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F-15 Strike Eagle II
| Genre: | Flugsimulation |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | 50 Hz |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Microprose |
Wertung |
Ich erinnere mich noch genau - als ich F-15 Strike Eagle II zum ersten Mal sah, blieb mir angesichts der flüssigen und detaillierten Grafik des Flugsimulators beinahe die Spucke weg. Allerdings nicht auf dem Mega Drive, sondern auf einem aufgerüsteten Amiga 500. Jahre später sieht man viele Dinge natürlich noch mit anderen Augen als damals und auch der grafische Reiz von F-15 Strike Eagle II ist einem "wie-konntest-du-das-gut-finden?" gewichen. Dennoch konnte ich nicht widerstehen, als mir vor ein paar Wochen zufällig das entsprechende Mega Drive Modul in die Finger geriet. Voilá, es folgen meine Eindrücke vom Einsatz in der US Air Force...
Gleich an sechs verschiedene Einsatzorte schickt euch die Air Force dabei: Libyen, Vietnam, Europa, Naher Osten, Nordkapp und natürlich den Irak. Und überall lauern boshafte Gestalten, die ihr im Namen von Freiheit vom Himmel pusten oder in den Boden rammen dürft. Und um eure Sache erfolgreich bewältigen zu können, gab Gott euch dafür die besten Waffen: Ausgerüstet mit Bord-MG und zielsuchenden Raketen sowie Düppeln (Stanniol-Streifen zur Radartäuschung, benannt nach dem ersten Einsatzort Berlin-Düppel im Zweiten Weltkrieg) und Fackeln nehmt ihr es in den lose aneinander hängenden Missionen mit allem auf, was sich so an Himmel und Boden zeigt.
Der Mega Drive (wohl durch die technische Verwandschaft zum Amiga 500 zu dieser Ehre gekommen) zeigt sich dabei erfreulich kooperativ. Zickte bei früheren Versuchen, einen FluSi auf die 16-Bit Kiste aus dem Hause SEGA zu portieren, meist die Grafik, so kann sich das Endergebnis hier wirklich sehen lassen. Zumindest wer in den frühen 90ern seine spielerische Karriere begann, wird sich hier rasch wohlfühlen. Schade nur, dass man offensichtlich aus technischen Beweggründen das Cockpit derartig ausladend gestaltete, dass ihr nur noch die Hälfte des Screens zur optischen Orientierung verwenden könnt. Und dann noch die Verschwendung des Cockpit-Platzes: Zwar hilft euch das HUD (Head-Up Display), den eigenen Aufenthaltsort und den der Feinde zu bestimmen und zeigt auch den Weg zum Primär- und Sekundärziel der Mission an, bietet dafür aber keine so lebenswichtige Anzeige der Flughöhe. Deswegen macht es nämlich ganz gerne mal "boooom" wenn ihr gerade zum Tiefflug angesetzt habt.
Und wo wir gerade beim Meckern sind - naturgemäß leiden Flugsimulationen auf dem Mega Drive ja immer auch daran, dass die Joypad Steuerung gnadenlos überbelegt ist. So auch F-15 Strike Eagle II. Hatte man am Amiga noch die gesamte Bandbreite der Tastatur zur Verfügung, so müssen hier wichtige Funktionen über die Doppelbelegung der Buttons angewählt werden. Dass sich das Endergebnis dennoch sehen lassen kann, ist den Entwicklern bei Microprose wirklich hoch anzurechnen. Zwar ist es anfänglich schon mal etwas verwirrend, zum Gas geben den A-Button gedrückt zu halten und dann erst Steuerkreuz oben zu betätigen, aber wozu liegt dem Spiel eigentlich eine Anleitung bei?
Die Einsätze selbst sind übrigens recht actionorientiert, weshalb Simulationsfans besser nicht zuviel erwarten - auf umfangreiche Planungen des Einsatzes, ein Nachtanken in der Luft oder ähnliche Dinge müsst ihr komplett verzichten. Dafür geht hier aber schon recht fix nach dem Einschalten die Luzi ab, etwa wenn ihr die MiG 17 vor euch gerade mittels Luft-Luft Rakete zerlegt habt und eine SAM Raketenbatterie euch seinerseits einen anhänglichen Freund nachschickt, den ihr in letzter Sekunde durch Düppel und Fackel noch los werdet. Schade in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Einsätze nur lose zusammenhängen und es keine richtige Kampagne gibt, etwa bei der man Saddam persönlich in den Hintern treten kann.

Der Mega Drive (wohl durch die technische Verwandschaft zum Amiga 500 zu dieser Ehre gekommen) zeigt sich dabei erfreulich kooperativ. Zickte bei früheren Versuchen, einen FluSi auf die 16-Bit Kiste aus dem Hause SEGA zu portieren, meist die Grafik, so kann sich das Endergebnis hier wirklich sehen lassen. Zumindest wer in den frühen 90ern seine spielerische Karriere begann, wird sich hier rasch wohlfühlen. Schade nur, dass man offensichtlich aus technischen Beweggründen das Cockpit derartig ausladend gestaltete, dass ihr nur noch die Hälfte des Screens zur optischen Orientierung verwenden könnt. Und dann noch die Verschwendung des Cockpit-Platzes: Zwar hilft euch das HUD (Head-Up Display), den eigenen Aufenthaltsort und den der Feinde zu bestimmen und zeigt auch den Weg zum Primär- und Sekundärziel der Mission an, bietet dafür aber keine so lebenswichtige Anzeige der Flughöhe. Deswegen macht es nämlich ganz gerne mal "boooom" wenn ihr gerade zum Tiefflug angesetzt habt.
Und wo wir gerade beim Meckern sind - naturgemäß leiden Flugsimulationen auf dem Mega Drive ja immer auch daran, dass die Joypad Steuerung gnadenlos überbelegt ist. So auch F-15 Strike Eagle II. Hatte man am Amiga noch die gesamte Bandbreite der Tastatur zur Verfügung, so müssen hier wichtige Funktionen über die Doppelbelegung der Buttons angewählt werden. Dass sich das Endergebnis dennoch sehen lassen kann, ist den Entwicklern bei Microprose wirklich hoch anzurechnen. Zwar ist es anfänglich schon mal etwas verwirrend, zum Gas geben den A-Button gedrückt zu halten und dann erst Steuerkreuz oben zu betätigen, aber wozu liegt dem Spiel eigentlich eine Anleitung bei?

Die Einsätze selbst sind übrigens recht actionorientiert, weshalb Simulationsfans besser nicht zuviel erwarten - auf umfangreiche Planungen des Einsatzes, ein Nachtanken in der Luft oder ähnliche Dinge müsst ihr komplett verzichten. Dafür geht hier aber schon recht fix nach dem Einschalten die Luzi ab, etwa wenn ihr die MiG 17 vor euch gerade mittels Luft-Luft Rakete zerlegt habt und eine SAM Raketenbatterie euch seinerseits einen anhänglichen Freund nachschickt, den ihr in letzter Sekunde durch Düppel und Fackel noch los werdet. Schade in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Einsätze nur lose zusammenhängen und es keine richtige Kampagne gibt, etwa bei der man Saddam persönlich in den Hintern treten kann.
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