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King of Fighters Extreme (N-Gage)
| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1 - 2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | - |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | SNK Playmore |
Wertung |
Die King of Fighters Serie entpuppt sich langsam als "das" Francais-Game überhaupt und ist mit Ausnahme von den Nintendo Konsolen auf fast allen Plattformen seit 1994 zu hause. Die N-Gage Version ist dabei aber nicht wie auf der Packung angegeben "N-Gage ONLY", sondern einfach nur eine Umsetzung des GameBoy Advance Teils King of Fighters EX2 Howling Blood. Für die N-Gage Variante ist diesmal allerdings nicht Marvelous Interactive bzw. SNK Playmore verantwortlich, sondern Hudson Soft, die schon mit superben Umsetzungen älterer NeoGeo Titel auf das PC-Engine glänzen konnten.


Terry kennt keine Gnade mit der lieblichen Mai...
Aber kommen wir zum Spiel: Die Geschichte dreht sich um das "Orochi-Siegel", welches schon in den 96'iger und 97'iger Teilen der King of Fighters Story für Furore sorgte. Diesmal bittet Chizuru Shingaku, die Hüterin des Siegels, Reiji Okami um Hilfe, denn kurz vor dem anstehenden King of Fighters Turnier verliert das Siegel alarmierend an Energie. Reiji macht sich sofort auf den Weg nach Amerika um Kyo Kusanagi und Moe Habana (Mitglieder der Jyu-Shu Sinpou) von den Vorkommnissen zu informieren… Alle sind sich einig, dass die einzige Möglichkeit das schlimmste zu verhindern darin besteht am diesjährigen King-of-Fighters-Turnier teilzunehmen. Außerdem stehen mysteriöse Kindesentführungen mit "Gustav Munchhausen", dem Schweizer Hauptsponsoren des Turniers, im Zusammenhang.
Neben den altbekannten King of Fighters Recken sind auch die vom GameBoy Advance bekannten Neulinge mit von der Partie. Als da wären: Reiji Okami, Moe Habana, Jun Kagami, Miu Kurosaki und Endboss Sinobu. Hier noch ein Gesamtüberblick:
Team Heroes: Kyo Kusanagi, Moe Habana, Reiji Okami
Team Fatal Fury: Terry Bogard, Andy Bogard, Mai Shiranui
Team Art of Fighting: Ryo Sakazaki, Yuri Sakazaki, Takuma Sakazaki
Team Ikari: Ralf, Leona, Clark
Team Psycho Soldiers: Sie Kensou, Athena Asamiya, Bao
Team Korean: Kim Kaphwan, Choi Bounge, Chang Koehan
Team Yagami: Jun Kagami, Iori Yagami, Miu Kurosaki

Takuma zeigt den Bogard Bürdern die Kunst des Kyokugen...
Bei der Buttonbelegung wurde das gesamte Repertoire des N-Gage ausgenutzt. Dabei ist (4) bzw. (5) zum Schlagen und (7) bzw. (8) zum Treten. Mit (2) ruft man die unterstützenden Striker auf den Plan. Einsteiger können dann mit (9) eine Max-Spezialattacke (bei Maximaler Gauge) oder mit (6) einen Wurf ansetzten. Mit (0) verspottet man den Gegner und mit (2) startet man zum Sturmangriff durch.
Glücklicherweise konnten sich die ersten Befürchtungen nicht bewahrheiten und so lassen sich die kompliziert einzugebenden Spezial- und Superattacken auch auf dem N-Gage ohne weitere Probleme ausführen.
An Spielmöglichkeiten warten anfangs der Story-, Kampf-, Training-, Zeitangriff- und Überlebens- Modus auf den geneigten Prügelfan. Im Story Modus spielt man in einem Team aus 3 Charakteren. Die geliebten/gehassten Striker sind auch in der N-Gage Version enthalten und kommen euch in brenzligen Gelegenheiten gerne zur Hilfe. Der Kampf Modus ist über Bluetooth hingegen nur mit Freund (der auch einen N-Gage + Spiel besitzt) anwählbar. Abgerundet wird das ganze durch den Trainings Mode, hier übt man dann das richtige Timing- und die Befehlseingabe für die Spezial- und Superattacken.

Die Specialmoves sind spektakulär in Szene gesetzt...
Nokia bzw. Hudson Soft haben sich glücklicherweise nicht an die SNK Tradition gehalten und präsentieren eine ungeschnittene PAL Version. Hier spritzt das Blut im gewohntem rot und nicht wie auf dem GameBoy Advance Version in weiß. Dafür wurden allerdings die Charakterränge wegrationalisiert.
Grafisch orientiert sich King of Fighters: Extreme wie auch schon der GameBoy Advance Teil stark an den 2000'er Teil auf dem NeoGeo. Fast alle der Charaktere und Hintergründe wurden von dort recycelt. Lediglich die neuen Charaktere und ein paar neue Stages, wie die mit dem großen Bus, sind neu hinzugekommen. Der N-Gage kann aber anscheinend keine 1 zu 1 Umsetzung vom GameBoy Advance bieten, deshalb mussten bei den Charakteranimationen und Hintergründen Abstriche gemacht werden. Das wäre ja weiter nicht tragisch, aber leider hat die für ein Beat'em up wichtige Spielgeschwindigkeit zu sehr auf dem N-Gage gelitten. Wie schon bei der verhunzten "Virtua Tennis" Version kommt es auch hier zu derben Geschwindigkeits- und Ruckelanfällen. Anscheinend reicht der RAM nicht um solch komplexen Bitmapgrafiken gekonnt wieder zu geben. Dabei wurden schon viele Effekte die es auf dem GameBoy Advance zu bestaunen gab gestrichen: Kein wartenden Striker im Hintergrund, keine Wasseranimation in der Aquariumsstage, kein Wüstensturm in der Ägyptenstages etc.
Leider fügen sich auch die vom GameBoy Advance bekannten neuen Charaktere nur sehr schwer zwischen die bekannten Helden ein. Reiji ist einer der wenigen wo es passt, sein Kampfstil erinnert an den von Chizuru. Spielerisch und designtechnisch fällt es allerdings schwer sich für Miu, Moe oder Jun zu begeistern.

Geballte Frauenpower auf dem N-Gage...
Auch Soundtechnisch wird sich kräftig beim 2000 Sequel vom NeoGeo bedient. Die Tracks wurden qualitativ drastisch runtergeschraubt, genauso wie die Sprachausgabe: Diese wurde auf das Minimum gedrosselt, man kann die Sätze aber trotzdem gut verstehen. Leider trüben kurze Aussetzer, wo der Satz nicht bis zu Ende gesprochen wird, das Gesamtbild.
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