Männlich, Rallyefahrer und erfolgreich dazu. Unter seinem Namen existiert auch ein Rennspielserie. Wie? Colin McRae? Falsch geraten - die Rede ist von Richard Burns, seines Zeichens waschechter Engländer und leider schon viel zu früh an einem Gehirntumor verstorben. Auch der Gizmondo sollte zu seinen kurzen kommerziellen Lebzeiten Besuch des rasenden Briten erhalten. Wir sind mal als Beifahrer mit eingestiegen und liefern einen Erlebnisbericht...
Die erste Abzweigung nehmen Gizmondo Besitzer dabei direkt im Hauptmenü, das euch wahlweise zwischen dem Schnellstart (Quick Rally) oder einer ausgedehnteren Session im Arcademodus entscheiden lässt. Hier werden dann alle 10 Rennstrecken des Spiels nacheinander gefahren, wobei jeder Kurs in vier kleinere Abschnitte aufgeteilt ist. Versaut ihr es auf z. B. dem dritten Teilabschnitt richtig ordentlich oder wollt eine Spielpause einlegen, so müsst ihr euer Glück wieder von ganz vorne versuchen, was deutlich an den Nerven zehrt.

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Ebenfalls anfänglich nicht ganz einfach ist die Steuerung der acht lizenzierten Fahrzeuge, die sich relativ träge auf der Strecke verhalten, aber allesamt untereinander unterscheiden. Schnell hat man hier nach einigen Testfahrten seinen persönlichen Favoriten gefunden und fegt damit um die Kurven der abwechslungsreichen Rennstrecken. Diese Testfahrten sind wirklich notwendig, denn um bei
Richard Burns Rally zumindest in den Genuß der ersten Handvoll Strecken zu gelangen, müsst ihr euer Vehikel schon wie ein junger Gott in die Kurven werfen. Definitiv kein Spiel für Gamer mit Vollgas-Daumen und Menschen, denen der nötige Biss für ausgedehnte Ralleysessions fehlt.

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Richtig gut gefällt hingegen die Optik - endlich wird die Power des Gizmondo auch mal ansatzweise genutzt, was beispielsweise bei den absolut flüssigen Replays nach Rennende auffällt, bei denen ihr euch die letzte Fahrt noch einmal aus verschiedenen Kamerapositionen heraus ansehen und somit auch analysieren könnt.

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Während des Rennens hingegen bemerken aufmerksame Gizmondofans leichte Slowdowns, speziell beim spielen in der übersichtlicheren Verfolgerperspektive. Wer seinem Giz das schnaufen etwas erleichtern möchte, schaltet also besser in die Cockpit Ansicht und genießt ein paar Frames mehr pro Sekunde. Dennoch - gut spielbar sind beide Varianten und auf dem Gizmondo grafische Oberklasse.

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Auch Soundtechnisch muß man sich nicht verstecken - zwar gibts hier keinen bombigen Soundtrack, dafür sparte man aber nicht mit Soundeffekte und Sprachausgabe. Bei letzterer sagt euch der Co-Pilot (sogar auf Deutsch!) die nächste Kurve an, während neben dem Brummen des Motors auch Umgebungsgeräusche wie z. B. schreiende Möwen zu vernehmen sind.
Sebastian meint:
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Heiko meint:
Hart, härter, Richard Burns Rally. Kaum die ersten 15 min gespielt liebäugelte ich bereits damit den Giz mitsamt dem Spiel in die Ecke zu werfen. Als Freund flotter Arcade Games bereitete mir Richard Burns Rally anfangs arge Probleme. Spielt man sich hingegen ein und tauscht den Bleifuß gegen etwas Feingefühl entfaltet sich die wahre Klasse des Spiels. Grafisch sowieso Oberklasse auf dem Giz, beeindruckt Richard Burns Rally mit hoher Langzeitmotivation durch feine Steuerung und "gehobenen" Schwierigkeitsgrad. Uneingeschränkte Empfehlung für Gizmondo Besitzer!
Positiv
Negativ