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X3 - Terran Conflict 2.0
| Genre: | Simulation |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | 20. November 2009 |
| Vermarkter: | Virtual Programming |
Wertung |
Trade Fight Build Think prangt es auf der Hülle und beschreibt damit recht genau, was euch im X-Universum der deutschen Firma Egosoft so erwartet...
Man schrieb das Jahr 1982 in dem der Brite David Braben auf seinem BBC Computer ein völlig neues Spiel erschuf: Elite. Herausragendstes Merkmal dieses Spiels war ein frei erkundbares Universum, in dem sich der Spieler als Söldner, Pirat oder Händler verdingen konnte. Die Komplexität suchte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seinesgleichen und rasch avancierte der Titel zum Kultgame.
Mittlerweile ist Braben's Werk trotz oder dank vieler Portierungen und einiger (halbgarer) Nachfolger recht vergessen, dafür pickte Entwickler Egosoft das mittlerweile über 25 Jahre alte Spielprinzip auf und beweisen seitdem - es hat auch nach einem Vierteljahrhundert nichts von seinem Reiz eingebüsst!

Das Abenteuer im Weltraum erinnert dabei an die USA des 18. Jahrhunderts: Neuland mit unbegrenzten Möglichkeiten! Nur finden muss man sie, die Möglichkeiten. Und das ist anfangs gar nicht so einfach. Denn X3 - Terran Conflict gibt einen Pups auf umfangreiche Tutorial-Missionen. Zwar lassen sich bei der Raumschule erste Kniffe im Umgang mit dem Schiff erlernen und bei Wahl eines der vier vorgefertigen Charaktere seid ihr durch den Story-Modus relativ eingebunden - wer hingegen ein eigenes Spiel startet, guckt erstmal verdutzt in die Röhre.
Dementsprechend geht hier rasch der erste Blick zum Handbuch. Doch Mac-Piloten werden enttäuscht - das auf dem PC noch umfassende Handbuch wurde von Virtual Programming ordentlich zusammengestrichen und hält nur noch absolut grundlegende Informationen bereit. Glücklicherweise lässt sich auf der Webseite des Herstellers die weitgehend auch auf dem Mac gültige Vollversion beziehen.
Das ist ärgerlich, denn X3 - Terran Conflict ist alles andere als selbstklärend. Angefangen von der Steuerung des Raumschiffs bis hin zu den Menüs an Raumstationen. Wer als Anfänger beispielsweise eine Karriere als Händler im Sinn hat, wird sich manchmal einfach verloren fühlen.
Das fängt beim Handelsmenü an: Welche Ware wird zu welchen Konditionen und in welcher Quantität gehandelt? Und was wird nachgefragt? Alte Veteranen werden sich schwer tun, diese Unsicherheiten nachvollziehen zu können: Wieso, ist doch alles an seinem Platz? Ähnlich dürften das auch die Entwickler gesehen haben, doch für den Neuling im Space-Business bleibt es eine Hürde, die erstmal genommen werden muss. Da wäre man im Hause Egosoft gut beraten, mal mit den unschuldigen Augen eines Neulings heranzugehen. Das man zwar im Weltall bleiben will, dennoch etwas neues, "radikaleres" bei Egosoft plant, verriet uns Bernd Lehahn ja bereits im Interview. Doch lassen wir auch keinen falschen Eindruck aufkommen: Hat man sich nämlich nach ein paar Stunden erstmal ins X3 Universum reingefuchst, will, man am liebsten gar nicht mehr weg - so glaubhaft und fesselnd wirkt die virtuelle Heimat von Terranern, Argononen, Split und Khaak. Und so unbegrenzt die Möglichkeiten: Neben bereits erwähnter Handelskarriere könnt ihr auch einfach als Weltraumpionier neue Sektoren erkunden oder euch als Pirat Reichtümer zusammenräubern, indem ihr die Fracht überfallener Schiffe versetzt.
In jedem habt ihr aber jene große spielerische Freiheit, die man sich früher mit MacPlus, C64 & co. stets erträumt und zuletzt so selten bekommen hat. Schließlich geht der Trend in der Branche ja eindeutig zu weniger Komplexität und leichter Bedienbarkeit - bei Egosoft zeigt man sich hingegen gänzlich unbeeindruckt, frei nach der Gesinnung "Wer im Weltall überleben will, hat sich gefälligst anzupassen". Das dies gelingen kann, beweist ein Blick in die offiziellen Foren, wo Spieler Bilder von ganzen ihnen unterstehenden Imperien posten.
