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PSone
Autor: Renke Richter
Über 100.000.000 verkaufte Einheiten, über 7000 Spiele. Die Sony PlayStation ist ein großer Meilenstein der Konsolengeschichte und gilt als Kultsymbol erster Güte. In unserem Special erzählen wir über dieses Prachtstück en détail - von der Geschichte, über Variationen und Peripherie, abgerundet mit Anmerkungen zu den bekanntesten Games.
Über 100.000.000 verkaufte Einheiten, über 7000 Spiele. Die Sony PlayStation ist ein großer Meilenstein der Konsolengeschichte und gilt als Kultsymbol erster Güte. In unserem Special erzählen wir über dieses Prachtstück en détail - von der Geschichte, über Variationen und Peripherie, abgerundet mit Anmerkungen zu den bekanntesten Games.
Story
Die PlayStation ist eine Konsole der 5. Generation, eine der 32/64 Bit-Ära. Ursprünglich sollte die PlayStation ein CD-Aufsatz für Nintendos SNES, den Big N bei Sony in Auftrag gegeben hatte, werden. Der Projektname dieser Apparatur lautete "SNES-CD". Dafür durfte Sony eine eigene Konsole entwickeln, und die SNES-Technologie dafür verwenden - Projektname "Play Station".
Bereits 1991 sollte das SNES-CD auf der June CES vorgestellt werden, doch als Hiroshi Yamauchi den aus dem Jahre 1988 (!) stammenden Vertrag zwischen Nintendo und Sony las, stellte er fest, dass dieser Sony die vollständige Kontrolle über alle Titel, die auf dem SNES-CD-ROM Format basieren würden, hatte. Nintendo CEO Yamauchi war wütend, der Vertrag wurde annuliert. Stattdessen kündigte Nintendos Vorsitzender auf der CES an, dass nun ein Vertrag mit Philips abgeschlossen wurde, um das von Sony angefangene Werk zu vollenden. Jetzt erst wurde klar, dass Lincoln und Minoru Akaware ohne Sonys Mitwissen nach Europa geflogen sind, um einen Vertrag ganz anderer Natur abzuschließen - dieser Vertrag gab allein Nintendo die Kontrolle über die geplante Philips-Konsole.
Die CES-Ankündigung war nicht nur für die Besucher ein großer Schock. Sie wurde auch von vielen Japanern als ein enormer Verrat angesehen. Eine japanische Firma, die eine andere wegen einer europäischen Firma im Stich lässt, galt als undenkbar im japanischen Business. Nach dem Einsturz des Joint Venture-Projektes, entschied Sony sich eigenständig an der Konsole weiterzuarbeiten, um aus ihr eine alleinstehende "Sony-Konsole", Codename "Play Station Experimential" zu machen. Aufgrund dieses Codenames wurde die PlayStation übrigens bis zum Release der PSone inoffiziell "PSX" genannt. Nintendo hatte was dagegen und leitete einen Prozess gegen Sony ein, um ein Urteil gegen die Freigabe der Play Station zu erhalten, da Nintendo die Rechte am Namen besaß. Der Richter verweigerte dieses Urteil, Nintendo stand als Verlierer und gleichzeitig als Buh-Mann da. Im Oktober 1991 wurde die erste Version der Play Station gezeigt, von der bis heute angeblich nur 200 Exemplare produziert worden sind.
Ende 1992 gab es wieder ein Abkommen zwischen Nintendo und Sony, das besagte, dass die "Sony Play Station" einen Port für SNES-Spiele beinhaltete, jedoch Nintendo den Hauptprofit dieser Spiele einheimsen und weiterhin den Sony SPC-700 Audioprozessor für den SNES benutzen durfte. Zu diesem Zeitpunkt realisierte Sony, dass der Zahn der Zeit schon zulange an der SNES-Technologie genagt hatte und die Next-Generation Konsolen im Anmarsch waren. Anfang 1993 arbeitete Sony wieder an einer überarbeiteten Play Station, mit dem Ziel eine neue Generation von Hard- und Software zu erreichen. Der SNES-Port wurde nicht mit einbezogen, das Leerzeichen zwischen den Worten wurde weggelassen, die PlayStation war geboren!
Aber die PlayStation wäre nichts ohne ihren Vater - Ken Kutaragi, der das Potenzial der Videogames realisierte, als er seiner Tochter beim Famicom spielen zusah. Sony arbeitete zwar schon seit den frühen 80ern mit Entwicklern und Herstellern der Branche zusammen, wagte jedoch nie den Schritt zur eigenen Konsole. Als Nintendo jedoch für ihre neue Konsole einen 16Bit Audio-Chip in Auftrag gab, witterte Kutaragi seine Chance und entwickelte den SPC-700 mit Norio Ohgas (damals Sony CEO) Hilfe. Nur zögerlich ging der Mutterkonzern auf Kutaragis Vorschläge den Videospielmarkt zu erobern ein.
