iMac G3 aufrüsten
Welches Betriebssystem soll es sein?
Als Besitzer seines iMac steht man vor der Qual der Wahl: Panther oder Tiger? Während 10.3 Panther sich durch schonendere Nutzung der Ressourcen und ein generell schlankeres Design auszeichnet, hat 10.4 Tiger in Sachen erhältliche Software die eindeutig besseren Karten auf der Hand. Allerdings sollte der Tiger auf keinen Fall auf Modellen unter 400 Mhz losgelassen werden, da sonst keine rechte Freude aufkommen will. Und egal welche OS X Version - 256 MB RAM sind als absolutes Minimum anzusehen und sollten zügig aufgestockt werden.

Bevor jedoch überhaupt daran gedacht wird OS X aufzuspielen, sollte der Betriebssystem-Oldie OS 9 auf Platte gebannt werden. Zumindest sofern ihr später OS 9 Software spielen wollt - einige Spieleperlen laufen nämlich selbst nicht unter der Classic-Emulation bei OS X. Achtet daher beim Gebrauchtkauf unbedingt darauf, die beiliegende original OS 9 Installationdisk zu erhalten, um späteren Frust zu vermeiden. Ist das OS mit seinem 90er Jahre Look endlich auf Platte gebannt, solltet ihr über ein Ethernet-Kabel rasch eine Internetverbindung herstellen und alle Updates über die Systemaktualisierung herunterladen. Mitunter ist auch ein Firmware Update zu tätigen, um Mac OS X erst lauffähig zu machen.

OS 9.2 - Mac-Veteranen ein vertrauter Anblick!
Erst nachdem ihr euer OS 9 auf die letzte Version 9.2.2 geupdatet habt, solltet ihr die OS X Install-Disc einlegen und beim Start wie gehabt die C-Taste gedrückt halten, um von CD zu booten. Danach folgt ihr einfach den Installationsanweisungen und könnt nach erfolgreicher Installation schließlich fortan in beide Betriebssysteme booten, was in Sachen Spiele-Oldies große Kompatibilität erlaubt.
Wer sich gegen das schlankere 10.3 Panther entschieden und stattdessen 10.4 Tiger installiert hat, sollte spätestens jetzt folgende Tipps zur besseren Performance umsetzen:
1.) Dashboard deaktivieren - das mit 10.4 hinzugekommene Dashboard ist ein echter Speicherfresser, auf den man verzichten kann. Öffnet dazu das Terminal (Ordner: Programme -> Dienstprogramme) und gebt folgenden Befehl ein: defaults write com.apple.dashboard mcx-disabled -boolean YES

Bye Bye Dashboard! - click to enlarge
Danach noch mit dem Befehl killall dock das Dock neustarten und das Dashboard Icon danach aus dem Dock werfen.
2.) Spotlight deaktivieren - Spotlight mag zwar hin und wieder hilfreich sein, es frisst aber auch Ressourcen und pflastert eure HD mit versteckten log-Dateien voll. Um es zu deaktivieren öffnet erneut das Terminal und geht zunächst in den etc Ordner, indem ihr cd /etc eingebt.
Nach einem Return schreibt ihr in der nächsten Zeile nun sudo nano hostconfig, womit wir an die Grundeinstellungen kommen. Es erscheint eine Warnmeldung sowie die Aufforderung das Admin-Passwort einzugeben. Der nächste Screen sollte dann (abhängig vom System mehr oder weniger gefüllt) in etwa so aussehen:

Ersetzt das YES einfach durch ein NO
Ändert hier nun das "YES" bei Spotlight in ein "NO", drückt danach ctrl + X und speichert die Änderungen. Diese werden allerdings erst mit einem Neustart aktiv.

Darstellungsoptionen über den Finder anwählen - click to enlarge
3.) Icon-Vorschau deaktivieren - als Besitzer eines G3 kämpft man um jedes bisschen Performance. Neben dem Rat seinen Schreibtisch generell nicht zuzumüllen, empfiehlt es sich auch die Icon-Vorschau zu deaktivieren. Öffnet hierzu den Finder, und führt einen Rechtsklick auf ein Icon aus. Wählt sodann Darstellungsoptionen, wo ihr das Häkchen hinter der Symbolvorschau wegnehmt. Damit gibt es keine Vorschau mehr in Form der Icons unter OS X, was aber gerade bei größeren Ordnern immens Ressourcen spart.
4.) ShadowKiller - Tausche Schönheit gegen Performance! So lässt sich die Applikation ShadowKiller beschreiben. Das kleine Utility tut nämlich genau, was der Name verrät - sie killt alle Schatten unter OS X, was einen erstaunlichen Performance-Schub bringt. Und wer einfach nicht ohne seine shadows kann, der aktiviert sie per Doppelklick einfach wieder. Zu beziehen kostenlos unter folgender Adresse.
Doch nun genug optimiert, jetzt gehts zur Software! Und gerade da gibts für den iMac G3 eine spezielle Empfehlung...