Denn ihr seid hier nicht nur auf euren kleinen Jäger angewiesen und könnt diesen weiter ausbauen, sondern auch gegen ganz andere Modelle tauschen. Vom Großraumfrachter bis hin zum riesigen Kampfkreuzer sind dort praktisch keine Grenzen gesetzt. Ebenso wie sich auch Fabriken und Basen errichten lassen und natürlich gewaltige Flotten befehligen - wenn auch letzteres etwas ungelenk gelöst.
Bis dahin wird aber natürlich so manche Woche vergehen, in denen ihr erstmal von Sektor zu Sektor tuckert, kleinere Aufträge annehmt oder die Preise studiert. Letzteres ist übrigens durchaus sinnvoll, da sich automatisierte Handelsrouten einrichten lassen, die z. B. von der CPU gesteuerten Frachterflotte angeflogen wird, während ihr euch um wichtigere Dinge wie z. B. der Bekämpfung von Piraten kümmert. Und dank einem überarbeiteten Missionsleitsystem könnt ihr jederzeit eine Mission "aktivieren" und erhaltet einen Hinweis darauf, welcher Schritt als nächster zu erledigen ist.
Durch das weitgehend freie Spiel habt ihr jedoch immer wieder auch Phasen im Leerlauf drin, bei denen sich einfach wenig machen lässt. So beispielsweise, wenn für einen Auftrag mal quer durch das All geflogen wird. Der verwendbare Zeitraffer ist zwar eine große Hilfe, dennoch lässt sich prima nebenbei das Abendbrot schmieren, Vokabeln lernen oder das Zimmer aufräumen. Gerade wer aber nicht zur Generation "Special Effects" zählt, wird den über weite Strecken auch gemächlicheren Spielablauf zu schätzen wissen.
Spannend war nach der völlig verkorksten Cider-Portierung von X3 - Reunion nun natürlich, wie Terran Conflict in Sachen Performance abschneiden wird. Virtual Programming versprach hier deutlich nachzubessern - und hat auch Wort gehalten. Auf unserer Testhardware (iMac Core 2 Duo, 2,8 Ghz, 4 GB RAM) lief Terran Conflict absolut flüssig und stürzte nicht ein einziges Mal bei ca. 80 Spielstunden ab. Und das obwohl zeitweise auf dem 24" Bildschirm des iMac unglaublich viel los war - gerade im späteren Spielverlauf, wenn mitunter schon mal größere Raumflotten aufeinander trafen und richtig "Star Wars" Atmosphäre aufkommen wollte.
Zweifellos, in Punkto Grafik muss sich X3 - Terran Conflict auf dem Mac in keiner Weise verstecken. Nicht nur das Meer aus Laserstrahlen überzeugt bei Massenschlachten, auch einfach kosmische Phänomene wurden beeindruckend und vorallem glaubhaft dargestellt. Man merkt den Entwicklern deutlich an, dass sie sich mit der Materie beschäftigt haben. Abgesehen von einigen flackernden Texturen, mit denen aber auch PC-Piloten zu kämpfen hatten, gibt es hier absolut nichts zu beanstanden.
Etwas anders sieht es beim Sound aus, der über weite Strecken völlig unauffällig bleibt und so wirkt, als hätte er gar nichts mit dem Spiel zu tun. Das ist schade, denn gerade Raumschlachten hätten durch die richtige Soundkulisse noch zusätzlich an Dramatik und Style hinzugewinnen können - dieser Autor erinnert sich immer noch mit einer Mischung aus Freude und Gänsehaut daran, wie er sich bei Elite II mit seinem (gefühlt) aus sechs Polygonen bestehenden Raumjäger zu den Klängen von Wagners Walkürenritt auf die Feinde stürzte. Hier ist also definitiv noch Luft nach oben!
Nun ist natürlich klar, dass so ein prächtiges All natürlich so seine Kosten hat - und hier wird statt mit barer Münze mit Hardware bezahlt. So ist ein Intel Core 2 Duo mit 2 Ghz und 2 GB RAM samt 128 MB Grafikkarte unabhängig von offiziellen Empfehlungen als Minimum zu sehen - zumindest, sofern bei der ersten größeren Raumschlag nicht die Frames per Second einzeln mitzählen will. Besitzer eines MacBooks mit IntelGMA gehen hier leider leer aus, aber auch MacBook Pro Besitzer sollten über einen gut ausgestatteten Apfel verfügen. Erfreulich ist übrigens, dass zum Spiel die DVD nicht im Laufwerk befinden muss, was sowohl nervige Fummelei vermeidet und eine Entscheidung eindeutig im Sinne des Kunden ist!
Mittlerweile ist Braben's Werk trotz oder dank vieler Portierungen und einiger (halbgarer) Nachfolger recht vergessen, dafür pickte Entwickler Egosoft das mittlerweile über 25 Jahre alte Spielprinzip auf und beweisen seitdem - es hat auch nach einem Vierteljahrhundert nichts von seinem Reiz eingebüsst!

