Genre: -
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: -
Auflösung / Hertz: -
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit:
Vermarkter: -

Wertung

7.2

Userwertung

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In kalten Winternächten gönnt man sich als Spieler gern einmal ein Spiel, dass man in Ruhe viele Stunden lang spielen kann ohne allzu sehr in Hektik zu geraten. Da gönnt man sich doch gern ein Rollenspiel, das mit einer interessanten und spannenden Geschichte punktet und einem bei Laune hält. Leider sind solche Spiele mittlerweile rar, weil viele eine zwar interessante Geschichte bieten, aber mit Echtzeitkampfsystemen sehr hektisch werden können. Da kommt ein Spiel wie Eschalon – Book I genau recht.
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Eschalon Book I Screenshots (Macintosh) - click to enlarge

Zunächst stimmt den Spieler ein atmosphärisches Intro mit dazu passender Musik auf das Spiel ein und bereitet den Weg zum Hauptmenü. Zunächst muss man für sich selbst einen Charakter erstellen, mit dem man durch die Welt von Eschalon ziehen möchte. Hier wählt man grundlegende Dinge wie das Geschlecht und die Charakterklasse aus. Man hat dabei die Wahl zwischen einem klassischen Krieger, einem flinken Dieb, einem Zauberkünstler, Heilkundiger oder Waldläufer. Je nach gewählter Klasse ändern sich auch die anfänglichen Fertigkeiten des Helden.

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Jeder spielbare Charakter besitzt dabei acht Grundattribute wie Stärke, Geschicklichkeit oder Weisheit, die auch allesamt die verschiedenen Fertigkeiten beeinflussen. Die Attribute werden dabei klassisch wie in einem Pen & Paper Rollenspiel ausgewürfelt und liegen bei einem Wert von 7 bis 14 zu denen dabei noch einige Punkte frei verteilt werden können. Auch gibt es satte 24 verschiedene Fertigkeiten wie Schlösser knacken oder ausweichen, aber auch fortgeschrittene Fertigkeiten wie die Alchemie um eigene Tränke zu erstellen oder die Kartographie, um Karten zeichnen zu können, sind wichtig und können erlernt werden.

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Hat man diese wichtigen Entscheidungen getroffen gelangt man schon ins Spiel selbst, das eher unspektakulär beginnt. Man wacht in einer Häuserruine inmitten eines niedergebrannten Dorfes auf ohne jegliche Erinnerung. Einziger Anhaltspunkt ist ein sonderbarer Brief, der erklärt, dass man im nahegelegenen Dorf um Rat suchen solle und man selbst seinen Weg finden müsse die Vergangenheit ans Licht zu bringen und die scheint bedeutend zu sein, da die eigene Erinnerung zur eigenen Sicherheit gelöscht wurde.

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So beginnt eine lange und beschwerliche Reise durch das frei begehbare Land, dass man in der isometrischen Ansicht erkundet. Dabei ist die Kamera auf den Spieler zentriert und die Umgebung bewegt sich mit jedem Schritt. Trifft man dabei auf Gegner werden diese rundenbasiert bekämpft, so hat man genug Zeit seine nächsten Züge zu planen. Greift man nun einen Gegner an, so werden im Textfenster alle wichtige Informationen über Angriffs- und Trefferwürfe angezeigt um genau nachverfolgen zu können wie der Kampf verläuft und wie viele Erfahrungspunkte man für einen erledigten Gegner bekommt.

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Dieses Textfenster wird auch während des Erkundens des Landstrichs ordentlich genutzt. Beispielsweise wenn man eine neue Stadt betritt werden die Eindrücke des Charakters geschildert wie er das Treiben des Städtchens so aufnimmt. So wird Eschalon Book I wohl vor allem Rollenspieler der alten Schule ansprechen, die damit wohl ihre helle Freude haben werden. Wie in einem klassischen Rollenspiel üblich, darf man dabei nicht nur Stadt und Land frei erkunden, sondern auch zahlreiche Höhlen und alte Gemäuer warten darauf erkundet und geplündert zu werden. Jedoch sollte man vor dem Betreten darauf achten genug Fackeln dabei zu haben, ansonsten ist man gezwungen im Dunkeln sich fortzubewegen. Das hat auch spielerische Nachteile, denn sollte man auf einen Gegner treffen, der den Spieler auch entdeckt hat und angreift, muss man einen Malus auf die Trefferquote hinnehmen, da man logischerweise im Dunkeln nicht so treffsicher ist wie im normalen Tageslicht.

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Ähnliches gilt auch in der Oberwelt, da man einen Tageszeitenwechsel im Spiel auch berücksichtigt hat. Die momentane Tageszeit kann man dabei am oberen Bildschirmrand in der Mitte betrachten um immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Ist man nach den Kämpfen recht angeschlagen, so empfiehlt es sich etwas zu rasten um seine Lebens- und Manapunkte, die für die Zauberkünste wichtig sind, wieder aufzufrischen. Hier hat man die Möglichkeit unter freiem Himmel seine Zelte aufzuschlagen, was aber immer die Gefahr in sich birgt im Schlaf angegriffen zu werden. Man wacht zwar rechtzeitig auf um in den Kampf zu stürzen, jedoch hat man wohl meist im angeschlagenen Zustand nur wenig Chancen gegen den zahlenmäßig überlegenen Gegner zu bestehen. Deswegen empfiehlt sich während des Spiels in aller Regelmäßigkeit den Spielstand abzuspeichern, was wahlweise über die F2 Taste oder im Optionsmenü geschehen kann. Möchte man beim Rasten sicher und ungestört bleiben kann man auch in die nächste Taverne für ein kleines Entgelt einchecken und dort seine Lebenspunkte wieder auffrischen. Auch bietet sich die Möglichkeit einen Priester in der Kirche aufzusuchen, der den Helden auch von Krankheiten und Vergiftungen heilen kann.

