Review 4


Peripherie


Die PlayStation besitzt zwei Ports für Joypads. Weitere Steuereingaben ließen sich via Multitap anschließen. Das erste Sony Joypad orientierte sich an Nintendos Standard, bot jedoch zwei weitere Schultertasten und Hörner für erhöhte Griffigkeit. 1997 wurden - nachdem Nintendo mit dem N64 einen Analog-Controller eingeführt hatte - diesem Pad noch zwei Analogsticks spendiert. Die Analogsticks enthalten auch noch die Tasten L3 und R3, die aktiviert wurden, indem man einen Stick leicht nach unten presst. Im Jahre 1998 kam der DualShock-Controller, der vom Aufbau her dem Analog-Pad ähnelte, jedoch um gummierte Sticks und eine Rumble-Funktion erweitert war, die das Joypad zum Vibrieren brachte. Diese Rumble-Funktion wurde dazu genutzt, um dem Spieler bei actionreichen Szenen noch ein wenig mehr das "Mittendrin"-Gefühl zu vermitteln - der Dualshock war ab jetzt das Standart-Pad der PlayStation. Die Rumble-Funktion wird im DualShock 1 dadurch ausgelöst, dass kleine Metallsteine im Inneren des Pads zu rotieren beginnen und das Pad dadurch vibrieren lassen - auch diese Idee war von Nintendo's "Rumble Pack" abgekupfert. Sony wollte dem japanischen Ex-Marktführer keineswegs Vorrang gewähren. Des Weiteren gab es noch andere Peripherie wie (qualitativ fragwürdige) Joypad-Klone von Drittanbietern,Tanzmatten, Lightguns und Nerd-Zubehör.



Zu diesem Nerd-Zubehör gehört z.B. der Namco-Controller "NeGcon". Er ist insofern ungewöhnlich, weil sich in der Mitte des Pads eine Schwenkverbindung befindet, mit der man die beiden Controllerhälften gegeneinander drehen kann. Auch die Buttons tanzen aus der Reihe: Ein normales PlayStation Pad bestand aus X, Kreis, Dreieck und Viereck + den Schultertasten, dem Steuerkreuz sowie Start und Select. Beim NeGcon wurden die beiden hinteren Schultertasten L2 und R2 weggelassen, auch die Select-Taste ist nirgends zu finden und die Knöpfe Kreis und Dreieck wurden durch analoge A und B ersetzt . Das innovative Design des Negcon eigenete sich besonders für Rennspiele - durch die Schwenkverbindung ließen sich die Renner viel genauer durch die Kurven lenken als mit dem digitalen Steuerkreuz.

Dem NeGcon war gar ein Nachfolger namens "JoGcon" vergönnt: Er wurde im Jahr 1998 als Special Edition in Verbindung mit Namcos Ridge Racer R4 veröffentlicht. Das Design war ebenso schräg wie das das NeGcon. Im Prinzip war das JoGcon ein normales PlayStation-Pad, wäre da nicht dieses riesige Rad in der Mitte, das allem Anschein nach zum Manövrieren des Autos gedacht war. Dieses Rad war das erste Force-Feedback "Lenkrad", das auf der PlayStation erhältlich war. Das JoGcon wurde nach Ridge Racer Type 4 auch einzeln verkauft.


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