. Egal für welche der drei Disziplinen ihr euch entscheidet - sie alle machen viel Spaß und steigen im Schwierigkeitsgrad sehr behutsam an.
Einer der größten Kritikpunkte von Riding Star 3 (neben der verkorksten Steuerung) war seinerzeit die Grafik, die wirklich jeden Pferdeliebhaber verscheuchte. Mary Kings Riding School ist erstaunlich detailliert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ross und Reiter wurden in einem süßen Knuddellook realisiert, den jüngere Pferdeliebhaber sofort ins Herz schließen werden. Auch der Sound ist im Vergleich zu Riding Star 3 pures Balsam für die Ohren. Nur schade, dass sich die Musikstücke zu schnell wiederholen.
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