Das Abenteuer im Weltraum erinnert dabei an die USA des 18. Jahrhunderts: Neuland mit unbegrenzten Möglichkeiten! Nur finden muss man sie, die Möglichkeiten. Und das ist anfangs gar nicht so einfach. Denn X3 - Terran Conflict gibt einen Pups auf umfangreiche Tutorial-Missionen. Zwar lassen sich bei der Raumschule erste Kniffe im Umgang mit dem Schiff erlernen und bei Wahl eines der vier vorgefertigen Charaktere seid ihr durch den Story-Modus relativ eingebunden - wer hingegen ein eigenes Spiel startet, guckt erstmal verdutzt in die Röhre.
Dementsprechend geht hier rasch der erste Blick zum Handbuch. Doch Mac-Piloten werden enttäuscht - das auf dem PC noch umfassende Handbuch wurde von Virtual Programming ordentlich zusammengestrichen und hält nur noch absolut grundlegende Informationen bereit. Glücklicherweise lässt sich auf der Webseite des Herstellers die weitgehend auch auf dem Mac gültige Vollversion beziehen.
Das ist ärgerlich, denn X3 - Terran Conflict ist alles andere als selbstklärend. Angefangen von der Steuerung des Raumschiffs bis hin zu den Menüs an Raumstationen. Wer als Anfänger beispielsweise eine Karriere als Händler im Sinn hat, wird sich manchmal einfach verloren fühlen.

Das fängt beim Handelsmenü an: Welche Ware wird zu welchen Konditionen und in welcher Quantität gehandelt? Und was wird nachgefragt? Alte Veteranen werden sich schwer tun, diese Unsicherheiten nachvollziehen zu können: Wieso, ist doch alles an seinem Platz? Ähnlich dürften das auch die Entwickler gesehen haben, doch für den Neuling im Space-Business bleibt es eine Hürde, die erstmal genommen werden muss. Da wäre man im Hause Egosoft gut beraten, mal mit den unschuldigen Augen eines Neulings heranzugehen. Das man zwar im Weltall bleiben will, dennoch etwas neues, "radikaleres" bei Egosoft plant, verriet uns Bernd Lehahn ja bereits im Interview. Doch lassen wir auch keinen falschen Eindruck aufkommen: Hat man sich nämlich nach ein paar Stunden erstmal ins X3 Universum reingefuchst, will, man am liebsten gar nicht mehr weg - so glaubhaft und fesselnd wirkt die virtuelle Heimat von Terranern, Argononen, Split und Khaak. Und so unbegrenzt die Möglichkeiten: Neben bereits erwähnter Handelskarriere könnt ihr auch einfach als Weltraumpionier neue Sektoren erkunden oder euch als Pirat Reichtümer zusammenräubern, indem ihr die Fracht überfallener Schiffe versetzt.