Dann war es so weit. Die PlayStation wurde in Japan am 3. Dezember 1994, in den USA am 1. September 1995, in Europa am 29. September 1995 veröffentlicht! In Amerika war es der erfolgreichste Launch einer Konsole überhaupt, dank dem hochkarätigen Launch-Lineup bestehend aus Battle Arena Toshinden, Twisted Metal, Warhawk, Philosoma, Wipeout und Ridge Racer. Aus fast allen Sony und Namco Launchtiteln wurden später zahlreiche Sequels gemacht. Die PlayStation wurde von verschiedenen erfolgreichen Werbekampagnen begleitet, die Sonys Ruf als Marketing-Götter begründeten. Viele der Werbeplakate hatten multiple Bedeutungen, die bei den Gamern viele Diskussionen auslösten. Die bekannteste Werbung ist wohl die "Enos Lives" Kampagne und die "U Are Not E"-Werbungen. Hier die Erklärung: Das E in "U Are Not E" wurde immer in der Farbe Rot gezeigt, um das Wort "ready" zu symbolisieren und der Ausdruck "Enos" bedeutete "ready Ninth of September" (U.S. Launchtag). Die Enos-Werbung konnte auch rückwärts gelesen werden, wobei das E den Lautton "y" darstellen sollte.

Die Sony-Konsole war dem SNES in vielerlei Hinsicht überlegen, was nicht zuletzt daran lag, dass die Spiele auf CD-ROMs gepresst waren, die niedrigere Produktionskosten und den Einbau von FMV-Zwischensequenzen und glasklarem Stereo-Sound ermöglichten. Außerdem konnte die PlayStation damals im Gegensatz zu Nintendos SNES schon mit aufwendigen 3D-Grafiken auftrumpfen, was Sonys Konsole zu weiteren Vorteilen verhalf.
Natürlich hatte die PlayStation später auch einige Konkurrenzprodukte. Als erstes wäre da der SEGA Saturn. SEGA hatte zwar aufgrund der Verspätung von Nintendos nächster Konsole - dem "Ultra 64" - gute Chancen sich besser am Markt zu etablieren, konnte dies jedoch wegen dem starken Mitbewerber - Sonys PSX - nicht verwirklichen. Des Weiteren gab es für die PlayStation in vielen Genres bessere, in jedem Fall aber deutlich mehr Spiele als für den Saturn. Überlegen war die PS dem Sat auch, da sie eine viel einfachere Umgebungsentwicklung hatte und somit viele Third-Party Entwickler mit einbeziehen konnte. Die einfache Architektur der Sony-Konsole ermöglichte zudem üppigere Grafiken als SEGAs Hardware, obwohl letztere theoretisch leistungsfähiger war. Außerdem wurde die Sony-Alternative gut 100 $ günstiger verkauft. Letzlich kommunizierte Sony auch mit dem Markt effizienter als die SEGA-Konkurrenz, was dem Saturn nach wenigen Jahren den Todesstoß versetzte. Ein detaillierter Vergleich zwischen den beiden 32Bit-Konkurenten findet sich in diesem Artikel.

Ein weiteres Konkurrenzprodukt war Big Ns Nintendo 64. Über ein Jahr verspätet veröffentlicht, wurde der Preis aufgrund der schlechten Umsätze bereits nach acht Wochen um 100 Deutsche Mark herabgesetzt. Außerdem waren zum Launch nur zwei Titel verfügbar und weitere Spiele folgten lediglich schleppend. Dennoch war das N64 der PlayStation in Sachen Technik überlegen: Für Anti-Aliasing und bilinieares Filtering war die Sony PlayStation nicht ausgerüstet. Jedoch lief die N64-Hardware noch mit Modulen, was die Produktionskosten steigen ließ, und außerdem konnten aufgrund der geringen Speicherkapazität kaum gerenderte Sequenzen oder hochwertige Akustik verarbeitet werden. Wegen dieser Umstände blieb Nintendo die erneute Marktführerschaft verwehrt - die Produktion des Nintendo 64 endete nach 4 Jahren mit nur etwa 220 Spielen.
Die letzte ernstzunehmden Konkurrenz in der Ära PlayStation war SEGAs Saturn-Nachfolger Dreamcast. Zwischen 1999 und 2001 konkurrierte vor allem diese Konsole mit Sonys betagtem 32bitter. Faktoren des Misserfolges der Dreamcast-Konsole waren erstens heftigste Promotion-Fehler seitens SEGA und die PlayStation 2, die damals noch nicht erschienen war, aber bereits in den Himmel gelobt wurde. Der Dreamcast brachte nicht den erwarteten Umsatz und erreichte nicht den Massenmarkt. Hochkarätige Hardware, erstklassige Spiele und Online-Fähigkeiten konnten SEGAs Unvermögen eine effiziente Werbestrategie zu entwickeln nicht relativieren. Nach nur knapp 2 Jahren zog sich SEGA wegen Geldmangels aus dem Konsolenbusiness zurück und stellte die Produktion des Dreamcast ein.
