The Legend Of Zelda: A Legend Of Its Own
Was man macht und wie man es angeht
Abgesehen von der neuen Herangehensweise ist alles beim Alten geblieben. Zelda-typisch müssen Dörfer bzw. Inseln besucht, Dungeons erkundet und Monster besiegt werden. Alle Elemente, die die Reihe so erfolgreich gemacht haben, sind auch in Phantom Hourglass zu finden. Die wichtigen Karten, Kompasse und Masterschlüssel müssen natürlich gefunden werden und auch an neuen Items und Waffen mangelt es dem DS-Spiel nicht. Das wichtigste Spielzeug stellt aber ohne Zweifel die titelgebende Sanduhr dar. Denn nur mit ihr könnt ihr im Tempel des Meereskönigs überleben und so an weitere Seekarten kommen. Sobald ein Endboss das Zeitliche segnet, bekommt ihr mehr Sand und die Zeit, die ihr im verfluchten Tempel bleiben dürft, steigt um mehrere Minuten. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei dem DS-Ableger um den Nachfolger zu The Wind Waker und so muss Link ein weiteres Mal hinter dem Steuer eines Bootes Platz nehmen. Dieses darf nun sogar ordentlich gepimpt werden und gewinnt so stärkere Attribute, was im Kampf gegen verschiedene Seemonster und Piratenbanden unerlässlich ist.

Ein Abenteuer nicht nur für Solisten
Neben dem gelungenen Solo-Abenteuer bietet Phantom Hourglass auch einen Multiplayer-Modus für bis zu zwei Spieler. Hierbei muss Spieler 1 versuchen, soviele Force-Kristalle wie möglich in seine Basis bringen. Spieler 2 versucht dies hingegen zu vereiteln, indem er eine Horde Phantomritter dank strategischer Karte und Stylus hinterher dirigiert. Ist das Zeitlimit nach ein paar Minuten verstrichen, werden die Seiten gewechselt, bis durch eine vorher angegebene Rundenzahl ein Sieger hervorgeht. Um die ganze Sache ein bisschen abwechslungsreicher und spannender zu gestalten, haben die Phantomritter- bzw. Link jeweils unterschiedliche Fähigkeiten, die ihr zum Sieg gut einsetzen solltet. Link kann etwa Power-ups für Schnelligkeit oder Stärke aufnehmen, wo hingegen der Phantomritter-Kommandant jeweils immer den genauen Standort des Gegners auf seiner strategischen Karte angezeigt bekommt. Dabei ähnelt der Modus dem berühmten Capture the Flag-Spiel und kann offline, sowie online gespielt werden.

Ein echter Hingucker
Nicht nur story- und gameplaytechnisch orientiert sich Phantom Hourglass an The Wind Waker. Auch die Präsentation beruht auf dem Gamecube-Vorgänger und kommt in schönem Cell-Shading daher. Dabei ist Links DS-Abenteuer das erste Zelda, welches komplett im 3D-Gewand auf einem Handheld daherkommt. Alle Spielfiguren und Schauplätze sind The Wind Waker nachempfunden und zaubern eine bunterweiche Engine auf den Handheld. Und obwohl alles in 3D gehalten ist, sieht man Link von oben, ähnlich wie in den älteren 2D-Abenteuern. Nach nur wenigen Minuten wird klar, dass Phantom Hourglass zu den schönsten DS-Spielen gehört und eindrucksvoll zeigt, was die Entwickler aus ihrem kleinen Handheld heraus holen können. Wie nicht anders zu erwarten, wird auch Phantom Hourglass zu einem echten Kassenschlager und verkauft sich über 3,8 Millionen Mal.