In jedem habt ihr aber jene große spielerische Freiheit, die man sich früher mit MacPlus, C64 & co. stets erträumt und zuletzt so selten bekommen hat. Schließlich geht der Trend in der Branche ja eindeutig zu weniger Komplexität und leichter Bedienbarkeit - bei Egosoft zeigt man sich hingegen gänzlich unbeeindruckt, frei nach der Gesinnung "Wer im Weltall überleben will, hat sich gefälligst anzupassen". Das dies gelingen kann, beweist ein Blick in die offiziellen Foren, wo Spieler Bilder von ganzen ihnen unterstehenden Imperien posten.
Denn ihr seid hier nicht nur auf euren kleinen Jäger angewiesen und könnt diesen weiter ausbauen, sondern auch gegen ganz andere Modelle tauschen. Vom Großraumfrachter bis hin zum riesigen Kampfkreuzer sind dort praktisch keine Grenzen gesetzt. Ebenso wie sich auch Fabriken und Basen errichten lassen und natürlich gewaltige Flotten befehligen - wenn auch letzteres etwas ungelenk gelöst.

Bis dahin wird aber natürlich so manche Woche vergehen, in denen ihr erstmal von Sektor zu Sektor tuckert, kleinere Aufträge annehmt oder die Preise studiert. Letzteres ist übrigens durchaus sinnvoll, da sich automatisierte Handelsrouten einrichten lassen, die z. B. von der CPU gesteuerten Frachterflotte angeflogen wird, während ihr euch um wichtigere Dinge wie z. B. der Bekämpfung von Piraten kümmert. Und dank einem überarbeiteten Missionsleitsystem könnt ihr jederzeit eine Mission "aktivieren" und erhaltet einen Hinweis darauf, welcher Schritt als nächster zu erledigen ist.
Durch das weitgehend freie Spiel habt ihr jedoch immer wieder auch Phasen im Leerlauf drin, bei denen sich einfach wenig machen lässt. So beispielsweise, wenn für einen Auftrag mal quer durch das All geflogen wird. Der verwendbare Zeitraffer ist zwar eine große Hilfe, dennoch lässt sich prima nebenbei das Abendbrot schmieren, Vokabeln lernen oder das Zimmer aufräumen. Gerade wer aber nicht zur Generation "Special Effects" zählt, wird den über weite Strecken auch gemächlicheren Spielablauf zu schätzen wissen.

Spannend war nach der völlig verkorksten Cider-Portierung von X3 - Reunion nun natürlich, wie Terran Conflict in Sachen Performance abschneiden wird. Virtual Programming versprach hier deutlich nachzubessern - und hat auch Wort gehalten. Auf unserer Testhardware (iMac Core 2 Duo, 2,8 Ghz, 4 GB RAM) lief Terran Conflict absolut flüssig und stürzte nicht ein einziges Mal bei ca. 80 Spielstunden ab. Und das obwohl zeitweise auf dem 24" Bildschirm des iMac unglaublich viel los war - gerade im späteren Spielverlauf, wenn mitunter schon mal größere Raumflotten aufeinander trafen und richtig "Star Wars" Atmosphäre aufkommen wollte.
Zweifellos, in Punkto Grafik muss sich X3 - Terran Conflict auf dem Mac in keiner Weise verstecken. Nicht nur das Meer aus Laserstrahlen überzeugt bei Massenschlachten, auch einfach kosmische Phänomene wurden beeindruckend und vorallem glaubhaft dargestellt. Man merkt den Entwicklern deutlich an, dass sie sich mit der Materie beschäftigt haben. Abgesehen von einigen flackernden Texturen, mit denen aber auch PC-Piloten zu kämpfen hatten, gibt es hier absolut nichts zu beanstanden.

Nun ist natürlich klar, dass so ein prächtiges All natürlich so seine Kosten hat - und hier wird statt mit barer Münze mit Hardware bezahlt. So ist ein Intel Core 2 Duo mit 2 Ghz und 2 GB RAM samt 128 MB Grafikkarte unabhängig von offiziellen Empfehlungen als Minimum zu sehen - zumindest, sofern bei der ersten größeren Raumschlag nicht die Frames per Second einzeln mitzählen will. Besitzer eines MacBooks mit IntelGMA gehen hier leider leer aus, aber auch MacBook Pro Besitzer sollten über einen gut ausgestatteten Apfel verfügen. Erfreulich ist übrigens, dass zum Spiel die DVD nicht im Laufwerk befinden muss, was sowohl nervige Fummelei vermeidet und eine Entscheidung eindeutig im Sinne des Kunden ist!
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