| Genre: | Geschicklichkeit |
| Spieleranzahl: | 1 - 2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | - |
Wertung |
Und mit großen Schritten bahnt sich ein weiterer konvertierter Klassiker aus den erwürdigen C-64 Zeiten an, von uns auf dem NES getestet zu werden. Die Frage ist nur ob das Spielprinzip 2007 noch genauso fesseln ist, wie es damals war?



Zu gerne erinnere ich mich an die Blütezeit von Commodore zurück, als der C64 in allen Bereichen dominierte. Dank dieser großen Beliebtheit, der umfangreichen Hardwareausstattung und des geringen Preises haben sich Entwickler Mitte der Achtziger Jahre stark auf den Brotkasten konzentriert und somit viele qualitative gute Produkte veröffentlicht. Namen wie Impossible Mission, Boulder Dash, Wizbal oder Katakis werden Fans bestens in Erinnerung sein, sofern sie ihre Kinderzeit nicht nur auf dem Sportplatz, sondern zu einem guten Teil auch vor dem Brotkasten verbracht haben. Bei all den bekannten oder neuen Spielkonzepten ist mir all die Jahren immer ein Titel im Herzen geblieben, der dank seines leichten Gameplay immer wieder erneut motivierte einen weiteren Run zu versuchen. Natürlich spreche ich von Peter Liepa’s Puzzleabenteuer Boulder Dash, das zum ersten Mal 1984 auf dem Apple IIund C64 das Licht der Welt erblickte.



Das Prinzip, das hinter Boulder Dash steckt, ist so simpel und zugleich Zeit ansteckend: Mit dem geldgeilen Protagonisten Rockford grabt ihr euch durch den Untergrund, baut Tunnelsysteme und räumt Geröll aus dem Weg, um an die begehrten Diamanten zu kommen. Im Hintergrund läuft stetig eine Uhr, die euch jedes Mal ein Limit angibt, um eine Levelpassage zu beenden. Doch so einfach durchlaufen und die begehrten Klunker einsacken ist nur die halbe Miete, denn Felsbrocken und Lawinen werden euch mächtig zu schaffen machen. Oft ist der Weg auch durch enge Wände blockiert, wo jeder Zug genaustens überlegt werden sollte, da ihr sonst schnell entweder eingeschlossen seid oder ein Felsbrocken euch zu Regenwurmkost verarbeitet. Habt ihr die vorgegeben Anzahl Klunker ergattert, heißt es in Eiltempo den Ausgang finden oder alles riskieren und lieber noch die verbliebenen Diamanten ausfindig machen, die in den Levels sorgfältig versteckt sind. Die Wahl liegt bei euch, wobei ihr je weiter ihr voran kommt auch die Herausforderungen immer größer werden.



Oft werdet ihr zwischen den Schlammassen auch keine Diamanten finden. Hier müssen erst die Gegner durch einen clever ausgelösten Steinschlag erledigt werden, wodurch die begehrten Steine dann zum Vorschein kommen. In der Neuauflage des C64-Klassikers unterscheiden sich die Passagen durch Welten (Ice,- World,- World,- World,- Volcano World) die thematisch gut umgesetzt wurden. Solltet ihr im späteren Verlauf unter Tonnen Geröll begraben sein, hilft euch ein sechsstelliges Passwort weiter. Im Vergleich zur Ur-Version von Boulder Dash hat man grafisch und musikalisch einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Welt von Rockford wirkt jetzt viel knuffiger, kommt fast schon an Bomberman heran und gibt dem Spiel ein ganz neues Gesicht. Das spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Musikstücken wieder, die zum Teil echtes Ohrwuhr-Potenzial haben.
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