Story
Die PlayStation ist eine Konsole der 5. Generation, eine der 32/64 Bit-Ära. Ursprünglich sollte die PlayStation ein CD-Aufsatz für Nintendos SNES, den Big N bei Sony in Auftrag gegeben hatte, werden. Der Projektname dieser Apparatur lautete "SNES-CD". Dafür durfte Sony eine eigene Konsole entwickeln, und die SNES-Technologie dafür verwenden - Projektname "Play Station".
Bereits 1991 sollte das SNES-CD auf der June CES vorgestellt werden, doch als Hiroshi Yamauchi den aus dem Jahre 1988 (!) stammenden Vertrag zwischen Nintendo und Sony las, stellte er fest, dass dieser Sony die vollständige Kontrolle über alle Titel, die auf dem SNES-CD-ROM Format basieren würden, hatte. Nintendo CEO Yamauchi war wütend, der Vertrag wurde annuliert. Stattdessen kündigte Nintendos Vorsitzender auf der CES an, dass nun ein Vertrag mit Philips abgeschlossen wurde, um das von Sony angefangene Werk zu vollenden. Jetzt erst wurde klar, dass Lincoln und Minoru Akaware ohne Sonys Mitwissen nach Europa geflogen sind, um einen Vertrag ganz anderer Natur abzuschließen - dieser Vertrag gab allein Nintendo die Kontrolle über die geplante Philips-Konsole.Die CES-Ankündigung war nicht nur für die Besucher ein großer Schock. Sie wurde auch von vielen Japanern als ein enormer Verrat angesehen. Eine japanische Firma, die eine andere wegen einer europäischen Firma im Stich lässt, galt als undenkbar im japanischen Business. Nach dem Einsturz des Joint Venture-Projektes, entschied Sony sich eigenständig an der Konsole weiterzuarbeiten, um aus ihr eine alleinstehende "Sony-Konsole", Codename "Play Station Experimential" zu machen. Aufgrund dieses Codenames wurde die PlayStation übrigens bis zum Release der PSone inoffiziell "PSX" genannt. Nintendo hatte was dagegen und leitete einen Prozess gegen Sony ein, um ein Urteil gegen die Freigabe der Play Station zu erhalten, da Nintendo die Rechte am Namen besaß. Der Richter verweigerte dieses Urteil, Nintendo stand als Verlierer und gleichzeitig als Buh-Mann da. Im Oktober 1991 wurde die erste Version der Play Station gezeigt, von der bis heute angeblich nur 200 Exemplare produziert worden sind.
Ende 1992 gab es wieder ein Abkommen zwischen Nintendo und Sony, das besagte, dass die "Sony Play Station" einen Port für SNES-Spiele beinhaltete, jedoch Nintendo den Hauptprofit dieser Spiele einheimsen und weiterhin den Sony SPC-700 Audioprozessor für den SNES benutzen durfte. Zu diesem Zeitpunkt realisierte Sony, dass der Zahn der Zeit schon zulange an der SNES-Technologie genagt hatte und die Next-Generation Konsolen im Anmarsch waren. Anfang 1993 arbeitete Sony wieder an einer überarbeiteten Play Station, mit dem Ziel eine neue Generation von Hard- und Software zu erreichen. Der SNES-Port wurde nicht mit einbezogen, das Leerzeichen zwischen den Worten wurde weggelassen, die PlayStation war geboren!
