| Genre: | Strategie |
| Spieleranzahl: | Multiplayer |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Feral Interactive |
Wertung |

Mit der Zeit gewinnen diese an Führungsqualitäten in Sachen Kommando, Verwaltung und Einfluss hinzu. Sie prägen Eigenschaften aus, wie z.B. Fruchtbarkeit, langweiliger Redner, schlechter Finanzbeamter oder Schnapsdrossel und scharen ein Gefolge an Beratern um sich. Je mehr Berater, desto höher ist die Kompetenz in diversen Bereichen. Angemerkt sei auch kurz an dieser Stelle, dass jeder Charakter sein eigenes Bild hat, auf welchem er mit der Zeit altert (z.B. graue Haare, Falten). Merkwürdig ist nur, dass die Jungs manchmal bereits mit 16 Jahren mit einer gepflegten Glatze daherkommen :-)

Verlassen die Charaktere ihre Städte, werden sie automatisch zum General erkoren und sind mitentscheidend über Sieg und Niederlage in den Schlachten. So kann ein erfahrenerer General das Zünglein an der Waage sein, wenn sich zwei gleichstarke Armeen gegenüber stehen. Sollte der General jedoch fliehen, oder gar fallen, sieht es schlecht aus um die Kampfmoral der übrigen Soldaten. Die Schlachten können in zwei verschiedenen Modi ausgetragen werden. Der eilige oder zahlen- und kräftemäßig überlegene Stratege lässt die Schlacht automatisch entscheiden. Mausklick-Imperatoren mit grundgesundem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten dürfen ihre Divisionen aber auch höchstpersönlich in die Schlacht führen. Und hier kommen wir auch zum grafischen Leckerbissen dieses Spiels!
Wie schon aus dem Intro und diversen Screenshots zu erwarten ist, kommt da einiges auf uns zu. Es warten mehr als 10.000 Schlachtfelder aus Europa und dem Mittelmeerraum darauf, entdeckt zu werden. Die Ansicht des Feldes erinnert an die Kameraführung aus Spielfilmen, wo der Betrachter über die Ebenen, Hügel, Bäume, Felder und Städte hinweg fliegt. Peinlich nur, dass man mit der Kamera auch manchmal unter die Erde geraten kann und da drunter Wasser sieht, was von den Spielentwicklern wahrscheinlich nicht so gedacht war. Aber decken wir den Mantel der Barmherzigkeit über diesen kleinen Patzer.

Bis zu 10.000 Einheiten können gleichzeitig an einer Schlacht teilnehmen, und jede hat ihre eigenen Bewegungen, die berechnet werden. Natürlich hat die Optik seit 2004 gelitten und gerade am großen iMac Display fallen schon mitunter recht verpixelte Grafiken auf, obwohl sich die Optik auf bis zu 1920 x 1200 hochschrauben lässt. Aber letztlich setzt Rome: Total War ohnehin ganz andere Schwerpunkte als die Optik, von daher ist darüber hinwegzusehen! Schade nur, dass die Seeschlachten ausschließlich automatisch entschieden werden können - denn natürlich juckt es auch hier einzugreifen.
Ausgetragen werden die Schlachten nach dem Command & Conquer-Prinzip, nur ohne Gebäudebau und den sonstigen unrealistischen Features wie z.B. Heilung durch Propaganda. Hier zeigt sich nun, ob die über viele Runden mühevoll rekrutierte Armee ihr Geld wert war oder nicht! Zur Verfügung steht einem alles, was damals eine Waffe tragen konnte. Das Angebot beginnt bei den einfachen, aber unmotivierten Bauern, geht weiter über Schwertkämpfer, Bogenschützen bis hin zur Kavallerie. Hinzu kommen noch Artillerieeinheiten, brennende Schweine, Kampfhunde oder die Kriegselefanten der Hunnen. Von jeder Gattung gibt es dann noch verschiedene Varianten, das heißt z.B. leichte, schwere, Elite- oder Fernkampf-Kavallerie. Die Römer hatten natürlich andere Kämpfer als die Germanen, Briten oder Griechen. Hier haben sich die Entwickler mächtig ins Zeug gelegt und wie so oft sehr viel Liebe zum Detail gezeigt!

