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Teenage Mutant Hero Turtles
| Genre: | Action |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 17. August 1990 |
| Vermarkter: | Nintendo |
Wertung |
Wie wir alle wissen, gelüstet es dem Chef des Foot-Clan seit Ende der Achtziger nach Schildkrötenfleisch. Natürlich kann Shredder, seines Zeichens Dosenöffner mit Widerhacken, sich in den sumpfigen Morast aufmachen und die kleinen Reptilien jagen. Nur um seinen innerlichen Durst zu stillen, wäre er dabei sicher mehrere Tage mit Netz und Grünzeug im Gesicht unterwegs, nur um ein paar Happen von dem zarten Fleisch erlegen. Hier kommen die mutierten Riesenschildkröten aus New York genau richtig. Doch leider lassen sich die in Ninjutsu trainierten Schildträger nicht so leicht überrumpeln, wie der Meister des Bösen es sich vorgestellt hat. So ist Shredder wohl oder übel gezwungen besondere Maßnahmen zu ergreifen, um für das Wochenende doch noch sein Abendessen zu bekommen.

Zu diesem Zweck schickt Shredder seine Schergen aus, um die attraktive Reporterin April O’Neill zu kidnappen, welche zufälligerweise ein guter Freund der Turtles ist. Wie sollte es auch anders sein, begeben sich Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello natürlich sofort auf eine Rettungsaktion, die nur der Anfang einer großen Odyssee ist. Überaus präzis durchforsten die Turtles die Abwasserkanäle von New York City, wo sie sehr schnell auf die Spur von Bebop & Rocksteady kommen, welche sich darin versuchen die Reporterin ins Technodrome zu verschleppen. Hierbei wird das Geschehen in der Seitenansicht gezeigt, wobei ihr jeweils mit einem der vier Schildkröten durch lineare Levels läuft und Foot-Soldaten oder Mousers zur Strecke bringt.
Die Steuerung der vier Schildkröten ist bis auf die peinlichen Sprünge sehr ordentlich umgesetzt. Jeder spielbare Charakter, den ihr während der Action immer wieder austauschen könnt, verfügt über seine spezielle Waffe, die sich in Geschwindigkeit, Stärke und Entfernungsradius unterscheiden. Leider ist hier das Balacing total in die Hose gegangen, da die einzig brauchbaren Charaktere Leonardo und Donatello sind, wobei letzterer dank seines Bo's für die knackigen Endgegner wie geschaffen ist. Michelangelo und Raphael fallen leider durch ihre schwachen und meist kurzen Waffen total aus dem Rahmen und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihr mit den beiden stets zuerst drauf geht.


Natürlich entsteht durch das Auswählen der vier Schildkröten eine gewisse taktische Note, leider aber sehr limitiert, da die Fähigkeiten der Charaktere nur auf ihre Waffen beschränkt sind. Das spiegelt sich am besten im zweiten Abschnitt wieder, wo ihr durch eine Unterwasserpassage schwimmen müsst, um acht am Staudamm platzierte Bomben zu entschärfen. Keiner der Turtles hat irgendwie bessere Schwimmfähigkeiten als ein anderer, wodurch ihr bei dieser auch dank der verkorksten Steuerung im Wasser schnell eure beiden Continues erschöpft sein werden.
Danach müsst ihr von Level 1 neu beginnen, was so mancher Spieler nur zähneknirschend verdauen wird. Hierbei bleibt das Spiel bis auf die vorhin erwähnte Gegnerklopperei sehr traditionsbewusst, denn der krasse Schwierigkeitsgrad (zur damaligen Zeit Standard) wird euch immer wieder zu Wutanfällen veranlassen, wobei dann schon manche eine Konsole zu Bruch gegangen sein wird. Da ist es dann äußerst lobenswert,dass die Designer euch in den Außenlevels manchmal vor die Wahl stellen, ob ihr nicht lieber eine Passage überspringen wollt, da die kurzen Laufwege mit Gegnern vollgepumpt sind und heilende Pizzas nur äußerst selten zu finden sind.


Was damals auch üblich war für die Zeit, ist die Art der Präsentation der Geschichte, die einem das Gefühl gibt als würde man eine ganze Staffel von Turtles-Serien nachspielen. Dem einem gefällt es, dem anderen nicht! Auf der musikalischen Seite wird das bekannte Turtles-Titellied vermisst, was der sonst gute Soundtrack aber wieder wett machen kann. Die Grafik ist bis auf ein paar Stellen äußerst farbenfroh und liebevoll gezeichnet. Viele der Hintergründe bestechen mit überraschend vielen Details, die leider (NES-typisch) auf Kosten der Spielgeschwindigkeit gehen. So tritt bei hohem Gegneraufkommen ein derbes Spriteflackern auf, wobei ihr öfters feindliche Geschosse zu spät erkennen könnt. Die Animationen in den Schwimmsequenzen sowie Sprungeinlagen sind zudem einfach nur peinlich.
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