Aber die PlayStation wäre nichts ohne ihren Vater - Ken Kutaragi, der das Potenzial der Videogames realisierte, als er seiner Tochter beim Famicom spielen zusah. Sony arbeitete zwar schon seit den frühen 80ern mit Entwicklern und Herstellern der Branche zusammen, wagte jedoch nie den Schritt zur eigenen Konsole. Als Nintendo jedoch für ihre neue Konsole einen 16Bit Audio-Chip in Auftrag gab, witterte Kutaragi seine Chance und entwickelte den SPC-700 mit Norio Ohgas (damals Sony CEO) Hilfe. Nur zögerlich ging der Mutterkonzern auf Kutaragis Vorschläge den Videospielmarkt zu erobern ein.Dann war es so weit. Die PlayStation wurde in Japan am 3. Dezember 1994, in den USA am 1. September 1995, in Europa am 29. September 1995 veröffentlicht! In Amerika war es der erfolgreichste Launch einer Konsole überhaupt, dank dem hochkarätigen Launch-Lineup bestehend aus Battle Arena Toshinden, Twisted Metal, Warhawk, Philosoma, Wipeout und Ridge Racer. Aus fast allen Sony und Namco Launchtiteln wurden später zahlreiche Sequels gemacht. Die PlayStation wurde von verschiedenen erfolgreichen Werbekampagnen begleitet, die Sonys Ruf als Marketing-Götter begründeten. Viele der Werbeplakate hatten multiple Bedeutungen, die bei den Gamern viele Diskussionen auslösten. Die bekannteste Werbung ist wohl die "Enos Lives" Kampagne und die "U Are Not E"-Werbungen. Hier die Erklärung: Das E in "U Are Not E" wurde immer in der Farbe Rot gezeigt, um das Wort "ready" zu symbolisieren und der Ausdruck "Enos" bedeutete "ready Ninth of September" (U.S. Launchtag). Die Enos-Werbung konnte auch rückwärts gelesen werden, wobei das E den Lautton "y" darstellen sollte.


Die Sony-Konsole war dem SNES in vielerlei Hinsicht überlegen, was nicht zuletzt daran lag, dass die Spiele auf CD-ROMs gepresst waren, die niedrigere Produktionskosten und den Einbau von FMV-Zwischensequenzen und glasklarem Stereo-Sound ermöglichten. Außerdem konnte die PlayStation damals im Gegensatz zu Nintendos SNES schon mit aufwendigen 3D-Grafiken auftrumpfen, was Sonys Konsole zu weiteren Vorteilen verhalf.
Natürlich hatte die PlayStation später auch einige Konkurrenzprodukte. Als erstes wäre da der SEGA Saturn. SEGA hatte zwar aufgrund der Verspätung von Nintendos nächster Konsole - dem "Ultra 64" - gute Chancen sich besser am Markt zu etablieren, konnte dies jedoch wegen dem starken Mitbewerber - Sonys PSX - nicht verwirklichen. Des Weiteren gab es für die PlayStation in vielen Genres bessere, in jedem Fall aber deutlich mehr Spiele als für den Saturn. Überlegen war die PS dem Sat auch, da sie eine viel einfachere Umgebungsentwicklung hatte und somit viele Third-Party Entwickler mit einbeziehen konnte. Die einfache Architektur der Sony-Konsole ermöglichte zudem üppigere Grafiken als SEGAs Hardware, obwohl letztere theoretisch leistungsfähiger war. Außerdem wurde die Sony-Alternative gut 100 $ günstiger verkauft. Letzlich kommunizierte Sony auch mit dem Markt effizienter als die SEGA-Konkurrenz, was dem Saturn nach wenigen Jahren den Todesstoß versetzte. Ein detaillierter Vergleich zwischen den beiden 32Bit-Konkurenten findet sich in diesem Artikel.


Ein weiteres Konkurrenzprodukt war Big Ns Nintendo 64. Über ein Jahr verspätet veröffentlicht, wurde der Preis aufgrund der schlechten Umsätze bereits nach acht Wochen um 100 Deutsche Mark herabgesetzt. Außerdem waren zum Launch nur zwei Titel verfügbar und weitere Spiele folgten lediglich schleppend. Dennoch war das N64 der PlayStation in Sachen Technik überlegen: Für Anti-Aliasing und bilinieares Filtering war die Sony PlayStation nicht ausgerüstet. Jedoch lief die N64-Hardware noch mit Modulen, was die Produktionskosten steigen ließ, und außerdem konnten aufgrund der geringen Speicherkapazität kaum gerenderte Sequenzen oder hochwertige Akustik verarbeitet werden. Wegen dieser Umstände blieb Nintendo die erneute Marktführerschaft verwehrt - die Produktion des Nintendo 64 endete nach 4 Jahren mit nur etwa 220 Spielen.
Die letzte ernstzunehmden Konkurrenz in der Ära PlayStation war SEGAs Saturn-Nachfolger Dreamcast. Zwischen 1999 und 2001 konkurrierte vor allem diese Konsole mit Sonys betagtem 32bitter. Faktoren des Misserfolges der Dreamcast-Konsole waren erstens heftigste Promotion-Fehler seitens SEGA und die PlayStation 2, die damals noch nicht erschienen war, aber bereits in den Himmel gelobt wurde. Der Dreamcast brachte nicht den erwarteten Umsatz und erreichte nicht den Massenmarkt. Hochkarätige Hardware, erstklassige Spiele und Online-Fähigkeiten konnten SEGAs Unvermögen eine effiziente Werbestrategie zu entwickeln nicht relativieren. Nach nur knapp 2 Jahren zog sich SEGA wegen Geldmangels aus dem Konsolenbusiness zurück und stellte die Produktion des Dreamcast ein.
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