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Bonami Spielcomputermuseum

Epe – Eine Kleinstadt im Herzen der Niederlande. Die Region umfasst mit anderen kleinen Gemeinden wie Vaassen, Emst und Oene gerade mal 33.000 Einwohner, wobei die Region vom Tourismus und der Landwirtschaft lebt. Für Spielernaturen, die gerne was über die Anfänge der Spielindustrie erfahren möchten, ist die Epe nun jedoch zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden, denn im Stadtkern von Epe befindet sich das Bonami Spielcomputermuseum, das die wohl größte Sammlung an Konsolen und Handhelds in den Niederlanden beherbergt. Grund genug für uns dem Museum einen Besuch abzustatten und persönlich mit John Groenewold, einem der Mitbegründer von Bonami zu sprechen.
 

[Links] Das Museum von außen [Rechts] Das Wohnzimmer

Kurz nach der Anreise folgte gleich die erste Überraschung, denn das größte niederländische Konsolen- und Computermuseum befindet sich in einem alten Hotel, das für Wohnzwecke umgebaut wurde. Leider macht das Gebäude von Außen nicht viel her, aber dafür stimmt der Inhalt, der hier auf jeden Besucher wartet. Direkt beim Eingang schon darf man eine original Atari Jukebox aus den siebziger Jahren bewundern, die sogar noch voll funktionsfähig ist. Daneben in einer Reihe aufgestellt befinden sich Spielautomaten, wobei ein Großteil vermutlich aus Deutschland stammen dürfte.

Das Herzstück des Museums ist aber das "Wohnzimmer", wo John und Naomi Groenewold ihre Besucher willkommen heißen. Sofort fällt die Vielzahl an Konsolen neben dem Fernseher auf, wo der aktuellste Vertreter seiner Zunft ein Nintendo Wii ist. Jetzt werden einige von euch überrascht sein, dass das Ehepaar Groenewold in einem Museum lebt. In den langen Gesprächen, die wir mit John geführt haben, erklärt er uns, dass sich dies aus finanziellen Gründen bislang nicht anders realisieren liess. Aber das soll sich in Zukunft ändern, was ihr ausführlich im Interview nachlesen könnt. Die Tour beginnt wie vorhin erwähnt am Eingang, wo John uns stolz seine Jukebox präsentiert. Danach ging es in großen Schritten weiter zu den klassischen Spieleautomaten, bei deren Anblick mir persönlich schon die Hände zu schwitzen begannen.


[Links] Einer der Atari Jukeboxen [Rechts] Für Arcadefans genau das richtige!


Als Nächstes lockt ein langer Gang mit einer großen Anzahl an Datasetten für alle damals gängigen Heimcomputer. Da kommen Erinnerungen hoch. Am Ende des Ganges gilt es dann einen weiteren Raum zu bestaunen, in dem eine vollkommen funktionsfähige Virtual Reality Einheit mit Helm, Handschuhen und Station geparkt ist.

War das alles schon recht beeindruckend, toppte der Dachboden des alten Hotels dann alles andere: Auf diesem befinden sich eine unglaublich hohe Anzahl an Handhelds, Heimcomputern und Retrokonsolen, die jedem Zocker sofort den Atem nehmen würden. Unmöglich alle aufzuzählen, aber um nur ein paar Namen zu nennen - dort standen verschiedenste Versionen des Philipps CD-I, sehr viele Heimcomputer verschiedenster Ausführung von Commodore & Atari sowie alle gängigen Retrokonsolen von Nintendo, Sega und Konsorten. Beeindruckt wieder im zweiten Stock angekommen, durften wir im uns im ’’Spielzimmer’’ des Museums so richtig austoben. Ich habe hierbei die Chance genutzt, um zum ersten Mal Mario Tennis auf dem Virtual Boy zu zocken. Zudem lockten ein Vectrex und etliche SEGA Konsolen. Nicht von schlechten Eltern war auch das Archiv des Bonami Spielcomputermuseum, wo eine Vielzahl an Games wirklich jeder Gattung zu finden war.


[Links] Die Virtuality SU- Einheit von W Industries Ltd [Rechts] Der Dachboden

Natürlich möchte ich jetzt an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn jeder Besucher sollte sich am besten selbst mal ein Bild von der bunten Vergangenheit der Videospielkonsolen machen. Ich persönlich war sehr begeistert von der ausführlichen Tour, bei der John sich die Zeit genommen hat, um seinen Gästen alles zu zeigen und zu erklären. Um das Museum zu besuchen, braucht jeder Gast einen Termin der vorher telefonisch abgesprochen sein sollte. Hierzu besucht ihr einfach die Website des Museums, wo auch die Telefonnummer zu finden ist. Sprachprobleme sollte es keine geben, weil John fließend deutsch oder englisch spricht. Von der deutschen Grenze aus sind es gut 90 Minuten Autofahrt zu dem kleinen Städchen, wozu folglich ein Tagausflug am besten geeignet ist. Für weitere Information qua Preise und Termin solltet ihr die Website von Bonami aufsuchen.


Das Spielzimmer ^_^

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