The Legend Of Zelda: A Legend Of Its Own
Das Design der Goronen, Zoras und anderer Völker ist fantasievoll und mitreißend. Die Endgegner in den Tempeln stellen aber ganz klar das Highlight des Spiels dar. Musikalisch präsentiert sich Ocarina Of Time ebenfalls als Meilenstein. Alle Musikstücke wurden mit einem Orchester eingespielt und nutzen die bombastischen Sound-Fähigkeiten des Nintendo 64 aus. Die erlernbaren Musikstücke gehen sofort in Fleisch und Blut über und erreichen bald Kultstatus. Wenig später veröffentlicht Nintendo sogar einen Zelda Soundtrack, der sofort vergriffen ist.

Eine Cardridge, drei Versionen
Schon bei Links Gameboy Abenteuer griff Nintendo zur Zensurschere und beschnitt das schwarz-weiße Abenteuer etwas. Auch der N64-Hit bleibt da nicht verschont. Von Ocarina of Time gibt es nämlich drei verschiedene Versionen. Version 1.0 stellt dabei die Verkaufsversion dar, die in Japan und Amerika in den Handel kommt. Die Cardridge wird vergoldet produziert und weckt bei vielen heute noch den Sammlertrieb. Nur kurze Zeit später wird Version 1.1 produziert. Dabei werden im Vergleich zur ersten Version nur leichte Programmfehler behoben und einige wenige Änderungen vorgenommen. Auch Version 1.1 bleibt noch Japan- und US-exklusiv. In Europa erscheint Zelda letztendlich als Version 1.2. Hierbei werden die meisten Änderungen vorgenommen. So spuckt Ganondorf am Ende des finalen Kampfes grünes anstatt rotes Blut, wie es noch in der Version 1.0 der Fall ist. Die Musik im Feuertempel wird komplett geändert, da sich viele Muslime bei Nintendo beschweren. Der Gesang soll an muslimische Gebete erinnern und wird abgewandelt. Bei den Gesängen bleibt es aber nicht. Auch Links Spiegelschild fällt der Zensur zum Opfer. Prangt in allen Nintendo 64-Versionen noch eine Mondsichel mit Stern auf dem Schild, wird diese ab der Gamecube Version entfernt und durch ein neutrales Symbol ersetzt. Auch hier sind die Beschwerden mehrerer Muslime der ausschlaggebende Punkt für den Schnitt.

Stichwort Gamecube
Für viele stellt The Legend Of Zelda: Ocarina Of Time das beste Zelda Spiel dar und wird auch für zukünftige Plattformen neu auferlegt. Der N64-Nachfolger Gamecube bekommt das Spiel sogar zwei Mal spendiert. Zum einen liegt das N64-Original dem 2002 erschienenem Gamecube-Zelda The Wind Waker bei, zum anderen bringt Nintendo kurze Zeit später die Zelda Collector’s Edition heraus, die per Nintendo Shop online erworben werden kann, im Tausch gegen wertvolle Nintendo Punkte. Kurz nach der Veröffentlichung 1998 setzt sich Shigeru Miyamoto mit seinem Team an eine Weiterentwicklung des Spiels unter dem Titel „Ura Zelda“. Dabei soll das Spiel eine neue Herausforderung für die Spieler darstellen und wird für das 64DD geplant. Ura Zelda wird fertiggestellt und glänzt mit einem härteren Schwierigkeitsgrad. Zwar ist der Inhalt des Titels unverändert, jedoch sind die Dungeons anders aufgebaut. Die Gegner werden neu platziert, die Items und Waffen sind an anderen Stellen verborgen und alle Gegner sind allesamt stärker als im Original. Leider floppt das 64DD und kommt nicht über den großen Teich hinaus. Ura Zelda wird aber nicht vergessen und erlebt als The Legend Of Zelda: Ocarina Of Time Master Quest ein Revival auf dem Gamecube als Inhalt der Bonus Disc für The Legend Of Zelda: The Wind Waker.

Game Of The Year
1998 erscheint Ocarina Of Time und wird auf der darauffolgenden E3 als Game Of The Year 1998 ausgezeichnet. Aber bei einer Auszeichnung bleibt es nicht. Fünf andere Awards der Acardemy Of Interactive Arts And Sciences folgen. Weltweit heimst der N64-Knüller Traumwertungen ab. IGN vergibt eine 10/10, die N-Zone wertet mit 97% und die Kollegen aus Japan preisen das Spiel mit 40 von möglichen 40 Punkten. Auch uns überzeugt der Titel auf ganzer Linie und erhält eine 9.2. Am 23. Februar 2007, neun Jahre nach der Erstveröffentlichung, erscheint der Meilenstein nochmals auf der Virtua Console und lädt alle Zocker zum Controller, die das Spiel bis dahin verpasst haben.