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Diese fiesen Begleiter kann man sich beispielsweise zuziehen, wenn man Leichen durchsucht oder gegen giftige Monster kämpft, die einem bei einem nicht erfolgreichen Stärke-Rettungswurf den Charakter vergiften können. Glücklicherweise findet man im Spiel aber kein tödliches Gift, aber es können schon etliche Stunden vergehen, bis das Gift sich neutralisiert und natürlich verliert man auch von Zeit zu Zeit weitere Lebenspunkte bis es neutralisiert wurde. Mit der Kunst der Alchemie oder einem Kauf beim Krämer erhält man aber auch Tränke gegen das Leiden und kann sie so sofort beseitigen. Das selbe gilt auch für Krankheiten, da es auch einige gibt, die nicht nach einiger Zeit von selbst verschwinden.

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Auch sonst sollte man immer auf der Hut sein, denn vor allem die verschiedenen Gemäuer sind oftmals auch mit Fallen gespickt, die über Öffnen von Truhen oder durch betätigen von Bodenplatten ausgelöst werden. Ein geschickter Charakter erkennt diese aber bereits im Vorraus und kann diese dann rot gefärbten Stellen mit einem ausgeprägten Entschärfungsskill auslösen ohne Schaden zu nehmen und um weitere Erfahrungspunkte zu kassieren. Hat man genug Erfahrungspunkte gesammelt, kann man dann auf Knopfdruck im Menü seine Attribute und Fertigkeiten steigern. Dabei sollte vor allem anfangs darauf geachtet werden, dass man erst seine bestehenden Fertigkeiten erhöht, da jede neu erlernte ganze drei Punkte verschlingt und man bei einem Aufstieg auch nur drei Punkte zur Verfügung stehen.

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Wie es sich für ein gutes Rollenspiel gehört, kann man neben der Hauptgeschichte auch zahlreiche Quests für verschiedene Personen erledigen um weitere Belohnungen, Geld und natürlich auch Erfahrungspunkte zu bekommen. Da muss schon mal ein Buch gefunden oder ein Gegenstand von A nach B gebracht werden um Quests weiterzubringen oder zu lösen. Diese Quests werden auch in einem kleinen Tagebuch vermerkt, das man bequem per Symbolleiste rechts oder per Tastaturkürzel geöffnet und geschlossen werden kann. Ansonsten bekämpft man meist verschiedene Kreaturen um Erfahrungspunkte zu erlangen und da gibt es eine breite Auswahl die man im Laufe des Spiels antrifft.

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Diese reichen von Fledermäusen, Salamandern, weit spukender Schleim bis hin zu ausgefallenen Gegnern wie die Taurex, eine kleine aggressive Monsterart, die den Dinosauriern recht ähnlich sind, was sich auch in deren Gefährlichkeit, die den Raptoren gleicht, äußert. Auch sonst trifft man gegen Räuber oder mit Bögen bewaffnete Goblins, die nach ihrem Ableben auch mal ein Säckchen übrig lassen mit Beute, die man nach dem Kampf mitnehmen kann. Man hat auch viel Wert auf die Intelligenz der Gegner gelegt. So werden sich verschiedene Gegnerbanden auch einmal gegenseitig bekriegen wenn diese aufeinandertreffen und man kann fröhlich zuschauen und den Rest aufmischen.

Auch die Geschichte bleibt jederzeit unterhaltsam und hält seine Überraschungen bereit. So dauert es je nach Spielweise etwa 20 Stunden bis man bis zum Ende benötigt. Das Spiel bietet dabei auch vier verschiedene Enden, mit denen man das Spiel abschließen kann. Optisch braucht sich der Titel dabei nicht vor Genrekollegen zu verstecken. Die Gegenden sind dabei sehr abwechslungsreich gestaltet worden und es gibt mehr als genug zu entdecken. Besonders zu erwähnen ist auch der stimmige Soundtrack der sehr viel Atmosphäre erzeugt.

Michael meint:

Michael

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 Eschalon Book I zeigt wieder einmal, dass manche Perle oftmals im Independentbereich zu finden sind. So bekommt man die Downloadversion des Titels bereits für kostengünstige 20$, die bei dem Titel auch mehr als gut angelegt sind. Wer mit Spielen wie Might & Magic, Ultima oder Wizardry etwas anfangen kann, der ist hier gut aufgehoben. Auch das vielseitige Charaktersystem auf D20 Basis lässt viele Variationen in der Erstellung des eigenen Spielercharakters zu und ändert auch den Spielverlauf je nach Ausrichtung des eigenen Spielers. Wer noch unschlüssig ist, sollte unbedingt noch die kostenlose Demo dazu ausprobieren. Es lohnt sich!

Positiv

  • Tolle Story
  • Günstiger Preis
  • verschiedene Endings

Negativ

  • Hohe Hardwareanforderungen
  • Vergleichsweise kleine Welt
  • English only

Sebastian meint:

Sebastian
Genial! Eschalon Book I hat mich sofort in seinen Bann gezogen und führte soweit, dass zeitweise die Arbeit liegen blieb, bis ich meinen Rogue in die Festung des Goblinhexers geführt hatte. Die Welt mag überschaubar sein, angesichts des Spielspaß und des attraktiven Preis von ca. 15 Euro ist Eschalon aber jeden investierten Euro wert!
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