Diese Liebe wird bei der Installation zu allererst mit viel Speicherplatz und Geduld bezahlt: Satte 4,5 GB putzen die beiden Installations-DVDs weg. Immerhin besteht so während der Installation Gelegenheit das beiliegende, ordentliche 43 Seiten starke Handbuch anzusehen, dass einen guten Einblick in diverse Taktiken und natürlich die Handhabung gibt. Virtuelle Berater im Spiel und eine Tutorial Kampagne machen es aber fast überflüssig. Außerdem informiert uns ein beiliegender Werbeprospekt noch darüber, dass Feral sich wohl definitiv Brothers in Arms: Double Time geangelt hat und als nächsten "Feral Legends" Titel zum Kampfpreis von 24,95 Euro veröffentlichen wird.
Doch zurück ins alte Rom: Während die Steuerung wie erwähnt dank zahlreicher Hilfen recht unproblematisch von der Hand geht, mutet lediglich die Steuerung in der Schlacht etwas seltsam an. Die Kamera lässt sich auf dem Schlachtfeld beispielsweise nicht durch das Hinführen des Mauszeigers an den seitlichen Bildschirmrand in die entsprechende Richtung verschieben, sondern nur drehen, so als ob man den Kopf zur Seite drehen würde. Zum „seitwärts gehen“ muss man schon die Cursortasten verwenden. Das verlangt doch ein wenig Übung zu Beginn, weil man es auch zig anderen Strategiespielen eben anders gewöhnt ist.

Doch diese kleinen Herausforderungen sollte man auf sich nehmen, denn Durchhaltevermögen wird belohnt. So kann man sich beispielsweise am Sound einfach nicht satt hören! Die Musik ist immer passend zu den entsprechenden Situationen: Bei ruhigen Szenen kommen besinnliche Klänge, in dramatischen Schlachten donnern klassische Chorgesänge. Schreckensmeldungen werden mit entsetzten Schreien, die Nachrichten über erfolgreiche Missionen mit Applaus untermalt. Auch wenn das Repertoire sehr schön ausgewählt ist, hätte es doch ein wenig umfangreicher sein können.
Aber zurück zu den vielseitigen Möglichkeiten im Spiel: Manchmal kann ein einzelnes Messer mehr erreichen als tausend Schwerter. So kann man auch Attentäter rekrutieren und gezielt auf feindliche Persönlichkeiten loslassen. Um eine gegnerische Armee oder Stadt auszukundschaften kann man Spione einsetzen. Mit ein bisschen Glück stehen dann bei einem Angriff die Tore offen oder man erfährt über eine Seuche in der Stadt! Sollte der Agent entdeckt werden, geht die Mission dann allerdings tödlich für ihn aus. Weit weniger gefährlich, aber dafür um so verantwortungsvoller, ist die Rolle des Diplomaten. Er kann einen Waffenstillstand vereinbaren, Handelsbeziehungen aufbauen und neue Bündnisse schließen. In Zeiten knapper Kassen sind solche Leute gut zu gebrauchen!

Wer sich nun bereits ungemein darauf gefreut hat, seinen besten Kumpel heimlich zu sabotieren und dann mit einer Germanenarmee in den Hinterhalt zu locken, der wird enttäuscht sein: Rome: Total War bietet zwar einen Multiplayer, allerdings nicht für den Kampagnenmodus, sondern nur für einzelne Schlachten. Und dann ist der Multiplayer nicht mal kompatibel zu PC-Usern - mehr noch, nicht einmal Besitzer von Intel und PowerPC Macs können wegen Timing Problemen miteinander spielen. Wäre der Multiplayer nicht ohnehin ein großer Langweiler, es könnte fast das Pippi in die Augen treiben!
Im Grunde hätte Feral den Multiplayer auch gleich ganz weglassen können, ihre Schuldigkeit haben sie ohnehin schon mit der Portierung des Hauptspiels getan, dass übrigens als Gold-Edition erscheint. Goldig ist es deshalb, weil es das für PC-User noch kostenpflichtige Add-On "Barbarian Invasion" an Bord hat. Und selbiges wirkt wie ein großer Mod: 500 Jahre nach den ursprünglichen Ereignissen zerfällt die römische Welt nämlich und ihr seid in dieser Aufbruchsstimmung entweder auf Seite des ost- bzw. weströmischen Reiches oder kocht als Barbarenführer euer eigenes Süppchen. Spielstände können zwischen Hauptspiel und Add-On zwar nicht übernommen werden, doch dafür winkt mit Barbarian Invasion ja quasi fast noch ein zweites Spiel.
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16.02.2010 15:12:40 von [neXGam] Chefsessel:
Nun ist es seit einigen Tagen bereits raus. Wie gewöhnlich in Feral Budget Reihe für preisgünstige 25,- Euro inkl. dem Add-On Barbarian Invasion. Läuft auf höchsten Einstellungen auf meinem iMac Core 2 Duo (2,8 Ghz, 4 GB RAM, 256 MB Grafikkarte) als auch auf einem MacBook Pro von Ende 2008....
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09.01.2009 12:35:36 von [neXGam] Chefsessel:
Lang lang hat es gedauert .. Feral beweist in der letzten Zeit ja einen guten Riecher für die Konvertierung von Klassikern. Hoffe es wird ähnlich gut auf MacBook/Pro angepasst werden, wie damals Pirates! Zitat Rome: Total War kommt über Feral für Mac von Sebastian am...
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